Capcom hat auf dem Summer Game Fest 2026 endlich offiziell Resident Evil Veronica angekündigt und damit ein Gerücht bestätigt, das die Horror-Community schon lange begleitet. Die Neuauflage basiert auf Resident Evil Code: Veronica, einem wichtigen Serienteil, der einst auf der Dreamcast den Schritt in eine vollständig 3D präsentierte Welt markierte und die Geschichten von Claire und Chris Redfield konsequent weiterführte.
Nach dem Reveal blieb zunächst vieles vage, doch bei den Summer Game Fest Play Days gab Produzent Yoshiaki Hirabayashi zusätzliche Einblicke. Seine Aussagen machen vor allem eines deutlich: Resident Evil Veronica soll kein Remake werden, das sich wie ein kleineres Nebenprojekt anfühlt, sondern eher wie ein zentraler Serieneintrag. Genau das unterscheidet den Ansatz spürbar von der Diskussion rund um das Resident Evil 3 Remake, das damals von Teilen der Fans als zu kompakt und zu stark gerafft wahrgenommen wurde.
Spielgefühl und Perspektive
Welche Kamera-Perspektive nutzt Resident Evil Veronica? Obwohl der Ankündigungs-Trailer mit einer First-Person-Ansicht gespielt hat, wird Resident Evil Veronica laut Hirabayashi klassisch in der Third-Person-Perspektive spielbar sein. Er ordnete das Spielgefühl dabei sehr klar in die Richtung des Resident Evil 2 Remakes ein.
Eine optionale Ego-Perspektive stellte Hirabayashi nicht in Aussicht. Die First-Person-Szenen aus dem Trailer könnten eher ein stilistisches Mittel sein oder auf eine kurze Sequenz hinweisen, wie man sie bereits aus dem Start des Resident Evil 3 Remakes kennt, das anfangs kurz aus Jill Valentines Sicht zeigte, bevor es in die Third Person wechselte.
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Claire Redfields Entwicklung nach Raccoon City
Wie verändert sich Claire Redfield im Remake? Laut Hirabayashi setzt Resident Evil Veronica in der Timeline nur drei Monate nach den Ereignissen in Raccoon City an, wie man sie aus Resident Evil 2 kennt. Das bedeutet: Claire wird nicht plötzlich zur Supersoldatin oder Regierungsagentin, aber sie soll spürbar von ihren Erlebnissen geprägt sein.
Capcom betont, dass Claire in dieser kurzen Zeit zwar keine komplette Transformation durchmacht, jedoch in kleinen, glaubwürdigen Schritten weiterentwickelt wird. Hirabayashi erwähnte außerdem, dass sie Training von ihrem Bruder Chris erhalten habe, was sich in Auftreten und Verhalten niederschlagen dürfte.
Das ist auch ein klares Signal in Richtung Tonalität. Im Original inszenierte sich Claire gerade in der Eröffnungssequenz extrem actionlastig, inklusive akrobatischer Ausweichmanöver und großer Explosionen. Im Remake könnte Capcom dieses Niveau an Over-the-Top-Action zurückfahren und stärker an den moderneren Survival-Horror-Stil der jüngsten Neuauflagen anlehnen.
Warum Capcom das Spiel wie einen nummerierten Serienteil behandelt
Warum heißt das Remake Resident Evil Veronica? Auffällig ist, dass Capcom das Code im Titel streicht. Hirabayashi erklärte, man wolle damit vermitteln, dass Veronica im Stellenwert einem nummerierten Resident Evil entspricht. Der Titel soll sich für ein breiteres Publikum direkter und gleichwertig anfühlen, ähnlich wie moderne Namen wie Village oder Requiem, die stärker über Thema und Identität funktionieren.
Das ist mehr als nur Kosmetik. Der Subtext: Capcom möchte offenbar vermeiden, dass Veronica als bloßes Zwischenprojekt wahrgenommen wird. Gerade im Kontext der Remake-Historie ist das eine wichtige Aussage, denn sie deutet auf einen ambitionierteren Umfang und eine intensivere Modernisierung hin, vergleichbar mit Resident Evil 2 und Resident Evil 4.
Gleichzeitig dämpfte Hirabayashi Spekulationen, Veronica könne inhaltlich als eine Art Ersatz für ein zukünftiges Resident Evil 5 Remake dienen. Er gab keinen Hinweis darauf, dass diese Neuauflage diese Rolle übernehmen soll. Dass ein Resident Evil 5 Remake grundsätzlich wahrscheinlich ist, bleibt dennoch naheliegend, auch weil das Original mit rund 17 Millionen verkauften Einheiten zu den Bestseller-Titeln der Reihe gehört.
Steve Burnside und mehr Tiefe für Nebenfiguren
Welche Rolle spielt Steve Burnside in Resident Evil Veronica? Hirabayashi ließ durchblicken, dass Steve Burnside sehr wahrscheinlich wieder dabei ist, ohne es endgültig als Fakt zu bestätigen. In jedem Fall machte er klar, dass Capcom bei Remakes gezielt daran arbeitet, Figuren mehr Dimension zu geben, also Hintergründe, Motivation und Charakterzeichnung zu vertiefen.
Sagen wir hypothetisch, dass er im Spiel ist. Wie bei jedem Remake versuchen wir, tiefer in Charaktere einzutauchen und ihnen mehr Dimension zu geben. Das gilt für Claire und könnte auch Steve einschließen.
Wenn Capcom diesen Ansatz konsequent verfolgt, könnte Veronica gerade bei Figuren, die im Original polarisieren oder zu kurz kamen, spürbar gewinnen. Für viele Fans ist genau das einer der größten Reize moderner Resident Evil Remakes: bekannte Story-Beats, aber mit zeitgemäßem Storytelling und stärkerem Character-Work.
Release-Zeitraum und Plattformen
Wann erscheint Resident Evil Veronica und für welche Plattformen? Capcom plant die Veröffentlichung von Resident Evil Veronica derzeit für 2027. Bestätigt sind Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Windows PC und Xbox Series X.
Ein konkretes Datum oder Details zu Editionen, Vorbestellungen oder einem Preis nannte Capcom bislang nicht. In den nächsten Monaten dürfte vor allem spannend werden, wie stark Capcom an Struktur, Pacing und Setpieces schraubt und ob Veronica tatsächlich den großen Wurf bekommt, den viele bei diesem Serienteil seit Jahren einfordern.
Wie wichtig ist dir Resident Evil Code: Veronica innerhalb der Reihe und was erwartest du von der Neuauflage in Sachen Umfang, Horror-Fokus und Story-Anpassungen? Schreib es gern in die Kommentare.





