Ein aufmerksamer Fan könnte einen entscheidenden Hinweis auf den zentralen Gegenspieler von Divinity entdeckt haben. Im Mittelpunkt der Theorie stehen Runen auf der Krone des Gefangenen, der im düsteren Enthüllungstrailer während eines öffentlichen Rituals verbrannt wird.
Larian Studios kündigte Divinity im Dezember 2025 bei The Game Awards an. Das Rollenspiel führt zurück nach Rivellon und soll nach dem gewaltigen Erfolg von Baldur’s Gate 3 das bislang ambitionierteste Projekt des belgischen Studios werden. Einen Veröffentlichungstermin gibt es bisher nicht.
Runen auf der Krone nähren die Theorie
Wie wurde der mögliche Bösewicht entdeckt? Der YouTuber WolfheartFPS untersuchte Produktionsmaterial von Unit Image, dem für die CGI-Szenen des Trailers verantwortlichen Studio. Die Aufnahmen zeigen die Krone des Gefangenen wesentlich deutlicher als der eigentliche Enthüllungstrailer.
Auf dem Kopfschmuck befinden sich mehrere Symbole, die offenbar auf dem älteren Futhark basieren. Dabei handelt es sich um ein historisches Runenalphabet, dessen Zeichen sich nicht ohne Weiteres Buchstabe für Buchstabe ins moderne Englisch übertragen lassen. WolfheartFPS beschäftigte sich nach eigenen Angaben rund fünfeinhalb Stunden mit den Markierungen und gelangte schließlich zu einer möglichen Lesart.
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Das Chaos kommt.
Die Übersetzung erforderte allerdings mehrere Annahmen und sollte daher nicht als endgültige Lösung betrachtet werden. Trotzdem liefert sie einen auffällig direkten Anknüpfungspunkt an die Geschichte der Reihe. Bereits kurz nach der Vorstellung von Divinity hatten Fans ähnliche Runen entdeckt und über eine Verbindung zum Herrn des Chaos spekuliert.
Rückkehr einer uralten Bedrohung
Wer ist der Herr des Chaos in Divinity? In der Überlieferung von Rivellon gehört der Herr des Chaos zu den ältesten und gefährlichsten göttlichen Wesen. Er gilt als Schöpfer der Dämonen und ist eng mit Tartarus verbunden, einer Ebene außerhalb der sterblichen Welt.
Seine Ursprünge reichen bis zum 2002 veröffentlichten Divine Divinity zurück. Damit wäre er nicht nur ein mächtiger Gegner für das neue Abenteuer, sondern zugleich eine direkte Verbindung zu den Anfängen der Reihe. Langjährige Fans könnten bekannte Zusammenhänge wiederentdecken, während Neulinge aus Baldur’s Gate 3 einen wichtigen Teil der Geschichte Rivellons kennenlernen würden.
Auch die Inszenierung des Trailers passt zumindest teilweise zu dieser Vermutung. Der gefolterte Gefangene wird während eines Festes bei lebendigem Leib verbrannt. Sein Tod setzt säureartiges Blut, unnatürliche Pflanzenwucherungen und schließlich die gewaltige Struktur frei, die Larian als Hellstone bezeichnet.
Offizielle Bestätigung bleibt aus
Wie sicher ist die Theorie zum Divinity-Bösewicht? Die Runen könnten ebenso gut vor allgemeiner Zerstörung und wachsendem Chaos warnen, ohne damit ausdrücklich den Herrn des Chaos zu benennen. Daneben kursieren Vermutungen über eine verborgene Gottheit, die sich als wohlwollendes Wesen ausgibt und hinter dem Ritual steckt.
Bislang hat Larian Studios weder den Hauptgegner noch konkrete Einzelheiten zur Handlung enthüllt. Fest steht lediglich, dass für den Einstieg keine Kenntnisse der früheren Divinity-Spiele erforderlich sein sollen. Fans der Original-Sin-Duologie dürften dennoch verschiedene Verbindungen und bekannte Elemente erkennen.
Die Krone bleibt damit vorerst ein faszinierendes Puzzlestück. Sollte die entzifferte Botschaft tatsächlich auf den Herrn des Chaos verweisen, hätte Larian eines der größten Geheimnisse des kommenden Rollenspiels bereits im ersten Trailer offen präsentiert. Glaubt ihr an die Rückkehr des Herrn des Chaos oder erwartet ihr einen völlig neuen Gegenspieler? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.
