Saros kann gerade in den ersten Stunden brutal wirken. Ihr verliert Runs kurz vor dem Boss, werdet von Projektilen überrollt und habt ständig das Gefühl, dass euch das Spiel zwar viele Systeme erklärt, aber nie wirklich sagt, wie ihr sie sinnvoll nutzt. Genau so ging es mir am Anfang auch.
Irgendwann hat es dann aber Klick gemacht. Nicht, weil ich plötzlich perfekt gespielt hätte, sondern weil ich angefangen habe, die Systeme von Saros wirklich auszunutzen. Einige davon verstecken sich erstaunlich gut im Spiel und werden von vielen schlicht übersehen.
Vor allem die Carcosa-Modifikatoren können das komplette Spielgefühl verändern. Kombiniert mit ein paar anderen Mechaniken wird Saros plötzlich deutlich kontrollierbarer, ohne dabei komplett seinen Reiz zu verlieren.
Wenn ihr aktuell am ersten Boss festhängt oder einfach konstant scheitert, haben mir diese Dinge extrem geholfen.
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Die wichtigste Erkenntnis: Saros will, dass ihr die Systeme ausnutzt
Am Anfang versucht man oft einfach nur „besser zu spielen“. Mehr dodgen, präziser zielen, schneller reagieren.
Das hilft natürlich. Wirklich leichter wird Saros aber erst, wenn ihr versteht, wie stark euch das Spiel manipulieren lässt.
Denn Saros besitzt mehrere Systeme, mit denen ihr Runs aktiv beeinflussen könnt:
- Carcosa-Modifikatoren
- frühe Biom-Starts
- Waffen-Skalierung
- Antrieb/Befähigungslevel
- extrem starke Nahkampf-Builds
- Auto-Treffer-Waffen
- versteckte Gameplay-Optionen
Und genau das erwähnt das Spiel erstaunlich wenig.

Carcosa-Modifikatoren machen einen riesigen Unterschied
Eine der wichtigsten Funktionen im gesamten Spiel sind die Carcosa-Modifikatoren. Viele Spieler ignorieren sie anfangs komplett oder schalten nur minimale Boni frei.
Dabei könnt ihr euch damit massive Vorteile verschaffen.
Im Modifikatoren-Menü heißt es:
Carcosa-Modifikatoren ermöglichen es dir, dein Spielerlebnis zu verändern. Schützende Modifikatoren sind nützlich, prüfende Modifikatoren wiederum machen dein Abenteuer beschwerlicher.
Schützende Modifikatoren helfen euch direkt, während prüfende Modifikatoren das Spiel schwerer machen. Normalerweise müsst ihr beides gegeneinander ausgleichen.

Das bedeutet:
- schützende Modifikatoren geben euch spielerische Vorteile
- prüfende Modifikatoren machen Runs schwieriger
- beide Seiten beeinflussen das Gleichgewicht eures Runs
- nur ausgeglichene Kombinationen lassen sich standardmäßig aktivieren
Aktiviert ihr zu viele schützende Boni ohne passende Nachteile, rutscht der Regler zu weit in den roten Bereich „Anspruchslos“. In diesem Zustand könnt ihr die Auswahl normalerweise nicht festlegen.
Zu den schützenden Modifikatoren gehören unter anderem:
- Schadensverbesserungen
- Panzerungsverbesserungen
- Artefaktverbesserungen
- Lucenit-Magnetismus
- Herrscher-Wiederherstellung
Die prüfenden Modifikatoren erhöhen dagegen den Schwierigkeitsgrad, etwa durch:
- Lucenit-Entwertung
- Wachstumshinderung
- stärkere Korruption
- reduzierte Ressourcen
- fehlendes Halcyon
Dadurch entsteht im Prinzip ein eigenes Risiko-System.

Der versteckte Trick: Unbegrenzte schützende Modifikatoren
Und jetzt kommt der Punkt, den überraschend viele Spieler gar nicht kennen.
Im Menü unter:
Einstellungen → Gameplay
gibt es die Option:
„Unbegrenzte schützende Modifikatoren“
Aktiviert ihr diese Einstellung, könnt ihr positive Modifikatoren nutzen, ohne sie mit negativen Effekten ausgleichen zu müssen.
Im Spiel steht dazu wörtlich:
Wenn diese Einstellung aktiviert ist, kannst du schützende Modifikatoren anwenden, ohne sie mit prüfenden Modifikatoren ins Gleichgewicht bringen zu müssen.
Das verändert Saros massiv.
Denn plötzlich könnt ihr euch starke Vorteile aktivieren, ohne gleichzeitig härtere Gegner, stärkere Korruption oder andere Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Das Spiel warnt euch bewusst davor
Interessant ist dabei auch der Hinweis direkt im Menü. Dort erklärt Housemarque:
SAROS wurde mit dem Ziel entwickelt, ein herausforderndes Action-Erlebnis zu bieten, daher ist diese Einstellung standardmäßig auf AUS gestellt.
Die Entwickler wissen also ganz genau, wie stark diese Option ist.
Und ja: Das Spiel wird dadurch spürbar einfacher.
Gerade wenn ihr aber nur wegen des Schwierigkeitsgrads festhängt oder einfach die Welt und die Story erleben wollt, kann diese Einstellung extrem hilfreich sein.
Mit diesen Modifikatoren wurde Saros für mich deutlich angenehmer
Besonders stark fand ich früh:
- Lucenit-Magnetismus
- Schadensboni
- defensive Schutz-Modifikatoren
- Verbesserungen für Ressourcen
Gerade Lucenit-Magnetismus wird massiv unterschätzt. Ihr sammelt dadurch automatisch deutlich mehr Lucenit ein und verliert während hektischer Kämpfe wesentlich weniger Ressourcen.
Das wiederum steigert euer Befähigungslevel schneller und sorgt indirekt für bessere Waffen und stärkere Runs.

Startet in früheren Biomen, auch wenn es erstmal sinnlos klingt
Das war vermutlich der größte Gamechanger für mich.
Wenn ihr ständig an Biom 2 oder 3 scheitert, startet nicht direkt dort. Beginnt stattdessen bewusst früher und baut euren Charakter langsam auf.
Warum das so stark ist:
- ihr sammelt mehr Lucenit
- euer Befähigungslevel steigt früher
- ihr findet bessere Waffen
- ihr kommt mit mehr Artefakten ins Zielgebiet
- frühere Bosse werden mit späteren Builds viel leichter
Besonders wichtig: Das Befähigungslevel bleibt während eures Runs erhalten und beeinflusst direkt die Qualität späterer Waffen.
Je früher ihr also stärker werdet, desto einfacher werden spätere Gebiete.
Achtet auf die Skalierung eurer Waffen
Das Spiel erklärt nur sehr oberflächlich, wie Waffen wirklich funktionieren. Viele Spieler schauen nur auf das Waffenlevel. Viel wichtiger ist aber die Skalierung. Neben den Waffenwerten seht ihr kleine Pfeile. Diese zeigen, wie stark die Waffe von euren Attributen profitiert.
Und genau das kann riesige Unterschiede machen.
Eine niedrigere Waffe mit starker Skalierung kann wesentlich mächtiger sein als eine hochstufige Waffe, die schlecht zu euren aktuellen Werten passt.

Antrieb ist vermutlich der wichtigste Wert im Spiel
Je höher euer Antrieb-Wert ist, desto schneller steigt euer Befähigungslevel.
Das führt dazu, dass ihr früher stärkere Waffen findet und insgesamt schneller eskaliert.
Wenn ihr dann noch:
- früh startet
- viel Lucenit sammelt
- Sonnenfinsternis aktiviert
- optionale Räume mitnehmt
… explodiert euer Progress plötzlich regelrecht.
Ab diesem Punkt fühlt sich Saros fast wie ein anderes Spiel an.
Auto-Treffer-Waffen machen das Spiel deutlich entspannter
Ein weiterer riesiger Unterschied für mich waren Waffen mit Auto-Treffer. Wenn ihr eine neue Waffe aufhebt und dort „Auto-Treffer deaktiviert“ steht, solltet ihr vorsichtig sein.
Gerade am Anfang helfen Waffen mit Zielunterstützung enorm, weil ihr euch dadurch stärker auf Bewegung konzentrieren könnt.
Besonders angenehm fand ich:
- Smartgewehr
- Querschläger-Handkanone
Mit beiden Waffen könnt ihr euch viel stärker aufs Überleben fokussieren, statt permanent perfekt zielen zu müssen.

Der Greifhaken trivialisiert manche Bosskämpfe fast komplett
Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: Der Greifhaken macht euch während der Bewegung kurzzeitig nahezu unangreifbar.
Gerade Bosskämpfe mit vielen Projektilen werden dadurch deutlich einfacher.
Sobald mehrere Greifpunkte in einer Arena vorhanden sind, könnt ihr die Kämpfe viel aggressiver kontrollieren und euch ständig repositionieren.
Vor allem später habe ich den Greifhaken nicht mehr als Mobilitätswerkzeug gesehen, sondern als defensive Fähigkeit.
Rote Projektile funktionieren anders
Auch das erklärt Saros nur sehr kurz. Gelbe und blaue Projektile könnt ihr mit eurem Schild absorbieren. Rote Angriffe sind dagegen gefährlicher.
Wichtig: Ihr könnt nicht einfach durch rote Projektile hindurchdashen. Genau das machen viele Spieler instinktiv falsch.
Später könnt ihr manche rote Projektile zwar parieren, aber gerade am Anfang ist klassisches Ausweichen meistens die sicherere Lösung.

Nahkampf wird irgendwann absurd stark
Anfangs wirkt der Nahkampf eher schwach. Später kann er komplette Gegnergruppen auslöschen. Besonders wichtig sind dabei gestaggerte Gegner. Ihr erkennt sie an roten elektrischen Effekten.
Mit passenden Upgrades verursachen Nahkampfangriffe gegen gestaggerte Feinde enormen Schaden und töten selbst starke Gegner teilweise sofort.
Kombiniert ihr das zusätzlich mit Schadens-Modifikatoren, eskaliert das System komplett.

Mein Fazit nach vielen Runs
Ich glaube, viele Spieler versuchen Saros anfangs wie einen klassischen Hardcore-Shooter zu spielen. Genau dadurch wird das Spiel oft unnötig frustrierend.
Der eigentliche Schlüssel liegt darin:
- Systeme kombinieren
- Builds verstehen
- Runs vorbereiten
- Modifikatoren ausnutzen
- Skalierung beachten
- Ressourcen optimieren
Seit ich genau das gemacht habe, fühlt sich Saros plötzlich viel fairer an. Schwer ist es immer noch. Aber nicht mehr so, als würde das Spiel permanent gegen mich arbeiten.
Und genau dadurch hat es bei mir irgendwann endlich Klick gemacht.





