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Trotz heftiger Preiserhöhung: Microsoft soll mit jeder Xbox 150 Dollar verlieren

Microsoft erhöht zum 1. August erneut die Preise der Xbox Series X und Series S. Doch selbst die deutlich teureren Konsolen sollen dem Unternehmen weiterhin Verluste bescheren. Laut einem gut vernetzten Insider zahlt Microsoft bei jedem neu produzierten Gerät derzeit rund 150 US-Dollar drauf.

Neue Xbox-Konsolen sollen Microsoft hohe Verluste bescheren

Wie viel Geld verliert Microsoft mit jeder verkauften Xbox? Nach Informationen von Jez Corden beläuft sich der Verlust derzeit auf ungefähr 150 US-Dollar pro Xbox Series X oder Xbox Series S. Der Executive Editor von Windows Central beruft sich dabei auf eigene Quellen innerhalb des Unternehmensumfelds.

Die Angabe bezieht sich ausdrücklich auf zuletzt produzierte Chargen der aktuellen Xbox-Konsolen. Eine offizielle Bestätigung oder detaillierte Kalkulation von Microsoft gibt es nicht. Entsprechend sollte die Zahl als Insiderbericht und nicht als bestätigter Geschäftsbericht verstanden werden.

Corden schreibt:

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„Mir wurde gesagt, dass Xbox aufgrund der gestiegenen Speicherpreise zuletzt ungefähr 150 US-Dollar pro verkaufter Xbox Series X|S verloren hat und auch nach der für August 2026 geplanten Preiserhöhung mit jedem Gerät Verlust machen wird.“

Dass Konsolen zunächst ohne Gewinn oder sogar unterhalb ihrer Herstellungskosten angeboten werden, ist in der Branche nicht ungewöhnlich. Die Plattformbetreiber versuchen diese Ausgaben später durch Spieleverkäufe, Abonnements und Einnahmen aus ihren digitalen Stores wieder hereinzuholen.

Das aktuelle Ausmaß wäre für Microsoft trotzdem bemerkenswert. Schließlich befindet sich die Xbox Series X|S bereits seit November 2020 auf dem Markt und wurde während der laufenden Generation mehrfach teurer.

Speicherkrise treibt die Produktionskosten nach oben

Warum reicht selbst die nächste Preiserhöhung nicht aus? Microsoft nennt vor allem die stark gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher und Speicherbausteine als Ursache. Nach offiziellen Angaben haben sich deren Preise mittlerweile mehr als verzweieinhalbfacht. Bis zum Herbst 2027 rechnet der Konzern sogar mit einer weiteren Verdopplung.

Ab dem 1. August 2026 steigen die weltweiten Preise für Xbox-Konsolen deshalb erneut. In den USA verteuern sich Modelle mit 512 Gigabyte Speicher um 100 US-Dollar. Bei Konsolen mit einem Terabyte beträgt der Aufschlag sogar 150 US-Dollar.

Damit ergeben sich dort folgende Preise:

  • Xbox Series S mit 512 GB: 499,99 US-Dollar
  • Xbox Series S mit 1 TB: 599,99 US-Dollar
  • Xbox Series X Digital Edition mit 1 TB: 749,99 US-Dollar
  • Xbox Series X mit Laufwerk und 1 TB: 799,99 US-Dollar

Die Xbox Series X in der Galaxy Black Special Edition mit zwei Terabyte Speicher wird vollständig eingestellt. Welche neuen Preise die einzelnen Modelle im deutschen Handel erreichen, kann regional abweichen.

Microsoft selbst räumt offen ein, dass Konsolen üblicherweise nicht mit Gewinn verkauft werden. Anders als bei Smartphones, Computern und vergleichbarer Unterhaltungselektronik liege der Verkaufspreis häufig unter den tatsächlichen Herstellungskosten.

Das könnte zum Problem für die nächste Xbox werden

Was bedeutet der angebliche Verlust für Project Helix? Besonders brisant wird die Situation mit Blick auf Microsofts nächste Xbox-Generation. Das unter dem Codenamen Project Helix entwickelte System soll nicht nur klassische Konsolenspiele, sondern auch PC-Spiele unterstützen.

Sollte Microsoft zusätzlich fremde Stores wie Steam oder den Epic Games Store zulassen, könnte das bisherige Geschäftsmodell jedoch ins Wanken geraten. Nutzer könnten die Hardware vergünstigt kaufen, ihre Spiele anschließend aber bei einem anderen Anbieter beziehen. Microsoft würde dann weder am ursprünglichen Spieleverkauf noch an späteren Zusatzinhalten verdienen.

Corden bezweifelt deshalb, dass Microsoft eine vollständig offene Xbox weiterhin wie eine klassische Konsole subventionieren könnte. In diesem Fall müsste Project Helix eher wie ein leistungsfähiger Gaming-PC bepreist werden – möglicherweise mit einem entsprechend hohen vierstelligen Preis.

Wie Microsoft diesen Konflikt lösen möchte, ist noch nicht bekannt. Denkbar wären unterschiedliche Modelle, ausgewählte Partnerschaften mit PC-Stores oder eine weiterhin stärker abgeschlossene Plattform. Die angeblichen Verluste der aktuellen Konsolen zeigen jedoch, wie schwierig es bereits jetzt geworden ist, leistungsfähige Hardware zu einem massentauglichen Preis anzubieten.

Würdet ihr für die nächste Xbox deutlich mehr bezahlen, wenn ihr darauf auch eure PC-Spiele nutzen könntet?

Luna N.

Ich schaue mehr Anime als gesund ist, kenne jeden Intro-Song auswendig und habe beim Zocken schneller die Tasten im Griff als mein eigener Schatten. Wenn ich nicht gerade mit einem Kaffee bewaffnet über neue Story-Ideen grübel, kämpfe ich mich durch Fantasy-Welten – entweder mit dem Controller oder dem Kugelschreiber. Meine größte Schwäche? Limited Editions und Charaktere mit tragischer Hintergrundgeschichte.
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