Kaum sind die Reservierungen für Valves neue Steam Machine überhaupt richtig im Umlauf, geht auf Reseller-Plattformen schon das ganz große Abkassieren los. Aktuell tauchen dort Angebote auf, die teils weit über dem offiziellen Preis liegen und trotzdem bereits Käufer finden. Besonders absurd: Verkauft werden in vielen Fällen nicht einmal echte Geräte, sondern nur der Anspruch, später kaufen zu dürfen.
Scalping ist im Gaming leider nichts Neues, aber hier wird die Sache auf die Spitze getrieben: Mehrere Listings beziehen sich offenbar nur auf Reservierungsbestätigungen per E-Mail. Das heißt, die Anbieter besitzen weder eine Steam Machine noch können sie nachweisen, dass sie das Gerät tatsächlich zeitnah liefern können.
Reseller verlangen Mondpreise für Reservierungen
Wie teuer sind die Steam-Machine-Angebote auf Reseller-Seiten? Auf eBay und ähnlichen Marktplätzen werden Steam-Machine-Listings mit Aufschlägen gehandelt, die je nach Variante deutlich in Richtung Verdopplung gehen. Auffällig ist dabei, dass einige Angebote trotz der hohen Summen bereits als verkauft markiert wurden.
Die Beispiele zeigen, wie extrem die Preisgestaltung ausfällt, wenn Nachfrage, Hype und begrenzte Kontingente zusammenkommen. Genannt werden unter anderem Aufschläge von umgerechnet mehr als 900 Euro bis weit über 1.500 Euro gegenüber dem Preis, den Valve für das jeweilige Modell aufruft.
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| Modell (Beispiele aus Listings) | Regulärer Preis (umgerechnet) | Verkaufspreis auf Reseller-Seiten (umgerechnet) |
|---|---|---|
| Günstigstes Modell | ca. 965 Euro | ca. 1.843 Euro |
| 2TB-Modell (Einzelgerät) | ca. 1.241 Euro | ca. 2.488 Euro bis ca. 2.672 Euro |
| 512GB-Modell mit Controller | ca. 1.038 Euro | ca. 2.580 Euro |
In allen Fällen handelt es sich um Umrechnungen der in den Listings genannten Summen. Was am Ende im deutschen Handel oder im Valve-Store in Euro tatsächlich aufgerufen wird, steht davon getrennt auf einem anderen Blatt, aber die Richtung ist klar: Wer hier zugreift, zahlt teils extrem über Markt.
Der Haken: Oft wird nur ein Kaufrecht gehandelt
Was genau verkaufen Scalper aktuell überhaupt? Der brisanteste Punkt an der ganzen Nummer: Nach den vorliegenden Beschreibungen haben viele Anbieter noch gar keine Steam Machine gekauft. Stattdessen verweisen sie auf eine E-Mail, die bestätigt, dass sie ausgewählt wurden, später eine Konsole kaufen zu dürfen, sobald Valve den Verkauf offiziell freischaltet.
Das ist ein enormer Unterschied zu klassischen Reseller-Angeboten, bei denen zumindest ein physisches Gerät vorhanden ist. Hier wird also im Kern ein Platz in der Warteschlange monetarisiert. Für Käufer bedeutet das ein deutlich höheres Risiko, etwa wenn die Abwicklung scheitert, Bedingungen nicht erfüllt werden oder sich der tatsächliche Verkauf verzögert.
Unterm Strich entsteht damit eine Situation, in der FOMO den Markt treibt: Wer Angst hat, leer auszugehen, zahlt im Zweifel mehrere hundert bis über tausend Euro extra, ohne dafür eine unmittelbare Lieferung zu bekommen.
So kannst du dich vor Abzocke schützen
Woran erkennst du unseriöse Steam-Machine-Angebote? Wenn du gerade mit dem Gedanken spielst, über Drittanbieter zuzuschlagen, lohnt sich ein kühler Blick auf die Details. Gerade bei stark gehypten Hardware-Releases ist es oft die Beschreibung im Kleingedruckten, die über Ärger oder Sicherheit entscheidet.
- Prüfe, ob der Anbieter ein physisches Gerät verkauft oder nur eine Reservierungsbestätigung.
- Achte auf Formulierungen, die nur ein Kaufrecht oder einen Account-Zugang in Aussicht stellen.
- Vergleiche den aufgerufenen Preis mit dem offiziellen Preis und kalkuliere bewusst, ob dir die Zeitersparnis den Aufschlag wert ist.
- Sei besonders vorsichtig bei Angeboten, die bereits jetzt eine sofortige Lieferung suggerieren, obwohl der offizielle Verkauf noch nicht gestartet ist.
Wie siehst du das: Würdest du für eine Steam-Machine-Reservierung überhaupt einen Aufpreis zahlen, oder wartest du lieber auf den regulären Verkauf? Schreib es gerne in die Kommentare.





