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Marvel: Angesagte Brutalität: Mehr Filme für Erwachsene?

Von Lucas Grunwitz - News vom 05.03.2017 11:00 Uhr
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Der Hype um brutale Superheldenfilme nimmt Gestalt und Form an – auch einer Umfrage des Online-Tickethändlers Fadango zufolge, wünschen sich die Kinozuschauer mehr solcher Filme.

Lange Zeit war für viele Kinozuschauer das Comicgenre eher eine jugendliche Domäne – schließlich sprossen ab 2008 die Superheldenfilme mit FSK 12-Freigabe nur so aus dem Boden und folgten eigentlich stets dem klassischen Schema, dass das Gute (fast) stets verlustfrei gegen das Böse gewinnt.

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Es hat stolze sechs bis sieben Jahre gedauert, bis die Verantwortlichen hinter den Kinofilmen sich getraut haben eine wirklich prominente Figur in Form eines R-Rating-Films zu realisieren. Die Zurückhaltung sei an dieser gerechtfertigt – schließlich waren in der Vergangenheit bereits diverse Erwachsenenfilme aus dem Comicgenre stark gefloppt. Nur beispielhaft seien hier Filme wie Sin City oder Dredd genannt.

Deadpool und Logan legen die Weichen

2016 überraschte Deadpool mit einem sensationellen Erfolg und legte den Grundstein für eine brutalere Zukunft. Der Söldner mit dem losen Mundwerke spielte auf Produktionskosten in Höhe von 58 Millionen US-Dollar satte 783 Millionen ein und avancierte direkt zum erfolgreichsten R-Rating-Film aller Zeiten. Auch Logan alias Wolverine folgt diesem Trend und wird Prognosen zufolge einen ziemlich erfolgreichen Kinostart hinlegen.

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Anlass genug für den US-Online-Tickethändler Fandango eine Umfrage unter seinen Kunden zu starten, deren Ergebnis ist, dass sich die Kinozuschauer deutlich mehr Filme dieser Art wünschen. Dass würde allgemein auch mit dem Kritikpunkt gegenüber Marvel-Filmen übereinstimmen, dass die Filme stets abliefern, zeitgleich aber immer derselben monotonen Struktur folgen. Irgendwann sei man diesen weichgespülten Filmstrukturen überdrüssig, in denen ‚weltentscheidende Kämpfe‘ harmlos mit ein paar Tritten und ohne Verluste ausgefochten werden.

Die betroffenen Köpfe hinter den Filmen würden diese Tatsache damit begründen, dass man mit einer geringeren Altersfreigabe ein größeres Publikum ansprechen kann und somit auch höheren Profit aus den Filmen schlagen kann – Geld ist halt immer noch der ausschlaggebendste Leistungsindikator eines Films.

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