Im PlayStation Store deutet sich eine spürbare Kurskorrektur an: Mehrere Publisher, die in der Community seit Jahren mit massenhaft günstigen und oft als lieblos wahrgenommenen Releases in Verbindung gebracht werden, scheinen gerade aus dem Store zu verschwinden. Besonders auffällig ist der Fall Webnetic, dessen Titel laut eigener Aussage künftig nicht mehr auf PlayStation verfügbar sein sollen.
Viele Fans lesen das als klares Signal, dass Sony den digitalen Marktplatz wieder übersichtlicher machen will. Eine offizielle Ankündigung zu einer groß angelegten Bereinigung gibt es zwar nicht, doch die Hinweise aus der Store-Realität und aus den Communities verdichten sich.
Hinweise auf Delistings bei mehreren Publishern
Welche Publisher sind offenbar betroffen? Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein Beitrag von Webnetic auf X, in dem das Unternehmen erklärt, dass seine Spiele nicht länger auf PlayStation angeboten werden. In der Folge machten in mehreren Foren und Datenbanken Beobachtungen die Runde, die auf umfangreiche Delistings hindeuten.
Webnetic gilt unter Teilen der Community als typisches Beispiel für sogenannte Shovelware: sehr günstige Spiele, oft in großer Zahl veröffentlicht, teils mit wiederverwendeten Assets oder extrem minimalistischen Konzepten. Schätzungen aus der Szene gehen davon aus, dass sich über die Zeit eine enorme Menge an Einträgen im PlayStation Store angesammelt hat, verteilt über mehrere Regionen.
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Welche weiteren Namen tauchen in der Diskussion auf? Neben Webnetic werden vor allem drei weitere Publisher genannt, die offenbar ebenfalls betroffen sein könnten:
- Violarte
- SimulaMaker
- West Connection
Allen gemeinsam ist, dass sie mit einer sehr großen Anzahl von Store-Listings in Verbindung gebracht werden. Sollte Sony hier tatsächlich konsequent aufräumen, wäre das eine der deutlichsten Maßnahmen gegen die Shovelware-Flut im PlayStation Store seit Jahren.
Warum Shovelware im PS Store zum Problem wurde
Was ist Shovelware und warum stört sie so viele? Der PlayStation Store ist seit seinem Start 2006 mit der PlayStation 3 zu einem der größten digitalen Marktplätze der Branche gewachsen. Spätestens mit PlayStation 4 und PlayStation 5 wurde Digitalvertrieb für viele zum Standard, was den Store nicht nur größer, sondern auch unübersichtlicher gemacht hat.
Shovelware-Titel kosten häufig nur wenige Euro, erscheinen in kurzen Abständen und setzen nicht selten auf schnelle, einfache Konzepte. Ein weiterer Faktor: Manche Releases sind gezielt so designt, dass sie besonders leicht Trophäen liefern, was sie für Trophäenjäger interessant macht. Für viele andere sorgt die Masse jedoch dafür, dass Empfehlungen, Sales-Listen und Suchergebnisse mit niedrigem Qualitätsniveau zugeschüttet werden.
Welche Folgen hat das für die Sichtbarkeit guter Spiele? Je mehr Low-Effort-Veröffentlichungen den Store fluten, desto schwieriger wird es, kleinere, aber hochwertige Indie-Games oder Nischenprojekte überhaupt zu entdecken. Genau hier setzt die Hoffnung vieler an: Weniger Spam im Store bedeutet bessere Auffindbarkeit für echte Geheimtipps und weniger Frust beim Stöbern.
Das könnte Sonys nächste Strategie für den Store sein
Welche konkreten Schritte sind zuletzt aufgefallen? Schon Ende Mai 2026 wurde in der Community über Maßnahmen gegen einen weiteren Publisher diskutiert: Testagamecreations. Von dort sollen mindestens 12 Spiele aus dem Store entfernt worden sein, darunter Titel, die durch starke Ähnlichkeiten zu populären Releases aufgefallen sein sollen.
Zusammen mit dem Webnetic-Fall wirkt das wie eine Entwicklung in Richtung strengerer Moderation. Dabei steht Sony vor einem Balanceakt: Einerseits wünschen sich viele ein klareres Qualitätsniveau und weniger offensichtliche Kopien oder Scam-Versuche, andererseits soll der Store für echte Entwicklerstudios zugänglich bleiben, ohne dass legitime Projekte aus Versehen unter die Räder kommen.
Wie reagiert die Community? Insgesamt fällt das Echo in vielen Diskussionen positiv aus. Manche trauern der Möglichkeit nach, besonders schnell an einfache Trophäen zu kommen, und es gibt auch Leute, die solche Low-Budget-Titel tatsächlich gern spielen. Trotzdem überwiegt bei vielen die Erleichterung, weil sie auf eine spürbar bessere Store-Übersicht und weniger Müll in den Empfehlungen hoffen.
Wie erlebt ihr den PlayStation Store aktuell: Findet ihr neue Games noch bequem, oder geht im Feed zu viel unter? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.





