Für Sony und Housemarque wird es gerade ungemütlich: Neue Schätzungen deuten darauf hin, dass das PS5-exklusive Saros seit dem Launch Ende April 2026 bislang nur rund 300.000 Exemplare verkauft haben soll. Im Vergleich zu den Erwartungen an ein großes First-Party-Spiel wirkt das wie ein zäher Start, vor allem mit Blick auf den heutigen PS5-Markt.
Parallel sorgt auch ein Blick auf die offiziellen PlayStation-Downloadcharts für April 2026 für Stirnrunzeln. Dort taucht Saros zwar in den Rankings auf, landet aber deutlich hinter den ganz großen Abräumern des Monats.
Ein holpriger Start in den Charts
Wie schlägt sich Saros in den offiziellen PlayStation-Rankings? In Sonys Top-Downloadlisten für April 2026 kam Saros in den USA und Kanada auf Platz 11, in Europa auf Platz 17. Für ein brandneues Exklusivspiel ist das nicht katastrophal, aber eben auch kein Ausrufezeichen, das man sonst von einem Prestige-Release erwartet.
Besonders auffällig wird das im direkten Vergleich mit Returnal, das 2021 in einer ähnlichen Phase nach Release sichtbar stärker positioniert war. Damals war die PS5-Basis noch deutlich kleiner, was den Abstand umso bemerkenswerter macht.
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Welche Rolle spielt das Release-Zeitfenster? Saros kam in eine extrem volle Phase: Mit Crimson Desert und Resident Evil Requiem standen gleich mehrere stark beachtete Releases im selben Zeitraum im Fokus. Gerade im PlayStation Store bedeutet das harte Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Store-Platzierungen und Kaufimpulse.
Schätzungen zu Verkäufen, Budget und Umsatz
Wie viele Exemplare soll Saros verkauft haben? Laut einer Analyse von Alinea Analytics soll Saros nach rund zwei Wochen am Markt bei etwa 300.000 verkauften Einheiten stehen und bislang ungefähr 22 Millionen Euro Umsatz generiert haben. Offizielle Verkaufszahlen von Sony oder Housemarque gibt es dazu nicht.
Warum wird dabei so stark über die Entwicklungskosten gesprochen? Im Raum steht ein gemeldetes Entwicklungsbudget von rund 76 Millionen Euro. Auf Basis der genannten Schätzwerte hätte Saros damit bisher nur etwa 30 Prozent der Kosten wieder eingespielt. Genau diese Rechnung sorgt aktuell für Diskussionen, weil Sony 2026 ohnehin darauf angewiesen ist, dass große Produktionen zuverlässig performen.
Wie sieht der Vergleich zu Returnal aus? Für Returnal wurden 2022 Zahlen genannt, die auf rund 866.000 verkaufte Einheiten hindeuteten, während spätere Schätzungen von über einer Million Lifetime-Sales ausgehen. Das setzt Saros automatisch unter Druck, weil Housemarque intern sicher an diesen Erfolg anknüpfen wollte.
| Kennzahl | Saros | Returnal |
|---|---|---|
| Release | 30. April 2026 | 2021 |
| Verkäufe (genannte Werte) | ca. 300.000 (Schätzung) | ca. 866.000 (2022 genannt), später über 1.000.000 (Schätzungen) |
| Umsatz (genannte Werte) | ca. 22 Mio. Euro (Schätzung) | nicht genannt |
| Entwicklungsbudget (genannter Wert) | ca. 76 Mio. Euro | nicht genannt |
Was Sony jetzt tun könnte
Welche Hebel könnte Sony ziehen, um Saros zu pushen? Naheliegend wären Promotions im PlayStation Store, zeitlich begrenzte Rabatte oder Bundles, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und zögerliche Käufer abzuholen. Gerade bei exklusiven Titeln können solche Aktionen nach dem Launch noch einmal spürbar Momentum erzeugen.
Kommt Saros später auch für den PC? Eine PC-Version wurde bislang nicht offiziell angekündigt. Allerdings hat Sony in der Vergangenheit schon mehrfach First-Party-Spiele später auf den PC gebracht, darunter auch Returnal. Sollte Saros auf PS5 nicht schnell genug zulegen, wäre ein Port eine realistische Option, um Reichweite und Umsätze zu steigern.
Warum ist der Druck trotz größerer PS5-Basis so hoch? Analyst Rhys Elliott von Alinea Analytics verweist darauf, dass es 2021 zur Returnal-Veröffentlichung etwa 8 Millionen PS5-Nutzer gab, während es inzwischen mehr als 90 Millionen sein sollen. Rein rechnerisch hätte Saros also von einer viel größeren Zielgruppe profitieren können, was die aktuellen Platzierungen und Schätzwerte umso auffälliger macht.
Wie siehst du den Start von Saros: Hättest du dem Spiel mehr Erfolg zugetraut, oder ist der Release-Zeitraum einfach zu hart gewesen? Schreib deine Meinung gern in die Kommentare.



