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Xbox One: Durch DRM-Wende “kein revolutionäres Produkt” mehr

Von Redaktion PlayCentral - News vom 24.06.2013 14:22 Uhr

Bringt die DRM-Wende für Xbox One-Spieler auch Nachteile mit sich? Nicht nur Branchenexperten sind dieser Meinung. Nun zeigte sich auch ein Microsoft-Mitarbeiter sehr enttäuscht darüber, dass man aufgrund des Kurswechsels in Sachen Xbox One und DRM viele tolle Features bei der neuen Konole streichen musste.

Keine gute PR für Xbox One

Zuerst war es die Xbox One-Präsentation an sich, welche nicht sonderlich gut bei Presse & Fans ankam. Hinzu kamen die sehr streng wirkenden DRM-Maßnahmen wie Gebrauchtspiele-Restriktionen für die neue Xbox. Nein, Microsoft hat in den letzten Wochen keinen wirklich guten Stand in der Spielerschaft. Doch das liege nicht etwa daran, dass man ein schlechteres Produkt als Sony mit der PS4 anbiete, sondern eher an wirklich groben Schnitzern im PR-Bereich, gab sich ein anonymer Mitarbeiter der Xbox Division von Microsoft nun überzeugt.

Schlechte Kommunikation durch Microsoft

Microsoft hätte bereits vor dem Umdenken im Digital Rights-Bereich auf die kritischen Stimmen vieler Fans reagiert und daher auf der E3 verstärkt auf Spiele für die Xbox One gesetzt. Diese Reaktion sei aber durch Microsoft schlicht nicht genügend kommuniziert worden, so der Microsoft-Mitarbeiter. Daher sei bereits vor dem Beginn der E3 eine negative Grundstimmung unter den Spielern vorhanden gewesen.

Xbox One: Weniger Features als geplant

Nicht nur vom eigenen Produkt überzeugt zeigte sich der Mitarbeiter des Unternehmens, sogar wirklich enttäuscht und traurig. Denn im Zuge der DRM-Wende musste auch so manches Feature für die Xbox One über Board geworfen werden. So hätte dieses DRM-Modell auch viele neue Möglichkeiten geboten, wie das sogenannte Family Feature und auch Game Sharing. Diese Funktionen hätten es bis zu zehn Personen erlaubt, Dokumente und eine durch ein Mitglied der "Familie" erstellte Spielebiblothek gemeinsam zu nutzen – quasi ein interner Verleih.

Bereits eine Vielzahl Konsolen online

Und auch für die Leute, welche sich über den Zwang einmal in 24 Stunden online gehen zu müssen beschwert haben, hat der Mitarbeiter eine Antwort. So könnte man über die Xbox 360 48 Millionen Spieler aufweisen, welche alle 24 Stunden online seien. Diese stattliche Zahl könne noch nicht einmal Steam aufweisen, wie pcgames.de schreibt.

Aber alles in Allem hätte Microsoft sich den miesen Start selbst zuzuschreiben, so der Mitarbeiter. Der Konzern hätte einfach klarer die Vorteile des Systems kommunizieren müssen.

"Stattdessen haben wir zuviel Zeit investiert, gegen die negativen Eindrücke vorgehen, die viele Leute und die Medien erweckt haben.", "Die Leute, die wir zunächst vergrault hätten, würden möglicherweise wieder zurückkehren, wenn sie die Vorteile sehen würden, die wir ihnen angeboten hätten.", zitiert pcgames.de.

Sogar mit der Konzernleitung hätte sich die Xbox Division einige Male angelegt, um bestimmte Features zu retten. Man sei zwar ein großer Konzern, die Angestellten der Xbox Division würden sich aber dennoch am Gamer orientieren.

Xbox One: Wille gegen Gebrauchtspiele spürbar

Auch zur Streitfrage des Gebrauchtspielehandels vertritt der anonyme Mitarbeiter eine Meinung. So sollten sich die Spieler einmal vor Augen führen, warum man solche Maßnahmen mit der Xbox One überhaupt umsetzen wollte – da der Spielemarkt nur eine Einnahmequelle hat und dies sei nunmal bei einem Neukauf (einmal abgesehen von Abo-MMOs). Auf der anderen Seite stünden laufende Kosten für Angestellte, Serverfarmen, Entwicklung neuer Projekte, PR, Lizenzkosten und noch einiges mehr. Zwar sei die Industrie nicht direkt an Microsoft herangetreten und hätte nach Maßnahmen gegen Gebrauchtspiele in der Xbox One verlangt, ein Grundkonsens innerhalb der Branche sei aber spürbar – und dieser bestünde nicht in der Befürwortung des zweiten Marktes, so der Mitarbeiter.

Xbox One "war revolutionäres Projekt" – Playstation 4 nicht

Zum Schluss des Briefs bedauert der Mitarbeiter nochmals die schlechte Kommunikationspolitik von Seiten Microsoft und den generellen Verlauf der Entwicklung. So sei die Xbox One wirklich ein "revolutionäres Produkt" gewesen und Sonys PS4 sei lediglich eine Xbox 360 in zweiter Version.

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