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Dragon Age Champion’s Edition – Darrah erklärt, warum ein Remaster kaum machbar ist

Die ersten drei Dragon Age-Spiele scheinen auf den ersten Blick perfekte Kandidaten für eine modernisierte Neuauflage zu sein. Der langjährige Serienproduzent Mark Darrah dämpft jedoch die Hoffnungen auf eine Remaster-Sammlung nach dem Vorbild von Mass Effect: Legendary Edition.

In einem am 28. Juli 2026 veröffentlichten Gespräch mit FRVR erklärte Darrah, dass BioWare ursprünglich durchaus eine gemeinsame Neuauflage von Dragon Age: Origins, Dragon Age II und Dragon Age: Inquisition im Blick hatte. Die Sammlung sollte unter dem Namen Champion’s Edition erscheinen und die drei Abenteuer nachträglich stärker als zusammenhängende Trilogie präsentieren.

Veraltete Technik als großes Hindernis

Warum ist ein Dragon Age-Remaster so schwierig? Das größte Problem sind laut Darrah die unterschiedlichen technischen Grundlagen der Rollenspiele. Während die ursprüngliche Mass Effect-Trilogie auf Versionen der Unreal Engine basiert, kamen bei den ersten Dragon Age-Teilen hauseigene Technologien von BioWare zum Einsatz.

Dragon Age: Origins läuft mit der Eclipse Engine, die aus der älteren Aurora Engine hervorging. Für Dragon Age II entwickelte BioWare daraus die Lycium Engine weiter, während Dragon Age: Inquisition schließlich auf EAs Frostbite-Technologie wechselte. Eine gemeinsame technische Basis für unkomplizierte Modernisierungen existiert somit nicht.

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Bei BioWare gibt es inzwischen praktisch niemanden mehr, der die Aurora Engine versteht. Auch außerhalb von BioWare existieren kaum Unternehmen, die dabei helfen könnten.

Eine einfache Überarbeitung von Texturen, Beleuchtung und Auflösung dürfte deshalb nicht ausreichen. Besonders die ersten beiden Spiele müssten für moderne Plattformen technisch umfangreich angepasst oder teilweise auf einer neuen Engine rekonstruiert werden.

Eine neue Mannschaft wäre notwendig

Welche Ressourcen würde die Champion’s Edition benötigen? Darrah geht davon aus, dass BioWare für das Projekt ein komplett neues Team aufstellen müsste. Diese Entwickler könnten dann allerdings nicht gleichzeitig an anderen Produktionen des Studios arbeiten, was eine Freigabe durch Electronic Arts zusätzlich erschweren würde.

Trotz des hohen Aufwands hält der frühere Produzent insbesondere eine Rückkehr von Dragon Age: Origins für wirtschaftlich interessant. Das Rollenspiel sei bereits bei seiner Veröffentlichung am 3. November 2009 grafisch nicht besonders ansprechend gewesen. Eine moderne Neuauflage hätte daher reichlich Spielraum für sichtbare Verbesserungen.

Ein Dragon Age-Remaster könnte sich sehr gut verkaufen. Schon damals war Dragon Age: Origins nicht gerade das attraktivste Spiel, weshalb man die Optik deutlich verbessern könnte.

Unsichere Zukunft der Fantasy-Reihe

Wie stehen die Chancen auf eine tatsächliche Umsetzung? Darrahs Einschätzung fällt insgesamt pessimistisch aus. Der technische Aufwand, das fehlende Wissen über die alten Engines und BioWares begrenzte Kapazitäten sprechen derzeit gegen eine Champion’s Edition.

Hinzu kommt die ungewisse Zukunft der gesamten Marke nach Dragon Age: The Veilguard. BioWare konzentriert sich aktuell auf den nächsten Teil von Mass Effect, weshalb eine umfangreiche Dragon Age-Neuauflage intern mit anderen wichtigen Projekten konkurrieren müsste.

Vollständig ausgeschlossen ist eine Rückkehr der älteren Abenteuer damit zwar nicht. Ohne eine größere strategische Veränderung bei BioWare und Electronic Arts dürfte eine Remaster-Trilogie jedoch auf absehbare Zeit Wunschdenken bleiben. Würdet ihr eine Champion’s Edition kaufen oder sollte BioWare lieber ein komplett neues Dragon Age entwickeln? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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