Artikel

GTA 6 auf PS5 und Xbox – Warum 60 FPS laut Digital Foundry unwahrscheinlich sind

Kaum ein Technik-Thema spaltet die Community aktuell so zuverlässig wie die Frage, ob Grand Theft Auto 6 auf PS5, PS5 Pro, Xbox Series X oder Xbox Series S einen 60-FPS-Modus bekommt. Digital Foundry greift die Debatte in einer neuen DF Weekly-Ausgabe wieder auf, ausgelöst durch frisches GTA 6 Material von Rockstar, das im Zuge des Vorbestart-Starts veröffentlicht wurde.

Schon im März 2024 hatte Digital Foundry argumentiert, dass 60 Bilder pro Sekunde auf den aktuellen Konsolen eher unwahrscheinlich sind. Zwei Jahre später ist das Thema dank Trailer 2, Pre-Order-Screenshots und weiterer Eindrücke aus Leonida wieder hochgekocht und die Kernaussage bleibt: Die gezeigte Detaildichte wirkt extrem schwer auf ein Performance-Profil zu skalieren, das stabil 60 FPS ermöglicht.

Warum die CPU bei GTA 6 zum Nadelöhr werden könnte

Warum sind 60 FPS bei GTA 6 auf Konsolen so schwer zu erreichen? Für Digital Foundry ist der wichtigste Punkt weniger die reine Grafik, sondern die erwartete CPU-Last. GTA 6 wirkt stark simulationsgetrieben: dichter Verkehr, viele NPCs, komplexe Systemsimulation, dazu Physik für Fahrzeuge, Boote und Fluggeräte.

Gerade in dicht bebauten City-Bereichen brechen Bildraten in CPU-intensiven Spielen häufig ein. Digital Foundry zieht dabei Vergleiche zu aktuellen Titeln mit hohen Simulationskosten, bei denen Städte oft die schwierigsten Szenen sind. GTA 6 setzt darauf noch einen drauf, weil du dich in der offenen Welt extrem schnell bewegen kannst, was Streaming, KI und Physik gleichzeitig fordert.

Magischen Merch entdecken! ✨

Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙‍♂️

Zum Shop

Fahrzeuge sind außerdem nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern auch Physik-Objekte mit Kollisionen, Animationen, Partikeln und Verhalten, das in großen Mengen berechnet werden muss. In vielen Simulations- und Open-World-Titeln ist das genau der Grund, warum Konsolen häufig bei 30fps landen, selbst wenn die GPU theoretisch mehr könnte.

Rockstars Historie setzt eher auf 30 FPS statt 60 FPS

Welche Hinweise liefert Rockstars bisherige Konsolen-Strategie? Digital Foundry erinnert daran, dass Rockstars große Open-World-Releases auf Konsole traditionell bei 30 FPS starteten. Grand Theft Auto 4, Grand Theft Auto 5 und Red Dead Redemption 2 kamen zunächst als 30-FPS-Erlebnisse, teils sogar mit Problemen, dieses Ziel konstant zu halten.

60 FPS kamen bei Rockstar zwar später, aber typischerweise erst über Neuveröffentlichungen auf stärkerer Hardware, zum Beispiel bei Grand Theft Auto 5 auf Xbox Series Konsolen und PS5. Der historische Trend ist damit klar: Rockstar priorisiert zum Launch meist visuelle Qualität, Weltkomplexität und Effekte statt eine hohe Bildrate.

Dass sich das bei GTA 6 komplett dreht, wäre ein echter Kurswechsel, vor allem weil die bisher gezeigten Trailer-Assets und Screenshots eher nach maximaler Fidelity aussehen als nach einem klaren Signal Richtung Performance-First.

PS5 Pro als Hoffnungsträger mit Grenzen

Welche Rolle könnte die PS5 Pro für höhere Bildraten spielen? Auf dem Papier ist die PS5 Pro die stärkste aktuelle Konsole und damit der naheliegendste Kandidat für einen schnelleren Modus. Digital Foundry betont aber, dass der Vorteil der PS5 Pro vor allem bei der GPU liegt, zusätzlich bei besserer Raytracing-Leistung und durch PSSR-Upscaling, das inzwischen in zwei Generationen vorliegt und sich anhand diverser PS5-Pro-Upgrades einschätzen lässt.

Wenn GTA 6 in erster Linie durch CPU-Last limitiert wird, bringt mehr GPU-Power nur begrenzt etwas. Laut Digital Foundry fällt der CPU-Vorsprung der PS5 Pro gegenüber der Basis-PS5 nur relativ klein aus. Und genau das macht einen 60-FPS-Modus schwierig, selbst wenn man Auflösung senkt oder aggressiver hochskaliert.

Unterm Strich wirkt ein 30-FPS-Modus auf PS5 Pro am wahrscheinlichsten, mit einer realistischen Chance auf eine zusätzliche Option zwischen 30 und 60, wenn Rockstar sie anbietet.

40-FPS-Modus als realistischer Kompromiss für 120Hz-Displays

Welche Alternativen zu 60 FPS sind auf PS5 und Xbox Series denkbar? Digital Foundry nennt als Hoffnungsschimmer einen 40-FPS-Modus, der sich in den letzten Jahren als Mittelweg etabliert hat, aber typischerweise an 120Hz-Displays gekoppelt ist. Der technische Vorteil: 40 FPS entsprechen 25ms Frame-Time, also exakt in der Mitte zwischen 30 FPS mit 33,3ms und 60 FPS mit 16,7ms.

40 passt nicht sauber in ein 60Hz-Refresh-Fenster, deshalb wird diese Option in der Praxis meist nur für 120Hz-Fernseher und Monitore angeboten. Für viele wäre das dennoch ein spürbarer Gewinn, weil sich Eingaben direkter anfühlen und Kamerabewegungen glatter wirken, ohne dass Rockstar die Weltkomplexität so stark reduzieren müsste wie für 60 FPS.

Series S, Series X und der schwierige Spagat der Plattformen

Was bedeutet die Konsolen-Range von Series S bis PS5 Pro für GTA 6? Wenn ein Spiel gleichzeitig für Xbox Series S, Xbox Series X, PS5 und PS5 Pro entwickelt wird, muss das Grunddesign der Simulation in der Regel auf den schwächeren Plattformen funktionieren. Genau deshalb wird die Series S in Diskussionen oft als zusätzlicher Bremsklotz gesehen, zumindest für ambitionierte Performance-Ziele.

Selbst wenn Series X und PS5 Pro stärker sind, bleibt die Frage, ob Rockstar unterschiedliche Simulationsbudgets pro Plattform zulässt oder eher eine einheitliche Basis setzt und über Auflösung, Effekte und Raytracing skaliert. Bei einem stark CPU-lastigen Open-World-Spiel ist dieser Unterschied entscheidend, weil man 60 FPS nicht nur mit weniger Pixeln erkauft.

Performance-Modus, Qualitätsmodus und die Rolle von Gerüchten

Welche Modi könnten zum Launch realistisch sein? Es kursieren zwar Händlertexte und angebliche Leaks, die von getrennten Quality- und Performance-Modi sprechen. Digital Foundry bleibt hier aber vorsichtig, weil solche Formulierungen oft generisch sind und in der aktuellen Konsolen-Generation ohnehin bei vielen Titeln erwartet werden.

Außerdem kann ein Performance-Modus vieles bedeuten: von 60 FPS über 40 FPS bis hin zu einem konservativeren 30 FPS-Modus mit stabilerem Lock gegenüber einem grafisch aggressiveren Modus, der eher mal unter 30 rutschen könnte. Gerade Rockstars Track Record macht es plausibel, dass die erste Zielmarke ein solides 30-FPS-Profil ist, mit optionalen Varianten darüber.

Die aktuelle Stimmungslage rund um 60 FPS

Wie ist die Community aktuell in der 60-FPS-Frage gespalten? In der DF Weekly Ausgabe wurde auch eine Abstimmung thematisiert, die zeigt, wie knapp die Erwartungen beieinanderliegen: Rund 52 Prozent rechnen damit, dass GTA 6 auf mindestens einer Current-Gen-Konsole 60fps unterstützt, während 48 Prozent davon ausgehen, dass es auf keiner der Plattformen klappt.

Diese knappe Verteilung passt zur Gesamtlage: Einerseits sind Upscaling-Techniken, dynamische Auflösungen und variable Grafiksettings heute stärker denn je. Andererseits wirkt das, was Rockstar bisher zu Leonida zeigt, wie ein kompromissloses Technik-Statement inklusive anspruchsvoller Raytracing-Effekte und extrem dichter Welt.

Reichen PS5 Pro und Xbox Series X für einen echten 60-FPS-Modus in Grand Theft Auto 6, oder ist ein sauberer 30-FPS- oder 40-FPS-Ansatz am Ende der realistischere Weg? Schreib deine Einschätzung in die Kommentare.

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Am meisten gewählt
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"