Capcom hat eine Story-Erweiterung für Resident Evil Requiem angekündigt, und nach dem starken Februar-Release 2026 ist das genau die Art von Nachschub, die sich viele wünschen. Das Hauptspiel teilt seine Kampagne bekanntlich in zwei Tonlagen auf: Grace Ashcroft steht für klaustrophobischen Horror, Leon S. Kennedy eher für das actionlastige Gegenprogramm.
Regisseur Koshi Nakanishi hat außerdem eine kostenlose Aktualisierung bestätigt, die mindestens ein neues Mini-Spiel sowie einen Fotomodus mitbringt. Die Gratis-Inhalte sollen im Mai 2026 erscheinen, zur Story-Erweiterung gibt es bisher aber nur die Ansage, dass sie tiefer in die Welt von Requiem eintauchen soll.
Genau dieser Spielraum macht Lust auf Spekulationen, und hier sind meine sechs Wünsche, die ich mir für die neue Story und das Update ganz konkret wünschen würde.
Eine Story-Erweiterung mit ordentlicher Länge
Wie lang sollte die neue Story in Resident Evil Requiem sein? Vor allem: lang genug, damit sie sich wie ein echtes zweites Highlight anfühlt. Die Hauptkampagne ist klasse, aber für viele war sie schneller vorbei als erwartet. Auf normalem Schwierigkeitsgrad landeten manche bei rund 13,5 Stunden inklusive der meisten Sammelobjekte, während andere ohne Collectable-Jagd eher im Bereich von acht bis neun Stunden durch waren.
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Als Vergleich taugen die jüngeren Serienmaßstäbe: Resident Evil Village lag beim ersten Durchgang oft bei etwa 10 bis 13 Stunden, sein Story-DLC Shadows of Rose eher bei drei bis vier Stunden. Beim Resident Evil 4 Remake waren es im Schnitt eher 15 bis 17 Stunden, und Separate Ways brachte solide fünf bis sechs Stunden Extra-Story. Genau diese Größenordnung wäre für Requiem ideal, um die gefühlte Kürze der Hauptkampagne auszubalancieren.
Mehr Horror, weniger Power-Fantasy
Welche Stimmung sollte die DLC-Story treffen? Ich will mehr Beklemmung und weniger Komfortzone, besonders in Leons Abschnitten. Im Hauptspiel funktioniert die Aufteilung zwar gut, aber Leons Part wirkt bewusst wie der Trip eines abgebrühten Profis, der sich auch mal mit einem Roundhouse-Kick Luft verschafft.
Für der DLC fände ich es spannender, den Spieß umzudrehen: Leon soll sich wieder verletzlich anfühlen, mit knapper Munition, fieser Gegnerplatzierung und Situationen, in denen Flucht die bessere Option ist. Grace darf natürlich weiter Albtraumstoff liefern, aber die eigentliche Überraschung wäre, wenn ausgerechnet Leons neue Story den Horror-Regler deutlich nach oben dreht.

Ein Fundament für das nächste Resident Evil
Wie könnte der DLC die Serie sinnvoll vorbereiten? Requiem deutet bereits an, dass mindestens zwei der zentralen Antagonisten als Fanatiker von Oswell E. Spencer und Albert Wesker auftreten. Diese Spur sollte die Erweiterung aufnehmen und mit mehr Kontext füttern, ohne den nächsten Serienteil komplett vorwegzunehmen.
Spannend ist dabei auch, dass Zeno optisch stark an Wesker erinnert. Genau daraus könnte der DLC mehr machen: Gibt es weitere Anhänger, eine organisierte Bewegung oder gar Experimente, die direkt auf die Umbrella-Mythologie einzahlen? Wenn Capcom das geschickt aufzieht, fühlt sich die Erweiterung nicht wie ein Seitenausflug an, sondern wie der Startschuss für das nächste große Kapitel.





