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Dragon Age – Ex-BioWare-Chef hält neuen Teil nach Veilguard für unwahrscheinlich

Die Hoffnung auf ein weiteres Dragon-Age-Abenteuer bekommt einen deutlichen Dämpfer: Mark Darrah, einer der prägenden Köpfe hinter den frühen Serienteilen, hält einen neuen Ableger bei EA aktuell für äußerst unwahrscheinlich. Aus seiner Sicht hat das zuletzt erschienene Dragon Age: The Veilguard intern zu viel Vertrauen verspielt, um zeitnah wieder eine neue Produktion anzuschieben.

Darrah war seit den 1990er-Jahren bei BioWare aktiv, arbeitete an Klassikern wie Baldur’s Gate und prägte Dragon Age vor allem als Co-Director von Dragon Age: Origins sowie als Director von Dragon Age 2. Auch bei Dragon Age: Inquisition tauchte sein Name noch als Executive Producer auf. Ende 2020 verließ er BioWare und EA, kehrte aber im März 2023 als Berater für Dragon Age: The Veilguard zurück.

In einem aktuellen Interview mit FRVR sprach Darrah offen darüber, warum er im Moment kaum einen Weg sieht, wie ein neues Dragon Age grünes Licht bekommen könnte.

Die harte Einschätzung aus Veteranen-Sicht

Warum sieht Mark Darrah kaum Chancen für ein neues Dragon Age? Laut Darrah liegt das vor allem an der internen Stimmung nach dem jüngsten Release. Drei Monate nach dem Launch bestätigte EA demnach, dass Dragon Age: The Veilguard 1,5 Millionen Exemplare verkauft hat. Gleichzeitig habe der Publisher erklärt, das sei nur ungefähr die Hälfte der Erwartungen gewesen, womit das Spiel kommerziell als Enttäuschung gewertet worden sei.

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Für Darrah ist die Konsequenz naheliegend: Wenn ein großer Serienname die Erwartungen verfehlt, sinkt die Bereitschaft, das Risiko eines neuen Projekts zu tragen. Er formulierte das im Interview besonders drastisch und stellte infrage, wer bei EA überhaupt noch ein weiteres Dragon Age pitchen würde.

Ich habe keine Vorstellung davon, wer bei EA das überhaupt pitchen könnte oder würde.

Zusätzlich teilte Darrah einen zugespitzten Blick auf EAs generelles Verhältnis zu Spiele-Releases und Entscheidungswegen. Dabei griff er eine Beschreibung auf, die ihm früher zugetragen wurde und die er weiterhin für passend hält.

EA wurde mir einmal beschrieben als eine Art Hedgefonds mit einem Videospiel-Hobby, für das man nicht so viel Geld ausgeben wollte.

Probleme mit etablierten Marken und internen Zuständigkeiten

Was soll bei EA mit bestehenden Marken schieflaufen? Darrah beschreibt ein wiederkehrendes Muster, das Projekte mit bestehender IP erschweren könne. Wenn ein EA-Studio demnach ein Spiel auf Basis einer bekannten Marke pitcht und es tatsächlich freigegeben wird, tauchen laut Darrah beim Produktionsstart oft mehrere Personen oder Gruppen auf, die plötzlich meinen, die Kontrolle über die Rechte und Ausrichtung zu haben.

Diese internen Machtkämpfe würden Teams laut Darrah regelrecht zerreiben und könnten dazu führen, dass IP-basierte Projekte sehr schnell wieder eingestampft werden. In der Konsequenz entstehe der Eindruck, dass außerhalb von BioWare kaum jemand die Marke Dragon Age anfassen wolle.

Brisant ist auch seine zusätzliche Einschätzung, dass selbst innerhalb von BioWare derzeit offenbar nicht klar sei, wer die Serie weiterführen würde. Damit hängt Dragon Age für ihn gleich doppelt in der Schwebe: Niemand will es pitchen und niemand will es übernehmen.

Ähnliche Töne von Serien-Autor David Gaider

Welche Kritik kommt ausgerechnet aus dem Dragon-Age-Ursprungsteam? Auch David Gaider, langjähriger Lead Writer und eines der Gesichter der frühen Dragon-Age-Jahre, äußerte sich zuletzt in eine ähnliche Richtung. Er betonte zwar, dass ihn eine Rückkehr zur Serie grundsätzlich reizen würde, gleichzeitig zeigte er sich aber sehr zurückhaltend, was eine erneute Zusammenarbeit mit EA angeht.

Gaider beschrieb demnach, dass EA während der Entwicklung von Dragon Age nie wirklich Vertrauen in die Marke gehabt habe. Selbst Erfolge seien intern eher als Ausreißer betrachtet worden, nicht als Bestätigung für langfristiges Commitment. Zusammengenommen ergibt sich daraus ein düsteres Bild: Selbst zentrale Veteranen der Reihe scheinen wenig Hoffnung zu haben, dass die Serie kurzfristig wieder Fahrt aufnimmt.

Wie siehst du das: Sollte EA Dragon Age trotz Veilguard-Enttäuschung eine weitere Chance geben, oder wäre eine lange Pause der richtige Schritt? Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare.

Solider Snake

In meiner Freizeit spiele ich gerne Poker und verbringe den halben Tag im Keller, um meine Gamer-Skills zu verfeinern. Leider ist auch nach 20 Jahren Gaming immer noch nichts mit den Skills. Aber hey, was nicht ist, kann ja noch werden?! Peace, euer Snake!
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