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Uncharted 4 hätte fast ganz anders ausgesehen: Deep-Dive zeigt Amy Hennigs ursprüngliche Version

Zum zehnjährigen Jubiläum von Uncharted 4: A Thief’s End sorgt ein neuer Deep-Dive aktuell für große Diskussionen in der Community. Der YouTuber Thekempy hat ein fast eineinhalbstündiges Video veröffentlicht, das sich ausführlich mit der ursprünglichen Version des Spiels beschäftigt, die damals unter der Leitung von Amy Hennig entstand.

Denn viele Fans wissen bis heute nicht: Das finale Uncharted 4, das 2016 erschien und später über 15 Millionen Mal verkauft wurde, war ursprünglich offenbar ein deutlich anderes Spiel.

Die erste Version von Uncharted 4 soll fast gescheitert sein

Ausgelöst wurde die neue Diskussion unter anderem durch Aussagen von Gabriel Betancourt, der mehrere Jahre bei Naughty Dog gearbeitet hatte. Laut ihm gab es intern massive Kritik an Amy Hennigs ursprünglicher Version von Uncharted 4.

Die Probleme sollen zeitweise sogar so groß gewesen sein, dass das gesamte Projekt auf der Kippe stand. Schließlich griff die Führungsebene von Naughty Dog ein und ließ große Teile des Spiels überarbeiten.

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Laut Thekempy war die erste Version zu diesem Zeitpunkt bereits ungefähr zur Hälfte fertiggestellt.

Alternative Story mit anderen Figuren und Szenen

Besonders spannend sind die Details zur ursprünglichen Handlung. Während sich die finale Version stark auf Nathans Vergangenheit und die Beziehung zu seinem Bruder Sam konzentriert, soll Hennigs Story einen anderen Fokus gehabt haben.

Demnach hätten Nate, Elena und Sully deutlich stärker gemeinsam im Mittelpunkt gestanden. Nach der bekannten Gefängnissequenz wäre die Geschichte ursprünglich anders weitergegangen: Das Trio hätte zunächst nach Averys Schiffswrack gesucht, ehe ein Überfall auf ihre Funde zu einem Gala-Heist geführt hätte.

Dabei wäre auch Charlie Cutter zurückgekehrt, ein Fan-Liebling aus Uncharted 3: Drake’s Deception.

Auch Sams Rolle im Spiel soll ursprünglich anders angelegt gewesen sein als in der finalen Version.

Nicht nur die Story wurde verändert

Der Deep-Dive beleuchtet allerdings nicht nur narrative Unterschiede. Laut Thekempy wurden während der Überarbeitung auch zahlreiche Gameplay-Elemente gestrichen oder verändert.

Darunter:

  • alternative Kampfmechaniken
  • andere Level-Strukturen
  • verworfene Waffenideen
  • zusätzliche Gameplay-Systeme

Besonders kurios: Naughty Dog soll zeitweise sogar eine Bola-ähnliche Waffe geplant haben. Diese wurde später allerdings komplett aus dem Spiel entfernt.

Das zeigt, wie stark sich Uncharted 4 während der Entwicklung verändert hat.

Amy Hennigs Abschied bleibt bis heute ein sensibles Thema

Ein weiterer brisanter Punkt betrifft Amy Hennigs Ausstieg bei Naughty Dog. Offiziell wurde ihr Abschied damals relativ ruhig kommuniziert. Laut mehreren internen Quellen, auf die sich Thekempy im Video beruft, soll die Trennung allerdings deutlich komplizierter gewesen sein.

Demnach sei Hennig nicht freiwillig gegangen, sondern von Führungskräften regelrecht aus dem Studio gedrängt worden. Bestätigt wurden diese Aussagen offiziell zwar nie, dennoch gehören die Ereignisse rund um ihren Abschied bis heute zu den meistdiskutierten Themen innerhalb der Naughty-Dog-Geschichte.

Für viele Fans bleibt Amy Hennig eng mit der Identität der ursprünglichen Uncharted-Reihe verbunden. Schließlich war sie maßgeblich für die ersten drei Teile verantwortlich.

Trotz allem wurde Uncharted 4 ein riesiger Erfolg

Auch wenn die ursprüngliche Vision am Ende verworfen wurde, entwickelte sich Uncharted 4: A Thief’s End letztlich zu einem der erfolgreichsten PlayStation-Spiele überhaupt. Das Action-Adventure wurde von Kritikern gefeiert und gilt bis heute als eines der stärksten Story-Spiele der PlayStation 4-Generation.

Der neue Deep-Dive zeigt aber eindrucksvoll, wie unterschiedlich das Spiel ursprünglich geplant war und wie turbulent die Entwicklung hinter den Kulissen offenbar verlief. Gerade für langjährige Uncharted-Fans dürfte das Video deshalb extrem spannend sein.

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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