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Games: Vertriebsplattformen in der Übersicht – Steam, Origin, Uplay und Co.

Von Wladislav Sidorov - News vom 03.11.2015 19:56 Uhr

In unserer aktuellen Sendung Science of Gaming reden wir über die Entwicklung und Etablierung von Vertriebsplattformen. Doch welche gehören eigentlich zu den beliebtesten und was ist eine Vertriebsplattform überhaupt? Wir erklären alles zu Steam, Origin, Uplay und Co.

Wer heutzutage ein Spiel kauft, der geht immer seltener in den Fachmarkt, sondern kauft online ein. Besonders auf dem PC ist der Anteil der klassischen Vertriebswege immer weiter am sinken – digitale Vertriebsplattformen reißen die Marktherrschaft an sich und mischen inzwischen auch auf den Konsolen ordentlich mit. Doch was ist eine Vertriebsplattform eigentlich und welche gehören zu den Wichtigsten?

Was ist eine Vertriebsplattform?

Unter einer Vertriebsplattform versteht man bei Games in der Regel die digitale Distribution, das heißt: Inhalte werden über das Internet an den Kunden gebracht, in der Regel ohne Retailversion und somit komplett in Bits und Bytes.

Diese digitale Verbreitungsmethode gilt für Entwickler und Publisher vor allem als kostengünstiger. Man spart sich die teure Produktion von Boxen, DVDs und den oftmals happigen Anteil der Einzelhändler. Wer mit einem Spiel einen Flop landet, der sitzt im klassischen Retailmarkt oftmals auf Millionen nie an den Mann gebrachten Packungen, deren Herstellung sowie Versand mehr als nur teuer war. Risikominimierung würde somit zum Standard werden, Unternehmen trauen sich nur noch an etablierte Marken und Genres – auf dem digitalen Wege würden die Kosten jedoch überaus stark sinken. Dadurch können vor allem auch Indieentwickler ihre Spiele leichter veröffentlichen, da sie die Kosten für die teure Retailproduktion nicht mehr tragen müssen.

Digitale Distribution ist deswegen nicht nur kostengünstiger, sondern obendrein auch noch deutlich besser für die Umwelt. Unter Fachleuten werden Vertriebsplattformen damit der "Green-IT" zugerechnet, der umweltfreundlichen Technologie.

Wenn man eine Vertriebsplattform betreibt, vergibt man im Gegensatz zum Einzelhandel kein Produkt, sondern eine Lizenz. Wer sich ein Spiel online kauft, der "leiht" es sich rein rechtlich nur. Der Grund dafür ist klar: Andernfalls könnten Käufer im Internet sich das Produkt erwerben, herunterladen und die Zahlung zurücknehmen – das Produkt aber behalten. Durch die Lizenzvergabe kann der Händler digital das Spiel zurücknehmen.

Wer auf einer Vertriebsplattform einkauft, der tut dies in der Regel mit äußerst geringem Zeitaufwand – bezahlen, herunterladen, sofort nutzen. Doch um dies den Nutzern schmackhaft zu machen, war jahrelange Arbeit notwendig. Immerhin ist man bei einer digitalen Vertriebsplattform auch zahlreichen Nachteilen ausgesetzt, so kann man das gekaufte Spiel nicht unter jeden Bedingungen zurückgeben oder die Lizenz einfach weiterverkaufen. 

Anbieter wie Valve mussten ihre Plattform Steam deshalb dem Nutzer quasi "aufzwingen": Für im Retailmarkt erworbene Spiele war die Registrierung des Titels auf Steam mit einem Produkt-Key notwendig, andernfalls konnte man das Spiel nicht installieren oder starten. Im Laufe der Jahre wurden die meisten Plattformen erst durch günstige Preise, regelmäßige Sale-Aktionen, zahlreiche nützliche Funktionen, automatische Updates und dadurch vor allem durch die Präsentation überwiegend vorhandener Vorteile akzeptiert – und mittlerweile auch geliebt.

Die beliebtesten Vertriebsplattformen

Steam

Sie ist die weltweit bekannteste, beliebteste und zugleich die Pioneer-Vertriebsplattform für Videospiele. Auf dem PC gehört Steam zum Muss für jeden Games-Liebhaber und bietet mit abertausenden Titeln eine beeindruckende Kollektion an, die sich täglich weiter füllt. Fast jedes große Unternehmen verkauft und veröffentlicht seine Spiele über Steam, eine Ausnahme bilden hierbei Blizzard und Electronic Arts. Für die Nutzer der Plattform aus dem Hause Valve sind die Vorteile eindeutig: Automatische Updates für alle Games, ein eigener Mod-Workshop, Freundeslisten, kostenloser Multiplayer, heftige Sales, günstige Preise, einfache Bedienung und zahlreiche weitere Funktionen machen Steam zum ultimativen Allrounder. Nicht so schön: Fast jedes PC-Spiel auf dem Retailmarkt muss vorher über Steam aktiviert werden.

Origin

Origin kennt man vor allem nur wegen Electronic Arts. Vor einigen Jahren entschloss sich der Publisher dazu, neue Spiele nicht mehr beim Konkurrenten Steam zu veröffentlichen – und setzt seitdem auf seine eigene Plattform. Mittlerweile können hier nicht nur Titel aus dem Hause EA, sondern auch noch zahlreiche wahlreiche Games von Unternehmen wie Square Enix oder Ubisoft erworben werden. Auch alle PC-Spiele von EA, die im Retailmarkt erhältlich sind, müssen zunächst über Origin aktiviert werden.

Uplay

Eigentlich optional und dennoch Pflicht: Wer ein Spiel von Ubisoft kaufen möchte, der kann dies auch auf Steam oder Origin tun. Doch um das Spiel dann auch zocken zu können, muss man zusätzlich Uplay installieren – die hauseigene Vertriebsplattform. Für viele gilt Uplay trotz einiger cooler Features wie kostenlos freischaltbare DLCs dennoch als unnötige Last, viele kaufen die Ubi-Games ohnehin nur auf Steam. Wer ein Ubisoft-Spiel jedoch im Einzelhandel kauft, der muss Uplay ohnehin installieren und dort den Titel aktivieren.

GOG

Früher hieß GOG noch "Good Old Games", mittlerweile fokussiert man sich auf die Abkürzung. Hinter GOG steckt CD Projekt RED, das ansonsten für preisgekrönte Spiele wie The Witcher 3 bekannt ist. Wer auf GOG einkauft, der wird im Gegensatz zu gut wie jeder anderen Vertriebsplattform dafür belohnt: Alle Spiele sind kopierschutzfrei, können einmal heruntergeladen und beliebig oft kopiert beziehungsweise verbreitet werden, sind auch ohne einen Client zu starten – außerdem zahlt jeder Kunde auf der ganzen Welt den exakt selben Preis. Auf GOG findet man leider nur selten neue Titel, in der Regel veröffentlichen nur Indieentwickler und CD Projekt RED selbst aktuelle Games. Andere Publisher wie Ubisoft oder EA vertreiben über GOG oftmals nur alte Klassiker.

Amazon

Wer auf Amazon einkaufen will, der ist dort in der Regel aufgrund zahlreichen anderen Produkten. Doch auch Spiele können über den weltweit größten Online-Händler erworben werden, wobei man hier vor allem "Keys" kauft, die dann auf Steam, Origin, Uplay und Co. aktiviert werden können. Relevant ist der Händler vor allem im Mobilmarkt: Mit dem eigenen Amazon App Store vertreibt man seit längerem zahlreiche Smartphonespiele.

App Store

Wer ein Apple-Gerät besitzt, der greift auf seinem iPhone, iPad oder iPod auf den App Store zu. Wie auch beim Play Store dient die Vertriebsplattform für eure mobilen Endgeräte alles, was das Herz begehrt.

Play Store

Für Besitzer eines Android-Smartphones ist Googles Play Store der Weg zu der großen mobilen Spielewelt. Hier gibt es alles, was eurem Smartphone oder Tablet unterwegs fehlt – kostenlos und auch für einen kleinen Obulus.

Xbox Live

Bekannt geworden ist der Xbox Live Marktplatz nicht nur für die klassischen Vertriebswege, sondern auch für den lange Zeit getrennt gehaltenen Indie-Bereich, der zahlreiche Klassiker wie FEZ in neue Höhen katapultierte.

PlayStation Network

Das PlayStation Network dient Betreiber Sony für alle seine ans Internet angebundenen Konsolen als offizielle Vertriebsplattform. Neben aktuellen Games gibt es hier so gut wie alle Titel, die man auch auf jedem anderen Markt erwerben kann.

Nintendo eShop

Der Nintendo eShop ist der offizielle Onlinemarkt von Nintendo, der über den Nintendo 3DS und die Wii U Verwendung findet. Hier findet man so gut wie alle Titel des Publishers, diverse Indiegames und alte Klassiker.

Mehr dazu bei Science of Gaming!

In unserer Spielesendung Science of Gaming geht es aktuell um Vertriebsplattformen – wie wurden sie etabliert und wie läuft die Entwicklung ab? Antworten darauf gibt es live bei uns.

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