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PS Plus – Sony plant nur vier bis sechs Day-One-Spiele pro Jahr

Sony bleibt bei seiner PS-Plus-Strategie und macht erneut klar, dass Day-One-Releases im Abo die Ausnahme bleiben. Während Xbox Game Pass viele Neuzugänge direkt zum Start verspricht, setzt PlayStation Plus weiterhin auf eine Mischung aus monatlichen Essential-Spielen, einem großen Katalog in Extra und Zusatzfunktionen wie Cloud-Streaming und Retro-Inhalten in Premium.

Ganz ohne Day-One-Titel geht es aber nicht: In der Vergangenheit landeten bereits einzelne Spiele zum Release im Abo, darunter Stray und Blue Prince. Jetzt hat sich Sony erneut dazu geäußert, wie häufig so etwas künftig passieren soll und in welche Richtung die Auswahl geht.

Sony bleibt zurückhaltend bei Day-One-Spielen

Wie viele Day-One-Spiele plant Sony pro Jahr für PS Plus? Laut Chris Svensson, bei Sony für Third-Party-Themen in einer zentralen Rolle tätig, sollen es im Schnitt vier bis sechs Day-One-Spiele pro Jahr sein. Das ist eine klare Ansage: PS Plus will nicht zum Game-Pass-Klon werden, sondern Day-One-Veröffentlichungen sehr gezielt einsetzen.

Wir machen nicht sehr viele Day-One-Titel. Wir machen sie hauptsächlich für Indies, und es sind wahrscheinlich zwischen vier und sechs pro Jahr, auf die wir uns konzentrieren.

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Damit setzt Sony weiterhin auf eine eher konservative Interpretation eines Spiele-Abos. Wer also darauf hofft, dass regelmäßig große Blockbuster am Veröffentlichungstag im PS-Plus-Katalog auftauchen, wird sich voraussichtlich weiter gedulden müssen.

Der Schwerpunkt liegt auf Indies und kuratierter Auswahl

Welche Spiele rücken bei PS Plus stärker in den Fokus? Svensson betont, dass die Day-One-Spiele vor allem aus dem Indie-Bereich kommen sollen. Das passt zur bisherigen Linie, denn kleinere und mittlere Produktionen profitieren besonders stark von der zusätzlichen Reichweite durch ein Abo, während große AAA-Releases ihr Geschäft häufig weiterhin über Vollpreis-Verkäufe und langfristige Sales-Kurven machen.

Interessant ist auch der Hinweis, dass Sony die Inhalte im Abo kuratiert auswählt. Konkrete Kriterien nannte Svensson nicht, aber die Richtung ist klar: PS Plus soll nicht nur Masse liefern, sondern Spiele gezielt sichtbar machen, die sonst im Release-Trubel untergehen könnten. Für viele von euch dürfte das vor allem dann spannend sein, wenn ihr gerne Neues ausprobiert und euch durch frische Ideen spielt, statt nur auf die üblichen Verdächtigen zu warten.

  • PS Plus Essential: Fokus auf monatliche Spiele, meist ältere Titel für die Bibliothek
  • PS Plus Extra: Fokus auf einen größeren Katalog an Spielen, vor allem Backlist
  • PS Plus Premium: Fokus auf Cloud-Streaming und Retro-Spiele zusätzlich zum Katalog

PS Plus und der Vergleich mit dem Game-Pass-Modell

Warum folgt Sony nicht konsequent dem Game-Pass-Ansatz? Das Thema Day-One-Releases im Abo begleitet diese Konsolengeneration schon länger. Zeitweise war der Druck aus der Community groß, Sony solle mit Microsoft gleichziehen und First- sowie Third-Party-Titel regelmäßig zum Start in PS Plus packen.

Inzwischen ist die Diskussion spürbar leiser geworden. Auch, weil Microsofts Abo-Strategie zuletzt selbst in Bewegung war und die Kosten für große Inhalte immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Der Kernpunkt bleibt: Day-One-Spiele sind teuer, und Sony scheint lieber mit einer kleineren Anzahl gezielter Starts zu arbeiten, statt den Katalog über teure Release-Deals zu definieren.

Wie seht ihr PS Plus aktuell: Reicht euch die kuratierte Auswahl mit vier bis sechs Indie-Day-One-Titeln pro Jahr, oder wünscht ihr euch deutlich mehr große Releases direkt zum Start im Abo? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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