In der Super Mario Maker 2 Community macht sich gerade ordentlich Frust breit: Mehrere bekannte Creator berichten, dass Nintendo massenhaft selbst erstellte Kurse gelöscht hat. Als Begründung wird demnach angegeben, die Levels würden Werbeinhalte enthalten, was in einem Spiel, das seit 2019 vor allem von seiner kreativen Szene am Leben gehalten wird, besonders bitter aufstößt.
Super Mario Maker 2 ist am 28. Juni 2019 für Nintendo Switch erschienen und hat sich über die Jahre zur Spielwiese für Puzzle-Ideen, Kaizo-Herausforderungen und aufwendige Koop-Kurse entwickelt. Offizielle Updates wurden zuletzt eher rar, umso wichtiger ist für viele Fans die Möglichkeit, Levels auffindbar zu machen und Communities zusammenzuhalten.
Der aktuelle Auslöser in der Kursdatenbank
Warum werden gerade jetzt so viele Super Mario Maker 2 Levels entfernt? Laut Berichten aus der Szene trifft es vor allem Kurse, die in ihren Tags Hashtags nutzen, die auf eine externe Community hinweisen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Discord-Server namens Team Shell, der über entsprechende Hashtags beworben worden sein soll.
Die betroffenen Creator sprechen teils von Tausenden gelöschten Levels. Die Löschungen sollen dabei mit dem Hinweis begründet worden sein, dass es sich um Advertising Content handelt, also um Inhalte mit Werbecharakter. Für viele wirkt das wie ein sehr weit ausgelegter Begriff, weil Hashtags in Super Mario Maker 2 für gewöhnlich auch einfach dazu dienen, thematisch zusammengehörige Kurse schnell zu finden.
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Besonders auffällig ist für die Community, dass diese Art von Tags nicht neu ist, die Löschwelle aber offenbar plötzlich an Fahrt aufgenommen hat. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nicht nur einzelne Kurse geprüft werden, sondern dass ein größerer Schwung auf einmal aus Course World verschwindet.
Die Community vermutet gezielte Massenmeldungen
Wer könnte hinter den massenhaften Meldungen stecken? Innerhalb der Super Mario Maker 2 Szene hält sich die Theorie, dass ein einzelner Störenfried oder eine kleine Gruppe Kurse gezielt massenhaft meldet, um das System gegen Creator zu nutzen. Bestätigt ist das nicht, aber viele finden diese Erklärung plausibler als eine plötzlich strenger gewordene Moderation nach so vielen Jahren.
Entsprechend hoch ist die Stimmung auf Social Media: Viele Fans argumentieren, dass die Community der Hauptgrund dafür ist, dass Super Mario Maker 2 überhaupt noch regelmäßig neue Inhalte bekommt, auch wenn diese eben nicht von Nintendo selbst kommen. Bereits 2021 wurde die Marke von mehr als 26 Millionen hochgeladenen Kursen überschritten, und seitdem dürfte die Zahl deutlich weiter gestiegen sein.
Das Kernproblem bleibt: Wenn Moderationsmechanismen durch Meldungen aus der Community ausgelöst werden können, lassen sie sich im schlimmsten Fall auch als Druckmittel einsetzen. Und für die Betroffenen bedeutet eine Löschung nicht nur Ärger, sondern oft auch den Verlust von Projekten, in die viele Stunden Feintuning und Testing geflossen sind.
Tipps zum Schutz eigener Kurse und Blick nach vorn
Was können Creator jetzt tun, um ihre Level zu sichern? Auf YouTube empfiehlt der Creator DGR, betroffene oder potenziell gefährdete Kurse vorsorglich zu duplizieren und dabei auf Hashtags zu verzichten. So kann zumindest eine Version des Levels erhalten bleiben, falls die ursprüngliche Variante entfernt wird.
Parallel flammt die Diskussion wieder auf, ob Super Mario Maker 2 nicht ein Kandidat für eine größere technische und inhaltliche Auffrischung auf Nintendo Switch 2 wäre. Viele Fans wünschen sich Verbesserungen bei Performance und Komfortfunktionen, und im Idealfall auch neue Bauteile oder Features. Als Idee wird in der Szene unter anderem Joy-Con-Maus-Unterstützung genannt, was den Baukasten vor allem beim präzisen Platzieren von Elementen deutlich angenehmer machen könnte.
Mindestens genauso laut ist aber auch der Wunsch nach einem komplett neuen Teil: Ein Super Mario Maker 3 mit mehr Themes, Gegnern und Werkzeugen wäre für viele der sauberste Neustart, gerade wenn Moderations- und Tagging-Systeme dabei modernisiert würden.
Wie seht ihr die Löschwelle in Super Mario Maker 2: notwendige Konsequenz gegen Werbung oder trifft es die Kreativen zu hart? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.



