Nur wenige Wochen vor dem Release sorgt das Gothic 1 Remake erneut für Diskussionen. In einer aktuellen Vorschau beschreibt WccfTech die Neuauflage als ein Rollenspiel mit „der Seele des Originals“, gleichzeitig aber auch als Spiel, das besonders neue Spieler abschrecken könnte.
Vor allem die ersten Stunden sollen laut Preview stark polarisieren.
Das Gothic-Gefühl soll vollständig erhalten bleiben
Die größte Stärke des Remakes scheint laut den bisherigen Eindrücken eindeutig die Atmosphäre zu sein. WccfTech lobt besonders, wie konsequent Alkimia Interactive den Geist des Originals bewahrt haben soll.
NPCs besitzen weiterhin eigene Tagesabläufe, Quests lassen sich auf unterschiedliche Arten lösen und klassische Komfortfunktionen moderner Open-World-Spiele fehlen bewusst.
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Gerade der Verzicht auf Questmarker, Minimap und ständiges „Händchenhalten“ soll massiv zur Immersion beitragen. Karten müssen erst gekauft werden und Spieler sollen die Welt selbst erkunden, statt einfach nur Markierungen abzuarbeiten.
Damit bleibt das Remake offenbar sehr nah an dem, was Gothic damals zum Kultspiel machte.
Kampfsystem und Steuerung bleiben offenbar gewöhnungsbedürftig
Deutlich kritischer fällt das Urteil beim Kampfsystem aus. Laut WccfTech fühlt sich der direktionale Kampf besonders in den ersten Stunden sperrig und teilweise unhandlich an.
Gerade Kämpfe gegen einfache Gegner wie Scavenger seien zunächst wenig spaßig. Das liege allerdings auch daran, dass der namenlose Held zu Beginn bewusst schwach und unerfahren startet.
Mit zunehmenden Fähigkeiten und Trainingspunkten soll sich das Kampfsystem später deutlich verbessern. Trotzdem könnte genau dieser schwierige Einstieg für viele neue Spieler problematisch werden.
Immerhin bietet das Spiel inzwischen zusätzliche Komfortoptionen. Wer möchte, kann vereinfachte Angriffe aktivieren und muss sich dadurch weniger mit dem Kombosystem beschäftigen, verursacht dann allerdings weniger Schaden.
Unreal Engine 5 überzeugt optisch nicht vollständig
Auch technisch hinterließ die Preview offenbar gemischte Eindrücke. Obwohl das Gothic 1 Remake auf der Unreal Engine 5 basiert, beschreibt WccfTech die Grafik als überraschend unspektakulär.
Teilweise erinnere der Look eher an ein ambitioniertes Fan-Remake als an ein modernes AAA-Rollenspiel. Besonders in den ersten Stunden fehle es laut Vorschau etwas an Farbvielfalt und visueller Dynamik.
Allerdings ist unklar, wie aktuell der angespielte Build tatsächlich war und welche Verbesserungen bis zum Release noch umgesetzt werden.
Trotzdem wächst bei vielen die Vorfreude wieder
Interessant ist vor allem das Fazit der Vorschau. Obwohl WccfTech viele Ecken, Kanten und altmodische Elemente kritisiert, wandelte sich die anfängliche Skepsis im Laufe des Tests offenbar zunehmend in Vorfreude.
Je länger sich der Redakteur mit den Eigenheiten der Welt beschäftigte, desto stärker funktionierte laut ihm wieder die typische Gothic-Magie.
Und genau darin könnte letztlich die größte Stärke des Remakes liegen: Das Spiel versucht offenbar nicht, Gothic komplett zu modernisieren, sondern die besondere Identität des Originals möglichst authentisch in die heutige Zeit zu übertragen.
Das Gothic 1 Remake erscheint am 5. Juni 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.





