Physische PS5-Spiele gelten oft als scheinbar trügerisches Sicherheitsnetz, weil Day-one-Patches, Online-Checks und Zusatzdownloads den Disc-Kauf für manche kaum besser wirken lassen als eine digitale Lizenz. Eine neue Auswertung liefert jetzt aber Zahlen, die diese Debatte spürbar verschieben: Der Großteil der untersuchten PS5-Discs soll vollständig offline spielbar sein, ohne Internetverbindung und ohne verpflichtende Zusatzdownloads.
Brisant wird das Thema auch mit Blick auf die Zukunft: Sony hat am 1. Juli 2026 angekündigt, dass PlayStation-Konsolen ab 2028 keine physischen Discs mehr erhalten sollen. Inmitten der Diskussionen um Besitzrechte, Weiterverkauf und langfristigen Zugriff kommt die Frage auf, wie viel auf Disc heute tatsächlich noch auf Dauer nutzbar ist.
Die wichtigsten Ergebnisse der Disc-Studie
Wie viele PS5-Discs sind komplett offline spielbar? Laut einer groß angelegten Untersuchung von DoesItPlay? wurden insgesamt 778 PS5-Discs ausgewertet. Davon gelten 723 Datenträger als offline spielbar, ohne dass ein Online-Check-in oder ein Download nötig ist. Das entspricht 93 Prozent der geprüften PS5-Discs.
Das Ergebnis kontert die verbreitete Behauptung, Discs seien heute praktisch nur noch ein Installer mit Zwang zum Online-Nachladen. In der DoesItPlay?-Definition bedeutet offline spielbar, dass das Spiel nicht von Online-Check-ins, permanenter Internetverbindung oder Online-Konten abhängt.
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Offline spielbar bedeutet, dass das Spiel nicht von Online-Check-ins, einer permanenten Internetverbindung oder Online-Konten abhängig ist.
Zusätzlich unterscheidet die Auswertung zwischen vollständig nötigen und eher optionalen Downloads. So sollen bei 66 Prozent der PS5-Discs zwar Downloads vorkommen, diese gelten jedoch als optional oder geringfügig, etwa für Vorbestellerboni oder Zusatzinhalte, die das eigentliche Gameplay nicht blockieren.
- PS5: 93 Prozent offline spielbar (723 von 778 Discs)
- PS5: 66 Prozent mit optionalen oder unwesentlichen Downloads
- PS5: 4 Prozent mit internetgesperrten Inhalten (Online-Check-in oder Download zwingend)
Vergleich zur PS4 und die Einordnung der Zahlen
Wie schneidet die PS4 im selben Check ab? DoesItPlay? hat auch PS4-Discs untersucht und kommt hier auf eine ähnliche Tendenz. Bei 1.214 analysierten PS4-Spielen seien 92 Prozent offline spielbar, ebenfalls ohne verpflichtende Downloads oder Internetverbindung.
Auch bei der PS4 taucht das Muster auf, dass viele Discs zwar zusätzliche Daten anbieten, diese aber nicht zwingend sind. Laut der Auswertung benötigen 73 Prozent der PS4-Discs optionale Downloads, während wie bei der PS5 4 Prozent der Datenträger Inhalte besitzen sollen, die ohne Online-Anbindung nicht nutzbar sind.
| Plattform | Untersuchte Discs | Offline spielbar | Optionale Downloads | Internetgesperrt |
|---|---|---|---|---|
| PS5 | 778 | 93 Prozent | 66 Prozent | 4 Prozent |
| PS4 | 1.214 | 92 Prozent | 73 Prozent | 4 Prozent |
Warum Offline-Spielbarkeit jetzt wieder ein großes Thema ist
Was bedeutet das für Besitz und Weiterverkauf von Disc-Spielen? Die Zahlen liefern Argumente für alle, die physische Releases als greifbarere Form von Besitz sehen. Wenn ein Spiel ohne Serverkontakt läuft, bleibt es grundsätzlich verleihbar, gebraucht verkaufbar und langfristig sammelbar, selbst wenn ein Store-Angebot verschwindet oder eine Lizenz ausläuft.
Gleichzeitig bleibt die Sorge, dass Plattformbetreiber theoretisch durch Systemänderungen oder neue Anforderungen die Nutzung in Zukunft stärker an Online-Dienste koppeln könnten. Aktuell deuten die Werte der Studie aber darauf hin, dass physische PS5-Spiele in der Praxis deutlich öfter als erwartet echte Offline-Produkte sind und nicht bloß ein Schlüssel für spätere Downloads.
Wie wichtig sind euch Discs noch, wenn ihr an 2028 und die Zukunft ohne neue Disc-Konsolen denkt, und achtet ihr beim Kauf aktiv darauf, ob ein Spiel komplett offline läuft? Schreibt es gern in die Kommentare.





