Ausgerechnet am Launch-Tag von Assassin’s Creed Black Flag Resynced trifft es ein Ubisoft-Team hart: Laut einem neuen Bericht sind bei Ubisoft Barcelona 51 Stellen weggefallen. Betroffen sein sollen dabei auch Entwicklerinnen und Entwickler, die zuvor an dem Remake mitgearbeitet haben.
Die Nachricht sorgt für Diskussionen, weil sie zeitlich direkt mit einem erfolgreichen Release zusammenfällt. Denn das Piraten-Abenteuer ist nach Jahren voller Gerüchte und Leaks seit dem 9. Juli 2026 offiziell verfügbar und wurde von vielen Kritikerstimmen sehr positiv aufgenommen.
Entlassungen trotz starkem Start
Wie viele Jobs sind bei Ubisoft Barcelona betroffen? Insgesamt geht es um 51 Mitarbeitende, die laut dem Bericht nun nicht mehr Teil des Studios sind. Demnach wurde das Team in dieser Form sogar vollständig aufgelöst.
Brisant ist vor allem der Kontext: Interne Stimmen sollen das Projekt als sehr erfolgreich beschrieben haben, zumindest mit Blick auf Vorab-Interesse und Vorbestellungen. Gleichzeitig berichten Betroffene, dass sich die Entlassungen wie eine bereits vorher getroffene Entscheidung angefühlt hätten, unabhängig davon, wie gut sich das Spiel letztlich schlägt.
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Auch die öffentliche Wahrnehmung rund um den Release fällt deutlich positiv aus. Assassin’s Creed Black Flag Resynced startet mit starken Wertungen und viel Rückenwind, was die zeitgleich bekannt gewordenen Stellenstreichungen umso schwerer einzuordnen macht.
Streiks, fehlendes Anschlussprojekt und abgesagte Feier
Was passierte vor den Entlassungen im Juni 2026? Gegen Ende Juni 2026 war bereits bekannt geworden, dass genau diese 51 Stellen auf der Kippe stehen. Um dagegen zu protestieren, soll das Team über ein Gewerkschaftsgremium jeden Dienstag und Donnerstag am Nachmittag in den Streik getreten sein, geplant bis zum 16. Juli 2026.
Mehrere Quellen führen außerdem an, dass Ubisoft Barcelona vor dem Release kein neues Projekt zugewiesen bekam. In der Branche ist es normalerweise üblich, dass Teams lange vor dem Versand eines Spiels bereits eine neue Aufgabe erhalten, um nahtlos weiterarbeiten zu können. Laut den Aussagen sei das hier trotz interner Sorgen bereits im Sommer 2025 nicht passiert.
Symbolisch wirkt zudem eine weitere Entscheidung: Eine geplante Feier zum Abschluss und Versand von Assassin’s Creed Black Flag Resynced soll gestrichen und lediglich durch eine kleine interne Veranstaltung ersetzt worden sein.
Diese Entlassungen stehen im größeren Kontext anhaltender Probleme am Arbeitsplatz. Das ist kein Einzelfall, sondern spiegelt ein Muster aus ständiger schlechter Behandlung, Talentverlust, erzwungenen Abgängen durch den Abbau von Arbeitnehmerrechten und einer immer stärker von oben gesteuerten Führungskultur wider, die Beschäftigten kaum Mitspracherecht bei Entscheidungen lässt, die ihre Arbeit betreffen.
Teil einer größeren Entlassungswelle bei Ubisoft
Welche weiteren Ubisoft-Studios waren 2026 bereits betroffen? Die Kürzungen in Barcelona reihen sich in eine Serie von Einschnitten ein, die Ubisoft 2026 schon mehrfach getroffen haben. Unter anderem wurden im Februar 2026 beim Studio Ubisoft Toronto, das am Splinter Cell Remake arbeitet, Berichten zufolge mindestens 40 Stellen gestrichen.
Im März 2026 folgten demnach noch deutlich größere Einschnitte bei Red Storm Entertainment: Dort sollen etwas über 100 Stellen weggefallen sein, zudem war in diesem Zusammenhang von der Einstellung von insgesamt 10 Projekten die Rede, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befanden.
Wie sich die Lage für Ubisoft Barcelona nach der Auflösung des Teams entwickelt und ob einzelne Mitarbeitende intern bei anderen Ubisoft-Standorten unterkommen, bleibt ein Thema, das die Branche in den kommenden Wochen sicher weiter beschäftigen wird.
Wie bewertet ihr die Entlassungen rund um den Release von Assassin’s Creed Black Flag Resynced, und was erwartet ihr von Ubisoft in Sachen Personalpolitik? Schreibt es gern in die Kommentare.





