
Mit GTA 6 steht Take-Two Interactive vor dem wohl größten Launch der Unternehmensgeschichte. Und offenbar denkt der Publisher bereits darüber nach, wie das zusätzliche Kapital nach dem Release eingesetzt werden könnte. CEO Strauss Zelnick deutete im Rahmen der aktuellen Geschäftszahlen an, dass auch weitere Studio-Übernahmen in Zukunft möglich seien.
Take-Two bestätigte zuletzt erneut den geplanten Release von GTA 6 am 19. November 2026. Gleichzeitig stellte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr Net Bookings von 8,0 bis 8,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht – ein Zeitraum, in dem Rockstars nächster Open-World-Blockbuster eine zentrale Rolle spielt.
Was macht Take-Two mit dem GTA-6-Geld?
Während des Investorencalls wurde Zelnick gefragt, wie Take-Two mit dem erwarteten Geldzufluss umgehen wolle. Dabei nannte er drei mögliche Wege: Investitionen in das eigene Wachstum, mögliche Übernahmen und Kapitalrückflüsse an Aktionäre.
Besonders spannend ist der zweite Punkt. Zelnick sprach von „inorganic growth“, also Wachstum durch Zukäufe. Gleichzeitig betonte er, dass Take-Two dabei sehr selektiv vorgehen werde. Es gehe nicht darum, wahllos Firmen einzukaufen, sondern nur dann aktiv zu werden, wenn ein Deal kreativ und strategisch sinnvoll sei.
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Als positive Beispiele verwies Zelnick auf frühere Übernahmen wie Zynga und Gearbox. Gearbox wurde 2024 für 460 Millionen US-Dollar übernommen und stärkte vor allem die internen Teams von 2K rund um Marken wie Borderlands.
Mehr Studios nach GTA 6?
Eine konkrete Übernahme kündigte Zelnick nicht an. Seine Aussagen lassen aber erkennen, dass Take-Two nach dem GTA-6-Launch finanziell wieder deutlich mehr Spielraum haben dürfte. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Cashflow von mehr als 1 Milliarde US-Dollar und rechnet damit, bis zum Ende des Geschäftsjahres wieder eine Netto-Cash-Position zu erreichen.
Damit könnten neue Deals realistischer werden – gerade in einer Branche, in der viele Studios nach schwierigen Jahren offen für Partnerschaften, Investitionen oder Verkäufe sind.
Remedy, Ubisoft oder etwas ganz anderes?
Welche Studios Take-Two im Blick haben könnte, ist reine Spekulation. Ein Name, der in diesem Zusammenhang schnell fällt, ist Remedy Entertainment. Rockstar arbeitet bereits mit Remedy an den Remakes von Max Payne und Max Payne 2 zusammen. Daraus automatisch eine Übernahme abzuleiten, wäre aber deutlich zu früh.
Auch einzelne Studios von großen Publishern wie Ubisoft wären theoretisch denkbar, falls dort weitere Umstrukturierungen folgen. Konkrete Hinweise auf Gespräche gibt es bislang jedoch nicht.
Zelnick bleibt vorsichtig
Take-Two hat in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass der Publisher bereit ist, große Summen zu investieren. Die Übernahme von Zynga war mit rund 12,7 Milliarden US-Dollar einer der größten Deals der Branche. Gleichzeitig betont Zelnick immer wieder Disziplin bei Akquisitionen.
Heißt: Nach GTA 6 könnte Take-Two durchaus wieder auf Einkaufstour gehen. Ein riesiger Übernahme-Rausch ist damit aber nicht automatisch gemeint. Wahrscheinlicher sind gezielte Deals, die das bestehende Portfolio sinnvoll ergänzen – also Studios, Marken oder Technologien, die Take-Two langfristig stärker machen.





