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Call of Duty: Black Ops 2: Multiplayer-Vorschau: Endlich frischer Wind?

Von Redaktion PlayCentral - News vom 20.08.2012 09:28 Uhr

Blickt man auf das Franchise „Call of Duty“, so sieht man zum einen eine zufriedene Spielerschaft, die sich jährlich auf einen weiteren Ableger der Serie freut und sich nicht daran stört, dass man die gleichen Mechaniken immer und immer wieder verwendet ohne große, revolutionäre Änderungen einzuführen. Auf der anderen Seite jedoch gibt es kritische Stimmen, die nach mehr schreien und nicht nur grafische, sondern vor allem auch spielerische Neuerungen erwarten. Mit „Call of Duty: Black Ops 2“ möchte man die Vertreter beider Standpunkte zufriedenstellen und setzt deswegen, wie wir auf der gamescom erfahren durften, auf viel Neues – ohne alte Tugenden zu missachten.

Das 10-Punkte-System

Das Erstellen von eigenen Klassen ist nicht nur bei „Call of Duty“, sondern bei jedem modernen Multiplayer-Shooter Pflicht. Der Spieler möchte Kontrolle über seine Ausrüstung haben und selbst entscheiden, mit welcher Waffe er am liebsten spielt, welche Granaten er dem Gegner vor die Füße wirft und welche Aufsätze seine Waffe bestücken sollen.

Doch was, wenn man eigentlich gar keine Lust hat, eine Granate zu werfen, wenn man stattdessen lieber ein Perk, eine Fähigkeit, oder einen Waffenaufsatz mehr mitnimmt? Diese Frage haben sich auch die Entwickler von Treyarch gestellt und das Pick 10 System eingeführt. Bei der Erstellung einer eigenen Klasse hat man insgesamt zehn Punkte, die es in verschiedenen Kategorien zu verteilen gilt. Beim Verteilen dieser Punkte hat der Spieler vollkommene Freiheit und kann wählen, ob er, ganz klassisch, einen primären Schießprügel samt Aufsätzen, eine sekundäre Waffe, eine Granate, zwei Spezial-Granaten und drei Perks nehmen möchte, oder ob er lieber auf eine, oder auch mehrere, dieser Sachen verzichtet und stattdessen eine sogenannte Wildcard einlöst.

Wildcards kosten zwar jeweils einen Punkt, eröffnen dem Spieler dafür im Gegenzug bislang unbekannte Möglichkeiten. Entscheidet man sich beispielsweise für die in der englischen Version mit Perk 1 Greed betitelte Wildcard, darf man sich aus der ersten Kategorie von Perks gleich zwei Fähigkeiten, wie zum Beispiel erhöhte Ausdauer, aussuchen. Dieses System ermöglicht eine Vielzahl an Optionen, die bislang undenkbar waren und ermöglicht, um mal zum wichtigen Teil zu kommen, besseres Balancing sowie einen Vorteil für jene Spieler, die sich akribisch mit dem Erstellen ihrer Klasse und dem Spielgeschehen im Generellen auseinandersetzen. 

Bye, bye Killstreaks, Willkommen Scorestreaks

Wenn wir schon von Balancing sprechen, wird es Zeit für die Enthüllung der nächsten großen Änderung in „Call of Duty: Black Ops 2“, die mich als Teamspieler besonders beigeistert hat. In den bisherigen Call of Duty-Spielen wurden vor allem die Spieler belohnt, die möglichst viele Abschüsse zu verzeichnen hatten. Treyarch dreht den Spieß nun um und belohnt stattdessen die Zocker, die sich um das eigentliche Ziel des Matches kümmern. Die Killstreaks, welche für gewöhnlich ab einer bestimmten Anzahl an Kills einsetzten und nützliche, oft auch übermäßig starke, Angriffe aus der Luft, den strategischen Einsatz von UAV Drohnen und mehr ermöglichten, heißen ab sofort Scorestreaks und werden aktiviert sobald ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten erreicht habt.

Beispiel gefällig? In einer Runde Capture the Flag könnte Spieler A zwar in einer Ecke hocken und fröhlich ein paar Leute abseits der eigentlichen Action abschießen, bekommt pro Abschuss jedoch nur 50 Punkte auf sein "Scoremeter" gutgeschrieben und muss dementsprechend lange sammeln, ehe er eine, zuvor von ihm in der Klassenerstellung ausgewählte, Belohnung zugewiesen bekommt. Spieler B ist währenddessen heiß darauf das Spiel weiter anzutreiben, möchte die gegnerische Flagge erobern und die seines Teams verteidigen. Auf dem Weg in die Mitte der Karte erschießt er einen Feind und erhält die übliche Punktzahl. I

m Gegensatz zu seinem Kollegen A macht er jedoch eine Kehrtwende als er erfährt, dass die eigene Basis um die Flagge beraubt wurde und legt kurzerhand den feindlichen Flaggenträger für 150 Punkte um und bringt die Flagge für weitere 100 Punkte wieder zurück ins Hauptquartier. Die nun gesammelten 450 Punkte schalten einen Scorestreak frei und ermöglichen somit einen taktischen Vorteil.

Die Qual der Wahl

Massive Änderungen gibt es nicht nur bei den Killstreaks und der Klassenerstellung, sondern auch beim Level-System zu verzeichnen. Während man das Maximal-Level ohne erkenntlichen Grund bislang immer weiter nach oben geschraubt hat, schraubt Treyarch nun zwei Gänge runter und setzt stattdessen auf die überschauliche Anzahl von insgesamt 55 Leveln.

Mit jedem Level erhaltet ihr einen Unlock Token, mit dem ihr frei wählbar, verschiedenste, eurem aktuellen Level gerechten, Items freischalten könnt. Dabei wird euch die Wahl überlassen, ob ihr lieber erst eine Waffe freischalten möchtet oder doch ein Perk, das ihr gerne verwenden möchtet. Der Clou bei der Sache ist, dass es mehr als hundert freischaltbare Gegenstände geben wird, von denen bei „nur“ 55 Leveln selbstverständlich erst einmal ein paar auf der Strecke bleiben müssen. Möchte man auf die komplette Content-Palette zurückgreifen, muss man zwangsweise den Prestige-Modus aktivieren, welcher euch, wie von den vorherigen Teilen gewohnt, auf Level eins degradiert. Im Gegenzug erhaltet ihr mehr Token um mehr Items zum Freizuschalten.

Zeig was du drauf hast!

Ein weiteres großes Feature, welches nicht nur durch den starken Fokus auf Teamplay und professionelle Matches, sondern auch durch eine starke Community auf YouTube eingeführt wurde, ist eine integrierte Möglichkeit sein Gameplay samt Kommentar und auf Wunsch sogar Webcam zu streamen. Das Feature, CODcasting getauft, ist alles andere als lieblos gestaltet und bietet zahlreiche Möglichkeiten um sein Match zu präsentieren.

Der Operator des Streams kann zwischen verschiedenen Kamera-Perspektiven wählen, eine Übersicht der Karte hervorzaubern und sogar in den Voice-Chat der Teams reinhören. Die Livestreams sollen von jeder Konsole möglich sein und benötigen keine weitere Software wie Game Capture Geräte, TV-Karten oder sonstige Aufnahmeprogramme – lediglich eine Internetleitung mit hohem Upstream ist erforderlich.

Auf die Frage, ob man ein Abonnement, ähnlich wie Call of Duty Elite, abschließen müsse um den vollen Umfang des Features zu nutzen, entgegnete man uns, dass man derzeit nicht bereit sei über Business-Pläne zu reden, versicherte gleichzeitig allerdings, dass CODcasting beim Kauf des Spiels sofort nutzbar sei – ohne zusätzliche Kosten.

Fazit

Huch, da hab ich beim Schreiben meines Artikels doch glatt gemerkt, dass „Call of Duty: Black Ops 2“ es geschafft hat mich zu hypen. Klar, seit den letzten beiden Modern Warfare-Spielen haben Konsumenten allen Grund dazu, skeptisch zu sein, da spreche ich selbst aus Erfahrung. Das Ding ist jedoch, dass Treyarch sich dieses Mal wirklich etwas traut und diese schnellen, packenden Schlachten, für die Call of Duty berühmt berüchtigt ist, in einen professionelleren und faireren Rahmen verfrachtet.

Ich persönlich bin gespannt darauf, ob die neuen Multiplayer-Maps und Spielmodi überzeugen können und wie der Schritt Richtung Teamplay in der Community ankommen wird. Bis das Spiel letztendlich in den Läden steht, rate ich jedem Shooter-Fan, auch denen, die von „Modern Warfare 3“ enttäuscht wurden, dazu, „Call of Duty: Black Ops 2“ eine faire Chance zu geben. 

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