Wer gerade versucht, ein neues Steam Deck zu kaufen, dürfte es längst gemerkt haben: Die Verfügbarkeit ist in vielen Regionen weiter angespannt. Valve hat sich nun erneut zur Lage geäußert und macht deutlich, dass die Engpässe nicht kurzfristig verschwinden werden. Im Kern geht es um eine globale Speicherkrise, die inzwischen große Teile der Hardware-Branche trifft.
Besonders brisant: In den nächsten Monaten stehen weitere Valve-Geräte im Raum, die ebenfalls viel Arbeitsspeicher benötigen. Dazu zählen die Steam Machine und das Steam Frame, die beide für 2026 eingeplant sind. Zusammen mit dem anhaltenden Steam-Deck-Mangel könnte das die Gesamtsituation für Fans von SteamOS-Hardware weiter verschärfen.
Valves aktuelle Einschätzung zur Lage
Was sagt Valve zum Steam-Deck-Lieferproblem? Pierre-Loup Graiffais, SteamOS- und Hardware-Entwickler bei Valve, wurde im Rahmen eines Interviews auch auf die knappe Verfügbarkeit des Steam Deck angesprochen. Konkrete Neuigkeiten zur Entspannung der Situation nannte er zwar nicht, betonte aber, dass Valve intensiv daran arbeite.
Wir können dazu nichts Spezifisches teilen, aber es ist etwas, woran wir sehr hart arbeiten.
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Graiffais zog außerdem einen Vergleich zur Pandemie-Zeit, als es durch Microcontroller-Engpässe zu ähnlichen Problemen kam. Damals habe Valve teils auf alternative Bauteile ausweichen müssen. Einen ähnlichen Ansatz sieht er auch jetzt als möglichen Weg, wobei nicht nur Komponenten, sondern auch Logistik und Versandbedingungen eine Rolle spielen.
Wir haben von Anfang an versucht, viele Optionen offenzuhalten. Das hilft in so einem Klima, weil wir mit den großen Anbietern und auch kleineren arbeiten können. Aber die Bedingungen rund um Speicher sind gerade sehr global, da können wir nur begrenzt etwas tun.
Warum ausgerechnet RAM zum Flaschenhals wird
Warum ist RAM derzeit so knapp? Hintergrund der Engpässe ist eine weltweit spürbare Knappheit bei Computer-Arbeitsspeicher, insbesondere bei DDR5. Als Treiber gilt der massive Ausbau von KI-Infrastruktur: Neue Rechenzentren benötigen enorme Mengen an High-End-Speicher, wodurch Herstellerkapazitäten stärker in diese Richtung gebunden werden.
Für Gaming-Hardware hat das direkte Folgen. Wenn sich RAM schlechter beschaffen lässt oder deutlich teurer wird, geraten Produktionspläne ins Wanken, und Geräte tauchen seltener im Handel auf. Das betrifft nicht nur Handhelds, sondern zunehmend auch PCs, Komponenten und andere Konsolen-nahe Hardware, die auf moderne Speicherstandards setzt.
Welche Valve-Geräte besonders betroffen sein könnten
Welche Hardware braucht wie viel Speicher? Ein Blick auf die bekannten Eckdaten zeigt, warum die Lage ausgerechnet bei Valves Plänen so sensibel ist. Mehrere Geräte setzen auf moderne RAM-Standards, die aktuell besonders nachgefragt sind.
| Gerät | Bekannte RAM-Ausstattung | Zusätzliche Grafik-Speicherangabe |
|---|---|---|
| Steam Deck | 16 GB LPDDR5 | Keine separate Angabe |
| Steam Frame | 16 GB LPDDR5X | Keine separate Angabe |
| Steam Machine | 16 GB DDR5 | 8 GB GDDR6 VRAM |
Die Steam Machine ist weiterhin für 2026 bestätigt, ohne festes Releasedatum, gilt aber als Kandidat für die erste Jahreshälfte. Das Release-Zeitfenster wird jedoch immer enger. Parallel dazu steht das Steam Frame ebenfalls für 2026 im Raum, ebenfalls ohne konkretes Datum. Das VR-Headset soll als Nachfolger des Valve Index positioniert sein, SteamOS nutzen und sowohl VR- als auch Nicht-VR-Spiele ausführen.
Ein wichtiger Punkt: Anders als beim Valve Index soll das Steam Frame ohne PC-Tether auskommen und auch keine externen Lighthouse-Basisstationen benötigen. Genau diese Art von All-in-one-Anspruch erhöht aber den Hardwarebedarf, was in einer angespannten Speicherlage schnell zu denselben Effekten führen kann, die Fans schon vom Steam Deck kennen.
Was das für Käufer in Deutschland bedeutet
Worauf sollten Steam-Deck-Interessierte jetzt achten? Wer in Deutschland auf ein Steam Deck oder kommende SteamOS-Hardware schielt, sollte damit rechnen, dass Verfügbarkeiten schwanken und Kontingente schnell weg sein können. Gleichzeitig deutet die Aussage von Valve darauf hin, dass man zwar an Alternativen und Flexibilität arbeitet, der globale Speicher-Markt aber weiterhin der begrenzende Faktor bleibt.
Ein kleines positives Signal am Rand: Der neue Steam Controller steht laut den aktuellen Informationen für den 4. Mai 2026 im Raum. Ob sich die allgemeine Hardware-Lage dadurch spürbar entspannt, bleibt abzuwarten, doch es zeigt zumindest, dass Valve sein Line-up trotz schwieriger Bedingungen weiter vorantreibt.
Wie erlebt ihr die Situation rund um das Steam Deck aktuell, und würdet ihr trotz möglicher Engpässe auf Steam Machine oder Steam Frame setzen? Schreibt es gern in die Kommentare.




