Für Fans von physischen PS5-Spielen gibt es neue Dämpfer aus Brüssel. Während die Debatte um Sonys geplantes Ende der Disc-Veröffentlichungen weiter hochkocht, hat ein EU-Kommissar nun deutlich gemacht, dass der Handlungsspielraum der Europäischen Union in diesem Fall offenbar stark begrenzt ist.
Im Kern geht es um Sonys Plan, ab Januar 2028 keine physischen Datenträger für PlayStation-Konsolen mehr zu veröffentlichen. In der Community wächst seit Wochen der Druck, diese Entscheidung doch noch zu kippen. Doch ausgerechnet aus der Politik kommt jetzt eine Aussage, die viele PS5-Nutzer ernüchtern dürfte.
Begrenzter Handlungsspielraum der EU
Was sagt die EU zu Sonys Ende der PlayStation-Discs? Michael McGrath, EU-Kommissar für Verbraucherschutz, hat sich zur Diskussion um die Disc-Abkehr geäußert und dabei den Kurs der EU eher zurückhaltend beschrieben.
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McGrath verwies zudem sinngemäß darauf, dass es am Ende um kommerzielle und vertragliche Freiheiten gehe. Für viele, die auf neue Regeln gegen einen reinen Digitalvertrieb hoffen, klingt das wie eine klare Botschaft: Die EU wird Sony voraussichtlich nicht einfach per Gesetz dazu zwingen können, weiterhin Spiele auf Disc zu verkaufen.
Im Hintergrund spielt auch eine Rolle, dass europäische Regelungen rund um Urheberrecht und geistiges Eigentum es Gesetzgebern offenbar erschweren, Publishern und Plattformbetreibern vorzuschreiben, in welcher Form sie Produkte zwingend anbieten oder dauerhaft unterstützen müssen.
Proteste, Petition und der politische Kontext
Wie reagieren PS5-Fans auf das geplante Disc-Aus? Der Widerstand ist längst organisiert: Eine Petition auf Change.org gegen die Einstellung physischer PlayStation-Spiele hat bereits hunderttausende Unterschriften gesammelt. Parallel versuchen einige Fans, über Politiker und nationale Gesetzgeber neue Regeln anzustoßen, die Sonys Pläne ausbremsen könnten.
Dass McGraths Statement jetzt für Frust sorgt, hängt auch mit einem anderen, noch frischen Rückschlag zusammen. Im Juni 2026 hatte die Europäische Kommission bereits entschieden, eine Anfrage der Stop Killing Games-Bewegung nicht weiterzuverfolgen. Dabei ging es um mögliche Regulierung, die Publisher daran hindern könnte, Spiele später einfach abzuschalten oder unspielbar zu machen.
Immerhin: Im Stop Killing Games-Kontext wurde in Aussicht gestellt, stattdessen einen Verhaltenskodex zu prüfen, der den Umgang mit dem End-of-Life von Spielen verbessern soll. Einige PlayStation-Fans hoffen nun, dass es zumindest in eine ähnliche Richtung geht, etwa bei Fragen rund um digitale Besitzrechte. Fest zugesagte, harte Regeln gegen Sonys Disc-Pläne zeichnen sich nach derzeitigem Stand aber nicht ab.
Warum Sony trotz Gegenwind wohl Kurs hält
Wie wahrscheinlich ist ein Kurswechsel bei PlayStation bis 2028? Auch abseits der Politik erwarten Branchenbeobachter keinen schnellen Sinneswandel. Anfang Juli 2026 hatte Analyst Dr. Serkan Toto öffentlich die Einschätzung geteilt, dass Sony trotz des Backlashs voraussichtlich an der Entscheidung festhalten wird. Seine Begründung: Die PlayStation-Kundschaft sei so groß, dass selbst spürbarer Protest, etwa Kündigungen von Abos oder ein zeitweiser Kaufboykott, für Sony nicht zwingend existenzbedrohend wäre.
In sozialen Netzwerken formiert sich der Widerstand dennoch weiter, unter anderem mit dem Slogan No disc, no buy. Auch aus der Branche kommt viel Kritik, mehrere bekannte Entwickler haben Sonys Kurs öffentlich negativ kommentiert. Ob daraus echter Druck entsteht, der Sonys Pläne bis Januar 2028 noch verändert, bleibt offen.
Wie stehst du zum möglichen Disc-Aus bei PlayStation ab 2028 und würdest du bei No disc, no buy mitziehen? Schreib es gern in die Kommentare.




