Anfang März 2026 ist Marathon als neuer Extraction-Shooter von Bungie gestartet, doch die ersten Wochen scheinen nicht die erhoffte Aufbruchsstimmung gebracht zu haben. Analysten von Alinea Analytics sprechen von rund 1,2 Millionen Verkäufen im ersten Monat, während Ampere Analyse die Reichweite etwas höher ansetzt und von 2,2 Millionen Spielern im selben Zeitraum ausgeht.
Offizielle Zahlen von Sony oder Bungie gibt es weiterhin nicht. Trotzdem wird hinter den Kulissen längst diskutiert, ob Marathon wirtschaftlich bereits auf Kurs ist oder ob dem Projekt ein unangenehmer Sparkurs droht, falls die Einnahmen nicht deutlich anziehen.
Warnung aus der Branche zur wirtschaftlichen Lage
Droht Marathon ein Verlustgeschäft? In einem aktuellen Podcast hat sich Brancheninsider Tom Henderson zur Situation geäußert und dabei einen ziemlich ernsten Ton angeschlagen. Seiner Einschätzung nach hat Bungie weiterhin Schwierigkeiten, die Entwicklungs- und Marketingkosten wieder einzuspielen. Konkrete Budgetzahlen nannte er nicht, machte aber klar, dass die Gewinnschwelle aus seiner Sicht noch nicht erreicht ist.
Ich kann mich nicht an das genaue Budget erinnern. Aber ich glaube nicht, dass sie auch nur annähernd die Gewinnschwelle erreicht haben.
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Selbst wenn Marathon als Live-Service weiterläuft, braucht es offenbar einen spürbaren Schub, damit das Spiel nicht zu einer finanziellen Belastung wird. Henderson deutete an, dass es in den kommenden Monaten vor allem darum gehen dürfte, den Umsatz pro Saison und die langfristige Bindung der Community zu steigern.
Was Bungie intern drohen könnte
Welche Konsequenzen könnte ein schwacher Umsatz haben? Henderson warnte im Gespräch davor, dass bei ausbleibendem wirtschaftlichem Erfolg drastische Einschnitte möglich wären. Im schlimmsten Fall könnte das in einer massiven Entlassungswelle enden, weil ein einzelnes Spiel laut seiner Argumentation womöglich nicht ausreicht, um ein Studio dieser Größenordnung bis zum nächsten Release solide zu tragen.
Zusätzlichen Druck erzeugt, dass die Steam-Spielzahlen zwischenzeitlich unter denen von Destiny 2 lagen. Auch wenn Plattformwerte nur ein Ausschnitt des Gesamtbilds sind, sind solche Vergleiche in der Wahrnehmung vieler Fans ein Stimmungstest, vor allem bei einem Titel, der als großes Multiplayer-Standbein gedacht ist.
Unterm Strich hängt viel davon ab, ob Bungie bei Marathon schnell eine strategische Wende hinbekommt. Gemeint ist damit weniger ein einzelner Patch, sondern ein klarer Kurs, der neue Leute reinholt und gleichzeitig die aktuelle Spielerschaft dauerhaft hält.
Bungies Plan für die nächsten Jahre
Wie will Bungie Marathon langfristig stützen? Trotz der Diskussionen um Zahlen und Rentabilität hat Bungie Anfang Mai 2026 betont, dass man langfristig an Marathon festhalten will. Laut Creative Director Julia Nardin sind mehrere Jahre an neuen Inhalten geplant, wobei Feedback und Wünsche aus der Community aktiv in die Weiterentwicklung einfließen sollen.
Das Studio setzt dabei sichtbar auf zusätzliche Anreize für Unentschlossene. So startet heute, am 2. Juni 2026, eine Trial, mit der Marathon kostenlos ausprobiert werden kann. Diese Testphase läuft bis zum 9. Juni 2026 und soll die Einstiegshürde senken, gerade für alle, die bisher nur zugeschaut haben.
Ebenfalls heute beginnt die zweite Season. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass neue Inhalte und ein frischer Meta-Impuls nicht nur die Zahlen anheben, sondern auch das Gesamtbild des Spiels stabilisieren. Marathon ist für PC, PS5 und Xbox Series erhältlich.
Wie seht ihr die Lage: Braucht Marathon vor allem mehr Inhalte, bessere Onboarding-Systeme oder eine größere grundlegende Umstellung, damit sich der Shooter langfristig trägt? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.





