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Ist das der PS6-Controller? Sony patentiert modulares Gamepad

Sony experimentiert offenbar mit einem deutlich flexibleren PlayStation-Controller. Ein am 16. Juli 2026 veröffentlichtes Patent beschreibt ein modulares Gamepad, bei dem sich Touchscreen, Analogsticks und weitere Bedienelemente magnetisch an unterschiedlichen Positionen befestigen lassen.

Ob daraus tatsächlich der Controller der PlayStation 6 oder ein separates Zubehörprodukt entsteht, ist offen. Das Konzept geht aber deutlich weiter als die austauschbaren Stickmodule des DualSense Edge.

Controller setzt auf ein magnetisches Raster

Im Zentrum des Patents steht eine magnetische Fläche zwischen den beiden Griffen des Controllers. Darauf können verschiedene Eingabemodule an mehreren vorgesehenen Positionen befestigt werden.

Zu den möglichen Modulen gehören:

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  • Analogsticks
  • Richtungskreuz
  • Aktionstasten
  • Touchscreen
  • zusätzliche Bedienelemente
  • drehbare Eingaberäder

Die magnetische Verbindung soll dabei nicht nur für Halt sorgen. Über die Schnittstelle könnten zugleich Strom und Daten zwischen Controller und Modul übertragen werden.

Dadurch ließe sich das Layout stärker an das jeweilige Spiel oder die persönlichen Vorlieben anpassen.

Touchscreen zeigt Menüs und Benachrichtigungen

Ein weiteres Kernelement ist ein abnehmbares Display mit grafischer Benutzeroberfläche.

Der Touchscreen könnte unter anderem für folgende Funktionen genutzt werden:

  • Waffen- oder Schnellmenüs
  • Konsoleneinstellungen
  • Nachrichten
  • eingehende Anrufe
  • Systembenachrichtigungen
  • Auswahl von Anwendungen

Das Patent beschreibt sogar, dass ein laufendes Spiel automatisch pausiert werden könnte, sobald der Nutzer über den Controller auf eine Nachricht oder einen Anruf reagiert.

Zusätzlich verfügt das Modul über ein drehbares Bedienelement. Damit könnten Spieler durch Symbole und Menüs navigieren, ohne ausschließlich den Bildschirm zu berühren.

Sticks und Tasten könnten frei positioniert werden

Besonders spannend ist die Möglichkeit, auch klassische Eingabeelemente zu versetzen.

Die Patentzeichnungen beschreiben ein Raster mit mehreren Referenzpunkten, auf denen sich die Module magnetisch befestigen lassen. So könnten Spieler beispielsweise:

  • den linken Stick und das Steuerkreuz tauschen
  • beide Sticks symmetrisch oder versetzt anordnen
  • Tasten näher an einen bestimmten Finger verschieben
  • ungenutzte Module entfernen
  • ein größeres Display in der Mitte einsetzen

Damit wäre sowohl ein Layout nach PlayStation- als auch nach Xbox-Vorbild denkbar.

Vorteile für Barrierefreiheit

Der modulare Aufbau könnte besonders für Spieler mit eingeschränkter Handbeweglichkeit interessant sein.

Statt sich an ein festes Standardlayout anpassen zu müssen, könnten Nutzer Sticks und Tasten dort positionieren, wo sie für die eigene Griffweise am besten erreichbar sind.

Das Patent nennt ausdrücklich unterschiedliche ergonomische Bedürfnisse, Spieltypen und motorische Einschränkungen als mögliche Gründe für ein anpassbares Layout.

Damit würde das Konzept gut zu Sonys bisheriger Barrierefreiheitsstrategie rund um den Access Controller passen.

Mehr als nur austauschbare Stickmodule

Bereits der DualSense Edge ermöglicht es, einzelne Stickmodule zu entfernen und zu ersetzen. Das neue Patent geht aber wesentlich weiter.

Hier sollen nicht nur verschlissene Komponenten austauschbar sein. Das komplette Layout des Controllers könnte verändert werden.

Auch das Display und der drehbare Eingabering lassen sich laut Beschreibung an verschiedenen Bereichen des Controllers anbringen – vorne, hinten oder an der Oberseite.

Kommt dieser Controller mit der PS6?

Dafür gibt es bislang keinen Beleg. Das Patent nennt weder die PlayStation 6 noch einen Produktnamen. Die Abbildungen verwenden einen DualSense-ähnlichen Controller lediglich als Beispiel.

Denkbar wären mehrere Möglichkeiten:

  • ein Controller für die PS6
  • ein Nachfolger des DualSense Edge
  • ein spezielles Accessibility-Gamepad
  • ein Konzept, das niemals als Produkt erscheint

Patente sichern zunächst technische Ideen ab. Sony muss das beschriebene Gerät also nicht zwangsläufig auf den Markt bringen.

Sony könnte das Controller-Layout komplett öffnen

Sollte Sony das Konzept tatsächlich umsetzen, wäre es dennoch eine bemerkenswerte Abkehr vom bisherigen Ansatz.

Seit dem ersten DualShock setzt PlayStation im Wesentlichen auf symmetrisch angeordnete Analogsticks. Ein vollständig modularer Controller würde Spielern erstmals erlauben, diese Anordnung selbst zu verändern.

Gerade die Kombination aus frei positionierbaren Bedienelementen, Touchscreen und magnetischer Strom- und Datenübertragung macht das Patent deshalb interessanter als einen gewöhnlichen DualSense-Nachfolger.

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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