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The Elder Scrolls 6: Xbox-Layoffs sollen Bethesda hart treffen und Entwicklung gefährden

Die Entlassungswelle bei Xbox zieht immer größere Kreise. Nachdem zuletzt bereits mehrere Studios innerhalb von Microsofts Gaming-Sparte betroffen waren, gibt es nun neue Sorgen rund um The Elder Scrolls 6. Laut einem aktuellen Bericht von IGN befürchten aktuelle und ehemalige Mitarbeitende von Bethesda, dass die jüngsten Kürzungen die Entwicklung des lang erwarteten Skyrim-Nachfolgers spürbar belasten könnten.

Demnach sollen bei Bethesda Game Studios mehr als 50 Mitarbeitende weggefallen sein. Betroffen seien laut den anonym zitierten Quellen mehrere Disziplinen, darunter Programmierung, Art und Design. Besonders schwer wiegt dabei offenbar, dass auch erfahrene und wichtige Entwicklerinnen und Entwickler betroffen sind, die direkt an The Elder Scrolls 6 gearbeitet haben sollen.

Bethesda-Mitarbeiter warnen vor Folgen für The Elder Scrolls 6

Gegenüber IGN sprechen Mitarbeitende von einem „substanziellen und kaskadierenden Effekt“ auf das Spiel und die Moral im Studio. Ein Entwickler beschreibt, dass das Team bereits zuvor sehr knapp aufgestellt gewesen sei. Nun wachse die Sorge, dass die Entlassungen zu Verzögerungen führen könnten.

Laut einer der Quellen soll sogar eine Person betroffen sein, die bereits seit The Elder Scrolls 3: Morrowind bei Bethesda gearbeitet habe. Das zeigt, wie tief die aktuellen Einschnitte offenbar gehen und dass nicht nur Randpositionen gestrichen wurden.

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Mehrere Mitarbeitende befürchten nun, dass verlorenes internes Wissen nur schwer ersetzt werden kann. Gerade bei Bethesda ist das ein wichtiger Punkt: Die Teams arbeiten mit proprietären Tools und komplexen internen Pipelines. Neue externe Kräfte oder Vertragsarbeiter müssten sich erst einarbeiten, was zusätzliche Zeit kosten könnte.

Angst vor Verzögerungen und Crunch

Ein besonders zentraler Vorwurf aus dem Bericht: Bethesda-Mitarbeitende fürchten, dass die Kürzungen nicht nur die Stimmung belasten, sondern am Ende auch zu mehr Crunch führen könnten. Wenn wichtige Stellen wegfallen, die Arbeit aber weiterhin erledigt werden muss, steigt der Druck auf die verbliebenen Teams.

Ein Entwickler schildert gegenüber IGN, man habe Angst, durch günstigere Vertragsarbeiter ersetzt zu werden. Gleichzeitig müssten diese neuen Kräfte erst in Bethesdas Werkzeuge und Abläufe eingearbeitet werden. Das könne zu weiteren Verzögerungen führen, die das bestehende Team dann durch Mehrarbeit ausgleichen müsse.

Für The Elder Scrolls 6 ist das besonders heikel. Das Rollenspiel wurde bereits 2018 angekündigt und gehört seit Jahren zu den meist erwarteten Spielen der Branche. Einen finalen Release-Termin gibt es weiterhin nicht. Laut dem Bericht soll das Spiel ohnehin noch mindestens zwei Jahre entfernt sein.

Stimmung bei Bethesda offenbar massiv beschädigt

Auch intern scheint die Stimmung nach den Entlassungen schwer getroffen zu sein. Laut IGN wurden in Bethesda-Büros in Dallas und Rockville provisorische „Celebrations of Service“-Gedenkstellen aufgebaut. Dort sollen Fotos entlassener Mitarbeitender zusammen mit Blumen in Gemeinschaftsbereichen ausgestellt worden sein. Mindestens eine dieser Gedenkstellen sei später auf Anweisung der Personalabteilung wieder entfernt worden.

Das macht deutlich, wie emotional die Situation innerhalb des Studios offenbar ist. Bethesda ist für viele Fans vor allem mit großen Namen wie The Elder Scrolls, Fallout und Starfield verbunden. Für die Entwicklerinnen und Entwickler dahinter bedeutet der aktuelle Xbox-Umbau aber offenbar einen tiefen Einschnitt in die eigene Studiokultur.

Eine Quelle beschreibt die Auswirkungen auf die Moral als „crushing“, also niederschmetternd. Viele im Team seien sehr auf The Elder Scrolls 6 gespannt gewesen. Genau dieses Projekt könnte nun unter den Folgen der Entlassungen leiden.

Xbox will sich stärker auf große Marken konzentrieren

Die Ironie an der Lage: Microsoft und Xbox wollen sich künftig offenbar stärker auf große Marken konzentrieren. Dazu gehören neben Halo, Forza und Fallout natürlich auch The Elder Scrolls. Trotzdem sollen gerade die Kürzungen bei Bethesda nun aus Sicht einiger Mitarbeitender genau dieses Prestigeprojekt belasten.

Bethesda-Chefin Jill Braff schrieb laut IGN in einer internen E-Mail, die Veränderungen würden die Realität der Branche und des Geschäfts widerspiegeln. Bethesda müsse sich auf eine stabilere Grundlage stellen, nachhaltiges Wachstum ermöglichen und stärker in die eigenen Franchises und Spieler investieren.

Aus Sicht der betroffenen Mitarbeitenden klingt das aber offenbar wenig beruhigend. Denn wenn Schlüsselpersonen gehen müssen und Teams anschließend mit weniger Personal dieselbe oder sogar mehr Arbeit leisten sollen, kann eine stärkere Fokussierung auf große Marken schnell zum Risiko werden.

Auch andere Xbox-Studios schwer betroffen

Die Sorgen rund um The Elder Scrolls 6 stehen nicht allein. Die aktuellen Xbox-Layoffs treffen mehrere Studios aus dem Microsoft- und ZeniMax-Umfeld. Laut dem IGN-Bericht wurden unter anderem bei ZeniMax Online Studios 212 Stellen gestrichen. Auch id Software soll stark betroffen sein, dort war zuletzt von 136 entlassenen Mitarbeitenden die Rede.

Gleichzeitig sollen andere Projekte und Studios neu ausgerichtet werden. Obsidian Entertainment soll nach Berichten an einem neuen Fallout-Projekt arbeiten, während Bethesda selbst weiterhin an den großen Kernmarken beteiligt bleibt. Für Fans klingt das zunächst spannend, intern scheint der Preis dafür aber hoch zu sein.

Was bedeutet das für The Elder Scrolls 6?

Offiziell hat Bethesda keine neue Verschiebung von The Elder Scrolls 6 angekündigt. Auch ein konkreter Release-Termin stand bislang ohnehin nicht fest. Trotzdem ist die Sorge nachvollziehbar: Wenn erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler mitten in der Produktion wegfallen, kann das bei einem Mammutprojekt dieser Größe deutliche Folgen haben.

Gerade The Elder Scrolls 6 ist kein normales Spiel. Nach dem riesigen Erfolg von Skyrim sind die Erwartungen enorm. Bethesda muss eine offene Fantasy-Welt erschaffen, die technisch, erzählerisch und spielerisch über Jahre tragen soll. Solche Projekte leben von Erfahrung, eingespielten Teams und langfristigem Wissen.

Wenn genau diese Strukturen durch Entlassungen beschädigt werden, dürfte das kaum spurlos an der Entwicklung vorbeigehen.

Fans müssen wohl weiter Geduld haben

Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das vor allem eines: Die ohnehin lange Wartezeit auf The Elder Scrolls 6 könnte sich weiter ziehen. Noch ist nichts offiziell verschoben, doch die internen Stimmen aus dem Bericht zeichnen ein klares Bild: Die Xbox-Layoffs haben Bethesda nicht nur personell, sondern auch emotional schwer getroffen.

Ob Microsoft und Bethesda die Lücken schließen können, ohne Qualität, Zeitplan oder Arbeitsbedingungen weiter zu belasten, bleibt abzuwarten. Für eines der wichtigsten Rollenspielprojekte der kommenden Jahre ist das jedenfalls kein gutes Signal.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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