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The Witcher 3: Überraschend großes Team arbeitet an neuer Erweiterung

Mit Songs of the Past erhält The Witcher 3 mehr als zehn Jahre nach seinem ursprünglichen Release eine neue Erweiterung. Schon die Ankündigung sorgte für Aufsehen, doch nun zeigt sich, wie ambitioniert das Projekt tatsächlich sein könnte.

Wie CD Projekt im aktuellen Geschäftsbericht bestätigte, arbeiten derzeit rund 190 Entwickler an der Erweiterung. Damit ist das Team nahezu genauso groß wie jenes, das einst das Hauptspiel von The Witcher 3 erschaffen hat.

Fast so groß wie das Team des Hauptspiels

Die Zahl überrascht vor allem deshalb, weil es sich nicht um einen neuen Hauptteil, sondern um ein Add-on für ein mittlerweile elf Jahre altes Rollenspiel handelt.

Zum Vergleich: Laut dem damaligen Witcher-3-Game-Director Konrad Tomaszkiewicz bestand das Kernteam des Hauptspiels im Durchschnitt aus rund 160 Entwicklern. Erst in der Schlussphase stieg die Zahl auf etwa 205 Mitarbeiter an, als zusätzliche Ressourcen hinzukamen.

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Songs of the Past bewegt sich damit in einer ähnlichen Größenordnung – und könnte sogar zeitweise mehr Entwickler beschäftigen als das ursprüngliche Rollenspiel.

Die meisten Entwickler kommen nicht von CD Projekt

Allerdings stammt der Großteil des Teams nicht direkt von CD Projekt Red.

Laut Co-CEO Michał Nowakowski arbeiten die rund 190 Entwickler überwiegend beim Co-Entwickler Fool’s Theory. CD Projekt Red übernimmt dagegen vor allem die kreative Aufsicht und stellt sicher, dass die Erweiterung den Qualitätsansprüchen der Witcher-Reihe entspricht.

Interne Teamaufstellungen von CD Projekt legen nahe, dass beim Studio selbst möglicherweise weniger als 20 Entwickler direkt an Songs of the Past arbeiten. Der Großteil der praktischen Entwicklung scheint also bei Fool’s Theory zu liegen.

Viele ehemalige Witcher-Entwickler an Bord

Ganz fremd ist das Projekt für Fool’s Theory allerdings nicht.

Das Studio besteht aus zahlreichen ehemaligen CD-Projekt-Red-Mitarbeitern, die bereits an früheren Witcher-Spielen beteiligt waren. Dadurch dürfte die kreative Nähe zur Originalreihe deutlich größer sein als bei einem gewöhnlichen externen Entwicklerteam.

Blood and Wine dient als Vorbild

Noch spannender sind die Hinweise zum Umfang der Erweiterung.

CD Projekt hat zuletzt mehrfach Vergleiche mit Blood and Wine gezogen – der bislang größten und beliebtesten Erweiterung für The Witcher 3. Auch Community-Managerin Laura Beitzel erklärte, Songs of the Past werde sich an dem orientieren, was Fans von den großen Witcher-Erweiterungen erwarten.

Für viele Spieler dürfte das ein positives Signal sein. Blood and Wine bot damals:

  • eine komplett neue Region
  • dutzende Stunden zusätzlicher Inhalte
  • neue Quests und Charaktere
  • zahlreiche Gameplay-Erweiterungen

Sollte Songs of the Past tatsächlich einen ähnlichen Umfang erreichen, wäre es deutlich mehr als ein gewöhnliches DLC-Paket.

Neue Region könnte bereits feststehen

In der Community wird bereits darüber spekuliert, wohin Geralts neues Abenteuer führen könnte.

Aktuell gilt die Region Cidaris als heißer Kandidat. Sie befindet sich westlich von Temeria an der Küste des Kontinents und wurde bislang nie als vollständig erkundbares Gebiet umgesetzt. Verschiedene Details aus dem ersten Artwork der Erweiterung sollen auf diese Region hindeuten.

Eine neue Spielregion würde es den Entwicklern ermöglichen, moderne Grafikverbesserungen einzusetzen, ohne die bestehenden Gebiete von The Witcher 3 grundlegend überarbeiten zu müssen.

Geralt kehrt zurück

Bereits bestätigt wurde, dass erneut Geralt von Riva im Mittelpunkt stehen wird. Ciri, die im kommenden The Witcher 4 die Hauptrolle übernimmt, soll dagegen nicht die spielbare Hauptfigur sein.

Wann die Geschichte spielt, bleibt bislang offen. Möglich wäre sowohl ein Abenteuer nach den Ereignissen von The Witcher 3 als auch ein Ausflug in die Vergangenheit – schließlich trägt die Erweiterung nicht ohne Grund den Titel Songs of the Past.

Mehr als nur ein Nostalgie-Projekt?

Die neuen Zahlen zeigen vor allem eines: CD Projekt betrachtet Songs of the Past offenbar nicht als kleines Bonus-Kapitel, sondern als vollwertige Erweiterung mit entsprechendem Entwicklungsaufwand.

Wenn tatsächlich fast 190 Entwickler an dem Projekt arbeiten und Blood and Wine als Vorbild dient, könnten Witcher-Fans eines der umfangreichsten Add-ons der letzten Jahre erwarten – und das für ein Spiel, das ursprünglich bereits 2015 erschienen ist.

Miriam V.

Miriam schreibt bei PlayCentral über alles, was blinkt, lootet oder EXP gibt. Wenn sie nicht gerade über neue Releases berichtet, verliert sie sich wahrscheinlich in einem Open-World-RPG – auf der ewigen Suche nach dem einen Sidequest, den sie noch nicht abgeschlossen hat. Kaffee ist ihr Buff, Gaming ihr Endgame.
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