Als Marathon im vergangenen Jahr an den Start ging, galt der Shooter als eines der wichtigsten Live-Service-Projekte im PlayStation-Portfolio. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Doch nach einem zunächst soliden Launch verlor das Spiel schneller Spieler als viele Beobachter erwartet hatten.
Zeitweise soll die aktive Spielerbasis auf rund 10.000 gleichzeitige Spieler gefallen sein – ein Wert, der für ein großes Live-Service-Spiel mit entsprechendem Budget kaum zufriedenstellend sein dürfte.
Nun scheint Bungie jedoch zumindest kurzfristig die Trendwende geschafft zu haben.
Spielerzahlen steigen auf rund 40.000
Mit dem Start von Season 2 und einer zeitgleich gestarteten kostenlosen Spielwoche verzeichnet Marathon aktuell wieder deutlich mehr Aktivität.
Magischen Merch entdecken! ✨
Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙♂️
Berichten zufolge stieg die Zahl der gleichzeitigen Spieler zuletzt auf rund 40.000 an. Damit hat sich die Spielerbasis innerhalb kurzer Zeit etwa vervierfacht.
Für Bungie ist das zunächst ein positives Signal. Schließlich zeigt die Entwicklung, dass weiterhin Interesse an dem Shooter besteht und viele ehemalige Spieler bereit sind, dem Titel eine weitere Chance zu geben.
Season 2 soll viele Probleme angehen
Der Anstieg dürfte vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen sein. Zum einen lockt die kostenlose Spielwoche zahlreiche neugierige Spieler an, die Marathon bislang nicht ausprobiert haben oder nach längerer Pause zurückkehren möchten. Zum anderen bringt Season 2 verschiedene Anpassungen und Verbesserungen mit sich, mit denen Bungie auf das Feedback der Community reagiert.
Viele Spieler wollen nun offenbar selbst überprüfen, ob die Änderungen ausreichen, um den Shooter langfristig attraktiver zu machen.
Gute Nachrichten – aber noch kein Grund zur Entwarnung
Trotz des deutlichen Anstiegs bleiben die Zahlen aus Sicht vieler Branchenbeobachter hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.
40.000 gleichzeitige Spieler sind für viele Titel ein respektabler Wert. Bei einem hochbudgetierten Live-Service-Spiel, das über Jahre hinweg Millionen von Spielern binden soll, werden allerdings andere Maßstäbe angelegt.
Entscheidend dürfte deshalb nicht die aktuelle Spitze sein, sondern die Frage, wie viele Spieler nach dem Ende der kostenlosen Testphase tatsächlich bleiben.
Bungie setzt jetzt voll auf Marathon
Die Entwicklung kommt für Bungie zu einem besonders wichtigen Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen bestätigte das Studio das Ende der aktiven Entwicklung von Destiny 2. Nach Jahren als Aushängeschild des Unternehmens richtet sich der Fokus nun zunehmend auf Marathon und dessen Zukunft.
Damit wächst gleichzeitig auch der Druck auf den Shooter. Schließlich soll Marathon künftig eine zentrale Rolle innerhalb von Sonys Live-Service-Strategie einnehmen.
Sony braucht einen Erfolg
Hinzu kommt, dass Sony und Bungie in den vergangenen Jahren bereits mehrere Rückschläge im Live-Service-Bereich verkraften mussten.
Der gescheiterte Start von Concord, zahlreiche Projektstreichungen sowie Berichte über hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit Bungie haben gezeigt, wie schwierig es geworden ist, dauerhaft erfolgreiche Service-Spiele aufzubauen.
Vor diesem Hintergrund dürfte jede positive Entwicklung bei Marathon genau beobachtet werden.
Die kommenden Wochen werden entscheidend
Ob der aktuelle Aufschwung nachhaltig ist, wird sich vermutlich erst nach dem Ende der kostenlosen Spielwoche zeigen.
Sollte es Bungie gelingen, einen großen Teil der zurückgekehrten Spieler dauerhaft an das Spiel zu binden, könnte Season 2 der erste Schritt einer langfristigen Erholung sein. Fallen die Spielerzahlen dagegen wieder deutlich ab, dürfte die Diskussion über die Zukunft des Shooters schnell erneut aufflammen.
Spielt ihr Marathon aktuell oder wartet ihr noch darauf, dass Bungie weitere Verbesserungen liefert?





