Marathon stolpert weiter durch seinen Live-Service-Alltag: Mit dem Start von Season 2 kocht die Stimmung in der Community hoch, weil viele zentrale Fortschrittswege spürbar zäher geworden sind. Besonders die Anpassungen an den Cradle-EP sorgen für Ärger, da der Grind für Freischaltungen und Fortschritt laut vielen Stimmen deutlich angezogen hat. In sozialen Netzwerken und Foren gehen die Vorwürfe inzwischen so weit, dass Bungie absichtlich am eigenen Spiel schraube, um es gegen die Wand zu fahren.
Die Anschuldigungen treffen ein Projekt, das ohnehin unter Druck steht. Marathon ist zwar als optisch auffälliger PvPvE-Extraction-Shooter klar als Bungie-Shooter zu erkennen, doch der Start seit Release am 5. März 2026 verlief nicht so stabil, wie es sich Fans erhofft hatten. Gerade jetzt, wo Bungies Zukunft stark an Marathon hängt, wirken umstrittene Änderungen wie ein Brandbeschleuniger.
Season 2 und der Streit um den Cradle-Fortschritt
Was stört die Community konkret an Season 2? Im Kern geht es um deutlich reduzierte EP-Gewinne im Cradle, die für viele den gefühlten Fortschritt massiv ausbremsen. Das Resultat: Matches fühlen sich für manche weniger belohnend an, weil sich der Zeitaufwand im Verhältnis zur Belohnung verschiebt.
Die Situation eskalierte, weil einige Fans die Veränderung nicht als Ausrutscher, sondern als Absicht interpretieren. Entsprechend drastisch fällt die Wortwahl aus. Ein Vorwurf, der aktuell wiederholt auftaucht, lautet sinngemäß:
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Bungie versucht, das Spiel zu töten, indem der EP-Grind künstlich nach oben geschraubt wird.
Aus Sicht der Kritiker ist die Sorge nachvollziehbar: Wenn ein ohnehin herausforderndes Genre wie Extraction Shooter zusätzlich stärker grindet, sinkt die Chance, dass neue Leute langfristig dabeibleiben. Gleichzeitig ist klar, dass Season 2 eigentlich genau die Aufgabe hatte, einige der wachsenden Probleme zu entschärfen, statt neue zu schaffen.
Marathon im Schatten von Destiny 2 und die Frage nach der Reichweite
Wie steht Marathon im Vergleich zu Destiny 2 da? Im direkten Stimmungsbild wirkt es so, als hätte Destiny 2 zum Abschluss noch einmal einen Push bekommen, während Marathon bislang nicht denselben Rückenwind entwickeln konnte. Als Anhaltspunkt werden in der Community häufig Peak-Zahlen diskutiert, auch wenn sie nicht alles über die Gesundheit eines Spiels aussagen.
| Spiel | Genannte Peak-Spielerzahl | Einordnung in der Diskussion |
|---|---|---|
| Marathon | 12.000 pro Tag | Wirkt für viele zu niedrig, um langfristig zu tragen |
| Destiny 2 | 115.000 Peak | Wird als starkes Comeback zum Schluss bewertet |
Zusätzlichen Frust erzeugt, dass selbst eine zweite Gratis-Woche offenbar nicht den erhofften Sprung in den Zahlen brachte. Dadurch steht nicht nur Season 2 in der Kritik, sondern auch die Frage, ob das PvPvE-Extraction-Konzept genug Mainstream-Zugkraft hat, selbst wenn Gunplay, Stil und Inszenierung stimmen.
Wichtig ist dabei: Viele Stimmen betonen ausdrücklich, dass Marathon als Bungie-FPS weiterhin stark abliefert, also mit knackigem Spielgefühl, markanter Optik und einer düsteren, existenziellen Horror-Note in der Erzählung. Der Knackpunkt sei weniger die Qualität, sondern der Loop und dessen Langzeitmotivation, die durch mehr Grind eher leidet als gewinnt.
Bungies Kurskorrekturen und der schmale Grat im Live-Service
Wie reagiert Bungie auf die Kritik und was könnte als Nächstes passieren? Auch wenn die Vorwürfe von Sabotage laut klingen, spricht wenig dafür, dass Bungie absichtlich am eigenen Fundament sägt. Destiny 2 gilt als abgeschlossen, Live-Service-Features sind beendet und zukünftige Inhalte wurden gestrichen. Parallel stehen zudem Einschnitte durch Sommer-Entlassungen im Raum. In so einer Lage wäre es wirtschaftlich kaum sinnvoll, Marathon unattraktiver zu machen.
Plausibler wirkt, dass die Cradle-EP eine taktische Fehlentscheidung zur falschen Zeit waren. Die gute Nachricht für alle, die Marathon nicht aufgeben wollen: Das Spiel ist als Sandbox offenbar beweglich genug, dass Änderungen vergleichsweise schnell nachgeschoben werden können. Genau darauf setzt jetzt ein Teil der Community, damit Season 2 doch noch zum Wendepunkt wird, statt zum nächsten Stimmungstief.
Wie seht ihr die Season-2-Änderungen bei Marathon: legitimes Balancing oder ein unnötiger Grind-Knick? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.





