Die PlayStation 5 nähert sich weltweit der Marke von 100 Millionen ausgelieferten Konsolen. Im jüngsten Quartal gingen die Hardware-Verkäufe allerdings deutlich zurück: Sony brachte nur noch 1,6 Millionen PS5-Systeme in den Handel. Das PlayStation-Geschäft war dennoch wesentlich profitabler als vor einem Jahr.
Sony liefert deutlich weniger PS5-Konsolen aus
Wie oft wurde die PS5 im vergangenen Quartal verkauft? Zwischen April und Juni 2026 lieferte Sony weltweit 1,6 Millionen PS5-Konsolen an den Handel aus. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es noch 2,5 Millionen Geräte gewesen.
Damit gingen die Auslieferungen innerhalb eines Jahres um 900.000 Einheiten beziehungsweise 36 Prozent zurück. Seit ihrer Veröffentlichung kommt die PS5 nun auf insgesamt 95,3 Millionen ausgelieferte Konsolen.
Die aktuelle Generation befindet sich inzwischen in ihrem sechsten Verkaufsjahr. Ein nachlassendes Hardware-Geschäft ist in dieser Phase des Lebenszyklus grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Sony selbst nennt die geringeren Stückzahlen jedoch ausdrücklich als einen der Gründe dafür, dass der PlayStation-Umsatz bereinigt um Währungseffekte zurückging.
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Sorgen bereiten dem Unternehmen weiterhin die stark gestiegenen Speicherpreise. Für das laufende Geschäftsjahr habe Sony aber bereits genügend Speicher gesichert, um die geplante Zahl an PS5-Konsolen produzieren zu können. An der erwarteten Hardware-Profitabilität ändere sich deshalb vorerst nichts.
125 Millionen aktive PlayStation-Nutzer im Juni
Verliert PlayStation gemeinsam mit den Konsolenverkäufen auch Spieler? Davon ist in den aktuellen Zahlen nichts zu erkennen. Im Juni 2026 zählte Sony 125 Millionen monatlich aktive PlayStation-Konten. Das waren zwei Millionen mehr als im Juni des Vorjahres und ein neuer Höchstwert für diesen Kalendermonat.
Einen allgemeinen PSN-Rekord stellen die 125 Millionen Konten allerdings nicht dar. Im Weihnachtsquartal 2025 hatte Sony bereits 133 Millionen monatlich aktive Nutzer gemeldet.
Auch die Spielzeit ging zwischen April und Juni um vier Prozent zurück. Sony erklärt den Vergleich unter anderem mit besonders erfolgreichen Spielen und großen Saison-Updates im Vorjahreszeitraum. Das allgemeine Engagement der Nutzer bezeichnet der Konzern weiterhin als stabil.
Bei den Software-Verkäufen ergibt sich ein gemischtes Bild:
- 66,1 Millionen verkaufte PS4- und PS5-Spiele
- 65,9 Millionen Spiele im Vorjahresquartal
- 6,0 Millionen verkaufte First-Party-Spiele
- 6,9 Millionen First-Party-Spiele im Vorjahr
- 82 Prozent Digitalanteil bei vollständigen Spielen
- 83 Prozent Digitalanteil im Vorjahr
Insgesamt wurden damit geringfügig mehr Spiele verkauft. Sonys eigene Produktionen verloren gegenüber dem Vorjahr jedoch 900.000 Einheiten. Die Digitalquote sank um einen Prozentpunkt, bleibt mit 82 Prozent aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
PlayStation-Gewinn steigt um 37 Prozent
Wie kann Sony trotz schwächerer Hardware mehr verdienen? Der Umsatz der Sparte Game & Network Services blieb mit 937,1 Milliarden Yen nahezu unverändert. Darin enthalten ist allerdings ein positiver Wechselkurseffekt von 81,7 Milliarden Yen.
Sonys operativer PlayStation-Gewinn stieg gleichzeitig um 37 Prozent auf 202 Milliarden Yen. Das entspricht nach aktuellem Wechselkurs ungefähr 1,1 Milliarden Euro und einem Plus von 54,1 Milliarden Yen gegenüber dem Vorjahresquartal.
Für die höhere Profitabilität nennt Sony vor allem zwei Gründe: günstige Wechselkurse und Rückerstattungen zuvor gezahlter US-Zölle. Belastet wurde das Ergebnis dagegen durch Restrukturierungskosten sowie Investitionen in die nächste Plattformgeneration.
Wichtig ist dabei die genaue Einordnung: Die häufig genannte Summe von 54,1 Milliarden Yen ist nicht Sonys gesamter PlayStation-Gewinn, sondern lediglich dessen Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Sony ändert seine First-Party-Roadmap
Was bedeutet das für die kommenden PlayStation-Spiele? Sony hebt seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr an. Im PlayStation-Segment rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von 4,54 Billionen Yen und einem operativen Gewinn von 660 Milliarden Yen.
Gegenüber der Prognose vom Mai entspricht das einem zusätzlichen Umsatz von 120 Milliarden Yen und einem um 60 Milliarden Yen höheren Gewinn. Auch diese Anpassung führt Sony vor allem auf Wechselkurseffekte, Zollrückerstattungen und geringere Kosten zurück.
Gleichzeitig erwähnt der Konzern ausdrücklich „Anpassungen an der First-Party-Titel-Roadmap“ für das laufende Geschäftsjahr. Welche Spiele davon betroffen sind, verrät Sony nicht. Die Formulierung deutet aber darauf hin, dass interne Veröffentlichungspläne verändert oder einzelne Titel verschoben wurden.
Unterm Strich verkauft Sony deutlich weniger PS5-Konsolen, verfügt aber weiterhin über eine große und aktive Nutzerbasis. Gleichzeitig sorgen externe Finanzfaktoren dafür, dass das PlayStation-Geschäft trotz schwächerer Hardware- und First-Party-Zahlen wesentlich profitabler arbeitet.
Welche kommenden PlayStation-Spiele könnten eurer Meinung nach von den Änderungen an Sonys Roadmap betroffen sein?





