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Fallout 76 – Bethesda plant vorerst keine neuen Expeditions mehr

Bethesda hat eine ernüchternde Nachricht für Fans von Fallout 76 bestätigt: Neue Expeditions, also die eigenständigen Ausflüge außerhalb der Hauptkarte von Appalachia, stehen derzeit nicht auf dem Plan. Damit dürfte sich für viele die Hoffnung erledigen, in absehbarer Zeit weitere, klar abgegrenzte Reiseziele wie bisher zu bekommen.

Gerade weil Fallout 76 seit seinem schwierigen Start 2018 durch regelmäßige Updates wieder Vertrauen aufgebaut hat, trifft diese Ansage einen Bereich, der bei vielen gut ankam. Expeditions galten für einige als willkommene Abwechslung, weil sie neue Regionen, Gegner und thematische Mini-Kampagnen ins Spiel brachten.

Die Entscheidung gegen neue Expeditions

Warum kommen keine neuen Expeditions mehr? Laut Bethesdas Entwicklungsteam liegen die Gründe in grundlegenden Problemen des Systems. Kreativdirektor Jon Rush erklärte in einem Interview, dass das Expeditions-Design sehr einschränkend sei und kaum die Freiheit abbilden könne, die Fallout 76 auf der Hauptkarte ausmacht.

Der Kernkritikpunkt: Expeditions laufen deutlich linearer ab als das Erleben in Appalachia. Statt frei zu erkunden und spontan Events mitzunehmen, folgt man in diesen Instanzen im Wesentlichen einem festen Ablauf aus Anreise, Mission, Abschluss und Rückkehr. Das fühlt sich eher wie ein separater Missionsmodus an als wie ein echter, offener Landstrich im Fallout-Stil.

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Für viele dürfte das die Enttäuschung erklären: Potenziell spannende Orte im Fallout-Universum gäbe es genug, die sich als Expeditions-Ziele anbieten würden. Nur scheint Bethesda diesen Content-Typ für die nähere Zukunft bewusst zurückzustellen.

Diese Expeditions gab es bisher

Welche großen Expeditions sind bereits erschienen? Bislang hat Fallout 76 genau zwei große Expeditions erhalten, die als zentrale Updates beworben wurden. Sie sind thematisch stark an ikonische Fallout-Schauplätze angelehnt und bringen jeweils ein klar abgegrenztes Gebiet mit eigener Struktur.

  • Expeditions: The Pitt (September 2022)
  • Expeditions: Atlantic City (Dezember 2023)

The Pitt führte zurück nach Pittsburgh, das Fans bereits aus Fallout 3 in Form eines bekannten DLC-Schauplatzes kennen. Atlantic City schickte euch anschließend nach New Jersey, inklusive Pine Barrens und dem dort verorteten Kryptiden Jersey Devil.

Der Fokus verlagert sich auf Erweiterungen in Appalachia

Welche Inhalte sollen stattdessen kommen? Bethesda will Fallout 76 offenbar stärker über klassische Karten-Erweiterungen innerhalb der Hauptwelt ausbauen. Das hat einen praktischen Vorteil: Neue Inhalte sind direkt in Appalachia verfügbar, ohne dass man erst eine Expedition starten und einen separaten Ablauf durchlaufen muss.

In den vergangenen Updates gab es bereits Beispiele für diese Richtung. Skyline Valley brachte eine neue Region in den Süden der Fallout-76-Karte, während Burning Springs im Westen ergänzt wurde, auf der anderen Flussseite von Point Pleasant und in der Nähe des Mothman-Kults.

Unterm Strich bedeutet das zwar: Fallout 76 bleibt inhaltlich stärker an Appalachia gebunden. Gleichzeitig könnten neue Gebiete und Aktivitäten natürlicher in die bestehende Open World integriert werden, inklusive Events und spontaner Erkundung, die für viele den eigentlichen Reiz des Spiels ausmachen.

Fallout 76 bleibt trotz Rückschlag aktiv

Welche Updates halten Fallout 76 aktuell relevant? Auch ohne neue Expeditions setzt Bethesda weiter auf frische Ideen. The Ghoul Within sorgte zuletzt für Aufmerksamkeit, weil man dabei als Ghul spielen kann. Außerdem steht mit CAMPanions ein Update an, das das Haustier-System überarbeitet, damit euch CAMP-Haustiere auch außerhalb eures Lagers durch das Ödland begleiten können.

Die schlechte Nachricht ist also sehr konkret auf einen Bereich begrenzt: keine neuen Out-of-Map-Expeditions. Content-Nachschub soll aber weiterhin kommen, nur eben stärker innerhalb der Welt von Appalachia.

Wie seht ihr das: Wärt ihr lieber weiter auf neue Expeditions-Ziele gereist, oder ist euch mehr Platz und Aktivität direkt auf der Hauptkarte wichtiger? Schreibt es in die Kommentare.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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