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Steam Machine für 1.039 Euro – Valve verteidigt Preis und offene PC-Strategie

Valve sorgt mit der Preisenthüllung der neuen Steam Machine für Diskussionen. Der Wohnzimmer-PC soll 1.039 Euro kosten und damit deutlich über dem liegen, was viele von klassischen Konsolen gewohnt sind. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen den Moment, um seine Strategie öffentlich zu verteidigen und schießt dabei spürbar gegen das etablierte Konsolenmodell von Sony, Microsoft und Nintendo.

Valve will seine Hardware bewusst nicht subventionieren. Während Konsolenhersteller ihre Geräte oft unter Herstellungskosten verkaufen und die Differenz über Spieleverkäufe, Abos oder exklusive Deals ausgleichen, setzt Valve auf einen anderen Weg, der laut eigener Aussage besser zu einem offenen PC-Ökosystem passt.

Preisstrategie und offenes Ökosystem

Warum verzichtet Valve bei der Steam Machine auf eine Subventionierung? In einer Pressemitteilung erklärt Valve, dass Subventionen zwar wie eine einfache Lösung wirken, aber nicht zu den eigenen Überzeugungen passen. Aus Sicht des Konzerns entstehen gesunde Ökosysteme langfristig vor allem dann, wenn Systeme offen bleiben, sowohl für Valve selbst als auch für die Kundschaft.

Auch wenn es wie eine einfache Lösung erscheinen mag, entspricht es nicht unseren Überzeugungen darüber, wie gesunde Ökosysteme aufgebaut werden. Wenn es bei Valve etwas gibt, worüber wir felsenfest überzeugt sind, dann ist es unser Glaube, dass offene Systeme auf lange Sicht besser sind, für uns selbst und für die Kunden.

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Gleichzeitig verbindet Valve den Subventionsgedanken mit einem harten Vorwurf an die Konkurrenz: Hardware unter Preis zu verkaufen oder Exklusivinhalte einzukaufen, diene vor allem dazu, geschlossene Plattformen aufzubauen, auf denen Nutzer weniger frei entscheiden können, welche Software sie verwenden.

Wenn Unternehmen ihre Hardware unter den Herstellungskosten verkaufen oder exklusive Inhalte dafür kaufen, tun sie das, um ein geschlosseneres System aufzubauen, eines, in dem man nicht selbst wählen kann, welche Software man verwenden möchte. Das wollen wir für PC-Hardware nicht, und wir glauben, dass ihr das auch nicht wollen solltet.

Ein PC bleibt ein PC

Welche Philosophie verfolgt Valve mit dem Wohnzimmer-PC? Interface-Designer Lawrence Yang hat die Linie in einem Interview mit Eurogamer ebenfalls klargezogen. Das Thema Subventionierung komme zwar intern auf, am Ende lande man aber immer wieder bei den langfristigen Zielen und der PC-Philosophie offener Systeme.

Yang beschreibt das klassische Konsolenprinzip als Mechanismus, um Käufer an eine Plattform zu binden. Genau das lehnt Valve ab. Wer ein Spiel kauft, soll es nach dieser Logik grundsätzlich auf jedem PC spielen können, statt an bestimmte Modelle, Versionen oder Hardware-SKUs gebunden zu sein.

Wenn Hardware subventioniert wird oder man Exklusivtitel auf einer bestimmten Plattform hat, liegt das oft daran, dass das Unternehmen die Verbraucher an diese Plattform binden will, und daran glauben wir nicht. Wir finden: Wenn du ein Spiel kaufst, solltest du es auf jedem PC spielen können.

Sein zugespitzter Punkt: Sobald Inhalte oder Funktionen an konkrete Modelle gekoppelt werden, verliert ein PC aus Valves Sicht genau das, was ihn ausmacht.

Ein PC ist ein PC: In dem Moment, in dem man anfängt, Dinge an bestimmte SKUs oder Modelle zu binden, ist es in unseren Augen eigentlich kein PC mehr.

Keine Steam-Pflicht trotz Valve-Hardware

Wie frei ist man bei Stores und Betriebssystem auf der Steam Machine? Den naheliegenden Einwand, dass Valve am Ende trotzdem an den eigenen Steam-Store binde, weist Yang zurück. Der entscheidende Unterschied sei, dass Valve die Hardware nicht abschotte und aktiv ermögliche, andere Wege zu gehen.

Wir sperren unsere Hardware nicht ein. Man kann Windows installieren, man kann andere Spiele-Stores auf dem Steam Deck oder der Steam Machine installieren, und das ist etwas, wofür wir uns tatsächlich aktiv einsetzen, um es möglich zu machen. Wir finden nicht, dass die Leute an einen einzigen Spiele-Store gebunden sein sollten.

Damit positioniert sich Valve klar als PC-Anbieter im Wohnzimmer-Format, inklusive der Freiheit, Software, Stores und Plattformen nach den eigenen Vorlieben zu wählen. Der hohe Einstiegspreis soll genau dieses Selbstverständnis widerspiegeln, statt über spätere Bindungsmodelle wieder hereingeholt zu werden.

Vorbestellung, Losverfahren und Versandstart

Wann kann man die Steam Machine in Deutschland bekommen? Wer sich eine Steam Machine sichern will, kann sich laut Ankündigung ab sofort und noch bis zum 25. Juni 2026 um 19 Uhr deutscher Zeit für ein Losverfahren bewerben. Direkt im Anschluss soll die Auswahl starten.

Die ersten Geräte sollen dann bereits ab dem 29. Juni 2026 in den Versand gehen. Wie groß die verfügbaren Kontingente ausfallen, dürfte sich spätestens dann zeigen, wenn die ersten Bestätigungen rausgehen und die Community die reale Lieferlage einschätzen kann.

Wie seht ihr den Preis von 1.039 Euro für die Steam Machine und Valves klare Ansage gegen das Konsolenmodell? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Solider Snake

In meiner Freizeit spiele ich gerne Poker und verbringe den halben Tag im Keller, um meine Gamer-Skills zu verfeinern. Leider ist auch nach 20 Jahren Gaming immer noch nichts mit den Skills. Aber hey, was nicht ist, kann ja noch werden?! Peace, euer Snake!
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