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Ex-PlayStation-Chef Yoshida kritisiert Steam Machine – zu teuer, zu schwach

Shuhei Yoshida, langjähriger Chef von Sonys Worldwide Studios, hat sich in einem persönlichen Kurzcheck kritisch zur neuen Steam Machine von Valve geäußert. Seiner Einschätzung nach sei das Gerät wegen des hohen Einstiegspreises und der eher mittelmäßigen Grafikleistung nur schwer zu empfehlen, zumindest, wenn man es nicht gerade aus Interesse an neuer Hardware ausprobieren will.

Spannend ist die Aussage vor allem deshalb, weil sie von einem Branchenveteranen kommt, der jahrelang an der Speerspitze der Konsolenentwicklung stand. Yoshida erkennt zwar die Idee hinter Valves neuem Wohnzimmer-PC an, listet aber mehrere Punkte auf, die aus seiner Sicht aktuell gegen einen Kauf sprechen.

Kritikpunkte an Preis und Leistung

Warum nennt Yoshida die Steam Machine schwer empfehlenswert? Der Hauptgrund ist für ihn das Preis-Leistungs-Verhältnis zum Start. Die Steam Machine ist laut den vorliegenden Angaben mit einem Einstiegspreis von 1.049 US-Dollar gestartet und damit im direkten Vergleich zu etablierten Konsolen in einer unangenehmen Position gelandet.

Yoshida beschreibt die Grafikleistung in seinem Eindruck mit einem knappen Urteil, sinngemäß: eher enttäuschend. Besonders stört ihn, dass das System offenbar standardmäßig eine Auflösung von 1080p empfiehlt, obwohl Valve im Marketing auch 4K in den Raum gestellt hatte.

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Nach dem Launch wurde die Produktseite von Valve stillschweigend angepasst: 4K sei demnach in einigen Spielen über AMDs FSR-Upscaling erreichbar. Yoshida zieht dazu einen harten Vergleich und ordnet die 1080p-Empfehlung eher auf einem Niveau ein, das ihn an die PlayStation 4 aus dem Jahr 2013 erinnert.

Dazu kommen Ladezeiten, die ihm in einzelnen Titeln länger vorkamen als auf anderen Systemen, selbst wenn man Shader-Kompilierung berücksichtigt. Obwohl ein SSD-Speicher für schnelle Zugriffe sorgt, nennt er als potenzielle Einschränkung auch die Speicherausstattung: 16 GB DDR5-RAM im Single-Channel-Betrieb.

  • Hoher Einstiegspreis im Vergleich zu Konsolen und vielen PCs
  • Grafikleistung aus seiner Sicht nur mittelmäßig
  • Empfohlene Standardauflösung offenbar oft 1080p statt 4K
  • 4K laut Valve teils nur über FSR-Upscaling erreichbar
  • Teilweise längere Ladezeiten trotz SSD möglich
  • 16 GB DDR5-RAM im Single-Channel als Limitierung

Die Stärken, die Yoshida trotzdem sieht

Welche Vorteile hebt der Ex-PlayStation-Boss hervor? Trotz der Kritik findet Yoshida mehrere Details, die ihm an der Steam Machine gefallen. Ein Pluspunkt ist für ihn die Bedienung: SteamOS wirke aufgeräumt und leicht verständlich, was für ein Gerät, das PC-Gaming ins Wohnzimmer bringen will, ein entscheidender Faktor ist.

Auch beim Controller gibt es Lob mit Einschränkung. Die Sticks des Steam Controllers seien ihm persönlich etwas zu locker, dafür gefällt ihm ein Komfort-Feature besonders gut: Die Steam Machine lässt sich offenbar direkt über den Controller starten, indem man eine Taste berührt.

Dazu kommen eher praktische und stilistische Aspekte. Yoshida lobt, dass Valve das Gerät angenehm leise bekomme, obwohl es kompakt gebaut ist. Außerdem mag er die wechselbaren Faceplates, die dem System optisch mehr Persönlichkeit geben.

  • SteamOS-Oberfläche wirkt laut Yoshida unkompliziert
  • Starten der Konsole über den Steam Controller als Komfort-Feature
  • Kompakter Formfaktor bei gleichzeitig leiser Kühlung
  • Wechselbare Faceplates für mehr Individualität

Ein Gerät mit Potenzial, aber offenen Baustellen

Was braucht die Steam Machine, um langfristig zu überzeugen? Yoshida hofft vor allem auf bessere Optimierung durch Entwicklerstudios. Denn ein System, das viele Steam-Titel auf den Fernseher bringt, steht und fällt mit stabiler Performance, passenden Grafikpresets und kurzen Ladezeiten im Alltag.

Unterm Strich bleibt bei ihm trotzdem ein Grund, die Hardware zu behalten: Steam-Spiele bequem am TV zu spielen, ist für ihn ein starkes Argument. Genau darin steckt auch der Kern der Steam-Machine-Idee, nur muss Valve offenbar noch stärker zeigen, dass das Gesamtpaket den Preis wirklich rechtfertigt.

Wie seht ihr das: Ist eine Steam Machine für euch ein spannender Wohnzimmer-PC oder wirkt das Ganze im Vergleich zu Konsolen und klassischen Gaming-PCs aktuell noch zu teuer? Schreibt es gern in die Kommentare.

Jens A.

Wenn bei GTA der fünfte Wagen brennt und irgendwo ein NPC flucht, ist Jens wahrscheinlich nicht weit. Bei PlayCentral kümmert er sich mit viel Herzblut um alles, was zockt, kracht und Spaß macht. Sei es ein Blockbuster mit Millionenbudget oder ein Indie-Perle mit Retro-Charme. Sein Fachgebiet? Open Worlds, Chaos-Sandboxen und Games, bei denen man "nur mal kurz reinschauen" wollte und dann plötzlich 3 Stunden später noch da sitzt. Immer kritisch, meistens fair und manchmal leicht übermüdet vom letzten Games-Marathon.
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