God of War Laufey wurde im Rahmen der gestrigen State of Play offiziell enthüllt und PlayStation hat direkt mehr als 20 Minuten ungeschnittenes Gameplay gezeigt. Während viele Fans den neuen Blickwinkel auf die Reihe spannend finden, fällt ausgerechnet einer der prominentesten Köpfe der Marke komplett aus der Reihe: David Jaffe, der Schöpfer des ursprünglichen God of War, hat mit deutlichen Worten auf das Gezeigte reagiert und zieht sogar einen Vergleich zu Forspoken.
Der neue Ableger setzt laut der aktuellen Präsentation auf Fayes Reise im Jenseits, unmittelbar nach ihrem Tod. Damit rückt Santa Monica Studio erneut eine Figur in den Mittelpunkt, die seit dem Neustart 2018 eine wichtige Rolle für die Geschichte rund um Kratos und Atreus gespielt hat, diesmal aber ohne den ikonischen Spartaner als Frontfigur.
Deutliche Kritik von David Jaffe
Was sagt der God of War Schöpfer über Laufey? Jaffe ließ an seinem Ersteindruck kaum Zweifel: Er hält das Spiel für optisch und kreativ schwach und glaubt, dass es hinter den Erwartungen von PlayStation zurückbleiben könnte. Besonders hart ist dabei sein Vergleich zu Forspoken, einem Fantasy-Actionspiel, das in der öffentlichen Wahrnehmung oft als Beispiel für verfehlte Ausrichtung und enttäuschende Performance herangezogen wird.
Was zur Hölle war das? Das sieht beschissen aus. Erinnert mich an Forspoken. Ich finde das so uninspiriert und so langweilig. Das wird nicht so gut laufen, wie sie es erwarten.
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Jaffe geht noch weiter und vermittelt den Eindruck, als sei das Projekt eher aus Pflichtgefühl entstanden. Seiner Darstellung nach wirke es, als wäre Cory Barlog in einen weiteren Serienteil gedrängt worden, statt eine klare kreative Notwendigkeit zu verfolgen.
Warum Laufey für ihn nicht wie God of War wirkt
Welche Punkte kritisiert Jaffe am neuen Konzept? Laut Jaffe fehlt dem Spiel das, was er als Kernidentität von God of War versteht. In seiner Argumentation ist es nicht ein einzelnes Detail, sondern die Summe mehrerer Abweichungen, die Laufey für ihn wie ein generisches Fantasy-Spiel wirken lässt.
- Kratos steht nicht im Mittelpunkt, wodurch die typische Dynamik und Wucht der Reihe aus seiner Sicht verloren geht.
- Eine klar erkennbare, markant inszenierte Mythologie sei weniger präsent als erwartet.
- Die klassische, brutale Note der älteren Teile mit ihrer kompromisslosen Härte fehle.
Das ist nicht God of War. Ich weiß nicht, was das ist. Mir hat das überhaupt nicht gefallen.
Gerade der letzte Punkt dürfte die Community spalten: Viele feiern seit 2018 den filmischeren Ton und die stärker auf Figuren fokussierte Erzählweise, andere vermissen die radikalere Kante der alten Teile. Laufey könnte diese Debatte noch einmal neu entfachen, weil der Perspektivwechsel den Franchise-Kern stärker auf die Probe stellt als zuvor.
Ein Spiel, das die Fanbasis spalten könnte
Wie fällt die Reaktion nach der Gameplay-Premiere insgesamt aus? Unterm Strich wirken die ersten Reaktionen auf das gezeigte Material laut bisherigen Stimmen überwiegend positiv, Jaffe bildet hier also klar das Gegenlager. Für PlayStation ist das dennoch eine bemerkenswerte Situation: Wenn der ursprüngliche Serienmacher öffentlich sagt, das Projekt sehe uninspiriert aus, prägt das die Diskussion, selbst wenn viele Fans das ganz anders empfinden.
Entscheidend wird am Ende sein, ob Laufey die neue Hauptfigur spielerisch und erzählerisch so stark verankert, dass der Ableger als eigenständige Erweiterung funktioniert, statt wie ein austauschbares Fantasy-Abenteuer zu wirken. Die gezeigten 20 Minuten sind dafür ein Vorgeschmack, aber noch kein endgültiges Urteil.
Wie siehst du den ersten Eindruck von God of War Laufey: frischer Perspektivwechsel oder zu weit weg von der Serien-DNA? Schreib deine Meinung in die Kommentare.





