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Halo erreicht zum PS5-Start nur ein Prozent der aktiven PlayStation-Spieler

Mit „Halo: Campaign Evolved“ ist am 28. Juli 2026 erstmals ein Ableger der traditionsreichen Xbox-Serie für eine PlayStation-Konsole erschienen. Der Sprung auf die PS5 galt als historischer Moment für Microsoft und sollte Master Chief einer vollkommen neuen Zielgruppe vorstellen.

Die anfängliche Reichweite auf der Sony-Konsole fiel allerdings überschaubar aus. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Circana startete am offiziellen Veröffentlichungstag nur ein Prozent der in den USA aktiven PlayStation-Spieler das Remake.

Diese Zahl klingt zunächst ernüchternd. Sie bedeutet allerdings nicht, dass lediglich ein Prozent aller PS5-Besitzer das Spiel gekauft oder ausprobiert hat.

Halo landet auf PlayStation nur auf Platz 29

Die Daten stammen aus dem Player Engagement Tracker von Circana und beziehen sich ausschließlich auf den 28. Juli 2026. An diesem Tag erreichte „Halo: Campaign Evolved“ auf PlayStation den 29. Platz unter den Spielen mit den meisten täglich aktiven Nutzern in den USA.

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Auf den anderen Plattformen schnitt das Remake deutlich besser ab:

PlattformPlatzierung nach aktiven NutzernAnteil der aktiven Spieler
XboxPlatz 48 Prozent
SteamPlatz 142 Prozent
PlayStationPlatz 291 Prozent

Auf Xbox profitierte der Titel unter anderem von der seit Jahrzehnten bestehenden Verbindung zwischen der Marke und der Plattform. Außerdem ist „Campaign Evolved“ dort über den Xbox Game Pass verfügbar.

PS5-Spieler müssen das Remake dagegen regulär kaufen. Ein direkter Vergleich der Prozentwerte sagt deshalb nur begrenzt etwas über den wirtschaftlichen Erfolg auf den einzelnen Plattformen aus.

Was bedeutet die Ein-Prozent-Angabe wirklich?

Die Aussage, Halo habe lediglich ein Prozent der „PlayStation-Fanbasis“ erreicht, wäre zu ungenau. Circana verglich nicht die Zahl der Spieler mit sämtlichen weltweit verkauften PS5-Konsolen.

Erfasst wurde vielmehr, wie groß der Anteil von „Halo: Campaign Evolved“ an den aktiven US-Spielern am offiziellen Veröffentlichungstag war. Wer seine PS5 an diesem Tag nicht nutzte, floss dementsprechend auch nicht in diese Berechnung ein.

Ebenso handelt es sich nicht um eine Verkaufsstatistik. Ein Prozent aktive Spieler lässt keine direkte Aussage darüber zu, wie viele Exemplare auf der PS5 verkauft wurden.

Circana-Analyst Mat Piscatella warnte daher davor, aus den Zahlen vorschnell einen Misserfolg abzuleiten. „Halo: Campaign Evolved“ stand zeitweise an der Spitze der Bestseller im PlayStation Store und soll sich auf der Sony-Konsole ordentlich verkaufen.

Live-Service-Spiele machen neuen Veröffentlichungen das Leben schwer

Nach Einschätzung von Piscatella zeigen die Daten vor allem, wie schwierig es für neu veröffentlichte Spiele geworden ist, eine große aktive Spielerschaft zu erreichen.

Die vorderen Plätze der PlayStation-Rangliste werden regelmäßig von etablierten Dauerbrennern und Live-Service-Spielen belegt. Titel wie „Fortnite“, „Call of Duty“, „Roblox“ oder „GTA Online“ werden von Millionen Spielern über Jahre hinweg regelmäßig gestartet.

„Halo: Campaign Evolved“ ist dagegen in erster Linie ein Kampagnenspiel. Das Remake bietet zwar lokalen und online spielbaren Koop, verzichtet aber auf einen klassischen kompetitiven Mehrspielermodus. Entsprechend ist nicht zu erwarten, dass es dieselbe tägliche Reichweite wie ein dauerhaft betriebenes Online-Spiel erreicht.

Auch die durchschnittliche Spielzeit spricht nicht für ein grundsätzlich fehlendes Interesse: Konsolenspieler verbrachten am Veröffentlichungstag laut Circana im Schnitt mehr als zwei Stunden mit dem Remake. Auf Steam lag die durchschnittliche Spielzeit bei etwas mehr als einer Stunde.

PS5-Debüt mit gemischtem Ergebnis

Für Microsoft ergibt sich damit zunächst ein gemischtes Bild. Die Reichweite von „Halo: Campaign Evolved“ blieb auf der PS5 am ersten Tag deutlich hinter Xbox zurück. Gleichzeitig deutet die hohe Position in den Verkaufslisten darauf hin, dass PlayStation-Spieler durchaus bereit sind, für das ehemalige Xbox-Aushängeschild zu bezahlen.

Ob das PS5-Debüt langfristig erfolgreich ist, lässt sich anhand eines einzigen Tages noch nicht bewerten. Dafür werden konkrete Verkaufszahlen und Daten über einen längeren Zeitraum benötigt.

Der Ein-Prozent-Wert zeigt also keinen eindeutigen Flop. Er verdeutlicht vielmehr, wie schwer selbst eine bekannte Marke wie Halo gegen die größten Dauerspiele auf PlayStation ankommt.

Wie bewertet ihr den Start von Halo auf der PS5? Hättet ihr mit einer größeren Reichweite gerechnet oder ist der Vergleich mit Live-Service-Spielen wenig aussagekräftig?

Maike Apelt

Praktikantin, die keine Lust hat nur Kaffee zu kochen und deshalb lieber Artikel schreibt. Wenn ich eine Superkraft hätte, würde ich Einhörner in alle Star Wars-Filme einbauen.
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