Blizzard schlägt wieder eine Brücke zwischen Azeroth und der Taverne: Die World-of-Warcraft-Erweiterung Cataclysm hält Einzug in Hearthstone. Damit greift das Kartenspiel eine der einschneidendsten Epochen aus dem MMO auf, in der Todesschwinge die Welt verwüstet und ganze Regionen dauerhaft verändert hat. Für Fans bedeutet das vor allem eins: neue Karten, neue Synergien und ein deutlich spürbarer Themenwechsel hin zu Elementar- und Zerstörungsfantasien.
Cataclysm war in World of Warcraft die dritte Erweiterung nach Wrath of the Lich King und drehte sich inhaltlich um die Rückkehr des Drachenaspekts Todesschwinge, der Azeroth durch eine weltweite Katastrophe neu formte. Genau dieser Kern wird nun als Inspiration für Hearthstone genutzt, inklusive ikonischer Figuren und Motive aus der Zeit, in der die Konflikte zwischen Allianz und Horde wieder aufflammten.
Cataclysm als Vorlage für Hearthstones neues Set
Was macht Cataclysm als Thema so besonders? Im MMO stand Cataclysm für einen radikalen Umbruch: Die Maximalstufe wurde damals von 80 auf 85 angehoben und vor allem die Kontinente Kalimdor und die Östlichen Königreiche wurden großflächig überarbeitet. Überschwemmte Gebiete, aufgerissene Landschaften und Lava-Schneisen waren nicht nur Kulisse, sondern erzählten die Zerstörung durch Todesschwinges Rückkehr direkt in der Spielwelt.
Genau dieses Gefühl von Umwälzung passt hervorragend zu Hearthstone, wo neue Sets regelmäßig das Meta durcheinanderwirbeln. Erwartet werden Karten, die den Cataclysm-Charakter mit Naturgewalten, Chaos und massiven Board-Swings transportieren. Besonders naheliegend sind dabei Designs rund um Elementare, Drachen und Effekte, die den Zustand des Spielfelds sprichwörtlich neu formen.
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Auch die Story liefert reichlich Futter für legendäre Karten und Schlüsselmechaniken: Todesschwinge als zentrales Bedrohungssymbol, das Öffnen der Elementarebenen und der Druck einer Welt am Abgrund. In Hearthstone sind das ideale Zutaten für große, dramatische Finisher und Effekte, die sich nach Katastrophe anfühlen.
Story-Schwerpunkt: Todesschwinge, Elementarebenen und der Krieg der Fraktionen
Welche Figuren und Konflikte prägen Cataclysm? Im Mittelpunkt steht Todesschwinge der Zerstörer, der aus der Elementarebene Tiefenheim zurückkehrt und dabei die Dimensionen aufreißt. Aus dieser Katastrophe entsteht nicht nur Verwüstung, sondern auch eine neue Welle von Bedrohungen: chaotische Elementargeister, ihre elementaren Fürsten und der Kult der Zwielichtshammer, die das Ende allen Lebens auf Azeroth herbeiführen wollen.
Parallel dazu verschärft sich der Konflikt zwischen Allianz und Horde. Innerhalb der Horde kommt es zu politischen Verschiebungen, weil Thrall sein Amt als Kriegshäuptling abgibt und Garrosh Höllschrei die Führung übernimmt. Auf der Gegenseite reagiert Varian Wrynn mit militärischem Druck, was die Fronten weiter verhärtet. Für Hearthstone ist dieses Spannungsfeld eine Steilvorlage: Fraktionsflair, aggressive Kriegsthematik und moralisch aufgeladene Story-Bausteine lassen sich stark über Kartentexte, Artwork und Archetypen erzählen.
Wenn Blizzard sich eng an der Vorlage orientiert, dürft ihr euch auf ein Set freuen, das nicht nur mit bekannten Gesichtern arbeitet, sondern auch den großen Cataclysm-Ton trifft: Weltuntergangsstimmung, Naturgewalten und ein Krieg, der selbst im Angesicht der Apokalypse nicht aufhört.
Welche Inhalte aus dem MMO sich als Karten-Design anbieten
Welche Cataclysm-Features könnten in Hearthstone wiedererkennbar werden? Cataclysm brachte damals eine Menge Systeme und Inhalte, die sich gut in Kartenideen übersetzen lassen, selbst wenn Hearthstone natürlich kein 1:1-Abbild sein kann. Dazu gehören klassische Eckpfeiler wie neue Dungeons und Schlachtzüge, aber auch Spielsysteme, die das Progressionsgefühl verändert haben.
- Zehn neue Dungeons und fünf neue Schlachtzüge als Inspiration für thematische Kartenpakete, Boss-Reminiszenzen oder Raid-ähnliche Payoffs.
- Ein neues Sekundärhandwerk: Archäologie, ideal als Vorlage für Schatzsuche, Entdeckungs-Effekte oder Artefakt-Karten.
- Überarbeitung des Glyphen-Systems und Talent-Umstellungen als Ideenfundus für flexible Upgrades, dauerhafte Verbesserungen oder Wahl-Effekte.
- Große Veränderungen in Orgrimmar und Sturmwind, was in Hearthstone als Schauplatzkarten, Ereignisse oder Fraktions-Boosts funktionieren könnte.
- Neue spielbare Völker im MMO: Worgen für die Allianz und Goblins für die Horde, naheliegend für neue Tribes, Synergien oder ikonische Legendäre.
Unterm Strich ist Cataclysm ein Set-Thema, das nicht nur Nostalgie bedient, sondern auch spielmechanisch viel Raum lässt. Gerade Hearthstone lebt davon, große Motive in klare, überzeichnete Effekte zu gießen und Cataclysm liefert dafür genügend markante Bilder und Konflikte.
Wie findet ihr es, dass Hearthstone sich ausgerechnet Cataclysm schnappt: genau die richtige Portion Nostalgie oder eher ein riskanter Griff in eine polarisierende WoW-Ära? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.





