Ein LEGO-Fan hat gerade einen dieser Umbauten abgeliefert, bei denen man zweimal hinschauen muss: Aus dem offiziellen Venator-Class Republic Attack Cruiser Set (Nummer 75367) ist ein nahezu vollständiger Nachbau der Ebon Hawk aus Star Wars: Knights of the Old Republic entstanden. Das Beeindruckende daran ist nicht nur die Form mit den asymmetrischen Flügeln und der runden Silhouette, sondern vor allem das Versprechen hinter dem Projekt: praktisch kein zusätzliches Material.
Der MOC stammt vom Nutzer tomasso91, der Bilder des Umbaus in der Community geteilt hat. Gerade weil es bis heute keinen dedizierten LEGO-Bausatz zur Ebon Hawk gibt, trifft die Idee bei vielen Fans gleich zwei Nervenzentren: KOTOR-Nostalgie und die Freude daran, aus einem großen Display-Set eine spielbare Alternative zu machen.
So wurde aus dem Venator die Ebon Hawk
Wie viele Teile stecken wirklich im Umbau? Laut dem Erbauer werden 5.300 Teile aus dem Venator-Set verwendet, das insgesamt 5.374 Teile umfasst. Damit liegt der Umbau bei rund 99 Prozent der Originalsteine und bleibt dem Grundgedanken treu, ein vorhandenes Großset kreativ umzudeuten, statt es mit massenhaft Zusatzkäufen zu erweitern.
Optisch spielt der Entwurf gezielt mit Ähnlichkeiten, die viele ohnehin zwischen dem Millennium Falcon und der Ebon Hawk sehen: eine eher rundliche Grundform, asymmetrische Ausleger und der Look eines Frachters, der mehr kann, als er auf den ersten Blick zugeben will. Gerade die Proportionen wirken dabei so stimmig, dass man schnell vergisst, dass hier eigentlich ein republikanischer Kreuzer als Basis herhalten musste.
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Für alle, die den Umbau nachbauen möchten, gibt es eine Bauanleitung über Rebrickable, allerdings als kostenpflichtiges Paket. Der Preis liegt bei 39,99 Euro. Angesichts der Größe des Projekts und der vielen Umkonstruktionsschritte dürfte das für viele Fans trotzdem interessant sein, gerade wenn man ohnehin bereits das Venator-Set besitzt.
Spielbares Innenleben statt reines Display-Modell
Welche Features machen das Modell so besonders? Der Umbau setzt nicht nur auf eine schicke Außenform, sondern liefert ein richtiges Spielset-Gefühl mit mehreren Funktionen, die man bei einem derart großen Fan-Projekt nicht automatisch erwarten würde.
- Ein abnehmbares Dach, um das Innere frei zugänglich zu machen
- Eine öffnende Boarding-Rampe für den Einstieg
- Landegestell für eine stabile Präsentation am Boden
- Ein integriertes Swoop-Bike
- Der Droide T3-M4
Besonders clever: Das Swoop-Bike ist nicht nur Deko, sondern wird im Inneren in einer Art Garage untergebracht, die erst sichtbar wird, wenn das Dach abgenommen ist. Genau solche Details machen aus einem reinen Sammlerobjekt ein Modell, mit dem man tatsächlich etwas anfangen kann, egal ob du es ins Regal stellst oder damit eine kleine KOTOR-Szene nachspielen willst.
Warum der Umbau gerade jetzt so gut ankommt
Welche Rolle spielt die aktuelle LEGO-Star-Wars-Lage? In der Szene wird aktuell viel über auslaufende LEGO-Star-Wars-Sets diskutiert, denn zum 31. Juli 2026 soll eine ganze Reihe an Sets aus dem Programm gehen. Umso mehr Aufmerksamkeit bekommen große Sets, die bleiben, neu aufgelegt werden oder sich wie hier kreativ in etwas verwandeln lassen, das es offiziell gar nicht gibt.
Der Venator (75367) gilt dabei als eine der begehrteren großen Boxen und ist nicht selten schwer verfügbar. Dass ausgerechnet dieses Set als Basis für eine Ebon Hawk herhalten kann, ist für KOTOR-Fans ein kleiner Traum: ein ikonisches Schiff, eine moderne, massive Teilebasis und obendrauf ein Innenraum, der den Namen spielbar wirklich verdient.
Was meinst du: Würdest du lieber ein offizielles Ebon-Hawk-Set sehen, oder sind genau solche Fan-Umbauten das, was LEGO Star Wars erst richtig spannend macht? Schreib es gern in die Kommentare.




