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Fast 20 Jahre später: Darum ist Bully für Dan Houser noch immer etwas Besonderes

Fast 20 Jahre nach dem ursprünglichen Release gehört Bully noch immer zu den ungewöhnlichsten Spielen von Rockstar Games. Mitverantwortlich dafür ist laut Rockstar-Mitgründer Dan Houser vor allem die besondere Mischung aus vertrautem Open-World-Gameplay, einem unverbrauchten Schauplatz und Figuren, die vielen Spielern bis heute im Gedächtnis geblieben sind.

Bully bot eine Open World der völlig anderen Art

Warum ist Bully selbst nach fast zwei Jahrzehnten noch so beliebt? Darüber sprach Dan Houser in einem aktuellen Interview mit IGN. Der frühere Rockstar-Mitgründer war seinerzeit auch als Autor an dem Action-Adventure beteiligt und blickt weiterhin ausgesprochen positiv auf das 2006 veröffentlichte Spiel zurück.

Während andere Open-World-Titel ihre Spieler in Großstädte, Fantasyreiche oder weitläufige Wildnis schicken, konzentrierte sich Bully auf die Bullworth Academy. In der Rolle des Schülers Jimmy Hopkins mussten sich Spieler mit unterschiedlichen Cliquen, strengen Lehrern und zahlreichen Problemen des Schulalltags auseinandersetzen.

Nach Ansicht von Houser funktionierte diese ungewöhnliche Kombination besonders gut:

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„Ich glaube, die Leute suchen immer nach Spielen, die sich wie normale Spiele spielen, aber einen anderen Ton und ein anderes Setting bieten. Und Bully hat genau das geschafft.“

Das Team habe die einzelnen Bestandteile hervorragend zusammengeführt. Houser hebt dabei unter anderem die einprägsamen Charaktere, den besonderen Schauplatz, die Art Direction von Steven Olds und den Soundtrack hervor. Das Ergebnis sei ein Spiel geworden, das sich bis heute von anderen Open-World-Produktionen unterscheide.

Dan Houser lobt die Arbeit des damaligen Teams

Was machte die Welt von Bully so glaubwürdig? Ein entscheidender Punkt war laut Houser die Konsequenz, mit der Rockstar das Konzept umsetzte. Bullworth sollte nicht lediglich wie eine kleinere GTA-Spielwelt wirken, sondern ein eigenes Universum mit klaren Regeln und einem unverwechselbaren Ton darstellen.

„Wir haben einige wirklich einprägsame Charaktere und ein einzigartiges Setting. Ich denke, dass alles sehr gut zusammengekommen ist. Das Team hat großartige Arbeit geleistet.“

Die unterschiedlichen Schülergruppen, der Tagesablauf mit Unterrichtsstunden und die zahlreichen Freizeitaktivitäten vermittelten den Eindruck eines lebendigen Schulalltags. Gleichzeitig blieb genügend Raum für den für Rockstar typischen Humor und die teilweise überzeichnete Gesellschaftskritik.

Bully erschien ursprünglich 2006 für die PlayStation 2. Später folgten Umsetzungen für weitere Plattformen, darunter die erweiterte Scholarship Edition. Einen echten Nachfolger erhielt das Spiel trotz seiner treuen Fangemeinde jedoch nie.

Die Aussagen sind keine Ankündigung von Bully 2

Steckt hinter dem neuen Lob möglicherweise ein Hinweis auf Bully 2? Dafür gibt es derzeit keinerlei Anzeichen. Dan Houser verließ Rockstar Games bereits 2020 und ist deshalb nicht mehr an den aktuellen Projekten des Studios beteiligt.

Im September 2025 hatte Houser erklärt, dass ein Nachfolger vor allem an den begrenzten Kapazitäten des damaligen Führungsteams gescheitert sei. Rockstar habe schlicht nicht alle gewünschten Projekte gleichzeitig umsetzen können. Seine aktuellen Aussagen sind daher eher als persönliche Würdigung des Originals zu verstehen und nicht als versteckter Teaser.

Dennoch zeigen sie, welchen Stellenwert Bully auch für einen seiner wichtigsten kreativen Köpfe besitzt. Fast 20 Jahre nach der Veröffentlichung hat das Spiel schließlich noch immer etwas, das vielen modernen Open-World-Titeln fehlt: eine unverwechselbare Identität.

Würdet ihr euch noch immer über Bully 2 freuen oder sollte Rockstar den Klassiker lieber unangetastet lassen?

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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