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CD Projekt Red will Fehler von Cyberpunk 2077 bei The Witcher 4 und Cyberpunk 2 vermeiden

Der Launch von Cyberpunk 2077 verfolgt CD Projekt Red bis heute. Zwar hat sich das Rollenspiel mit Updates, Next-Gen-Version und Phantom Liberty längst wieder einen starken Ruf erarbeitet, der ursprüngliche Release im Dezember 2020 bleibt aber eines der prominentesten Negativbeispiele der jüngeren Spielegeschichte.

Für die kommenden Großprojekte will das Studio deshalb anders arbeiten. Laut CD Projekt Red habe man aus der turbulenten Entwicklung von Cyberpunk 2077 gelernt. Davon sollen sowohl The Witcher 4 als auch der nächste Teil der Cyberpunk-Reihe profitieren.

CD Projekt Red spricht über neue Arbeitsweise

Wie GamesRadar berichtet, äußerten sich Jarosław Ruciński, Lead Technical Writer bei CD Projekt Red, und Adrian Fulneczek, Senior Technical Writer, im Rahmen eines Panels bei den Digital Dragons über interne Entwicklungsprozesse des Studios. Dabei ging es nicht um neue Trailer, Release-Termine oder Gameplay-Details, sondern um ein eher trockenes, für große Rollenspiele aber enorm wichtiges Thema: Dokumentation.

Demnach habe CD Projekt Red in früheren Jahren viele Entwicklungsprozesse nicht ausreichend festgehalten. Bei älteren Projekten wie The Witcher und The Witcher 2 habe man laut den Entwicklern kaum daran gedacht, welche Bedeutung solche Unterlagen viele Jahre später noch haben könnten. Für ein Studio, das heute parallel an mehreren großen Marken arbeitet, ist das ein Problem.

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Genau hier soll sich inzwischen einiges geändert haben. CD Projekt Red setzt laut GamesRadar nun stärker darauf, Arbeitsprozesse sauber zu dokumentieren und die verschiedenen Teams weltweit besser miteinander zu verbinden. Das betrifft besonders die Phasen von der Vorproduktion bis zur Alpha-Version.

The Witcher 4 und Cyberpunk 2 sollen von Cyberpunk-Lektionen profitieren

Der entscheidende Punkt: CD Projekt Red will verhindern, dass Wissen in einzelnen Teams hängen bleibt oder wichtige Entscheidungen im Laufe einer jahrelangen Entwicklung verloren gehen. Gerade bei riesigen Open-World-Rollenspielen kann so etwas schnell zu Chaos führen, wenn Systeme, Quests, Technik, Texte und Design nicht sauber aufeinander abgestimmt sind.

Adrian Fulneczek zeigte sich in diesem Zusammenhang optimistisch. Mit Blick auf The Witcher 4 und Cyberpunk 2 sagte er, die Zukunft sehe für das Studio vielversprechend aus. Man habe seine Lektion gelernt.

Für Fans ist das eine wichtige Aussage, auch wenn sie natürlich noch kein Garant für einen reibungslosen Release ist. Schließlich wurde auch Cyberpunk 2077 vor dem Launch jahrelang mit enormen Erwartungen begleitet. Am Ende sorgten technische Probleme, Bugs und vor allem die schwachen Versionen für PS4 und Xbox One für heftige Kritik.

CD Projekt Red steht unter besonderer Beobachtung

Gerade deshalb wird bei den nächsten Spielen des Studios ganz genau hingeschaut. The Witcher 4 soll eine neue Witcher-Saga einleiten und wurde offiziell mit Ciri als Protagonistin vorgestellt. Einen konkreten Release-Termin gibt es bislang nicht. GamesRadar fasst den aktuellen Stand so zusammen, dass das Rollenspiel nicht vor 2027 erwartet wird.

Auch Cyberpunk 2, intern unter dem Projektnamen Orion bekannt, befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. CD Projekt Red hatte bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass das Studio künftig mehrere große Projekte besser parallel stemmen möchte. Genau dafür dürften sauberere Prozesse, bessere Dokumentation und klarere Abstimmung zwischen den Teams entscheidend sein.

Am Ende wird sich aber erst zum Launch zeigen, ob CD Projekt Red die richtigen Schlüsse gezogen hat. Nach dem Zustand von Cyberpunk 2077 zum Release dürfte das Vertrauen vieler Spieler nicht allein durch Worte zurückkommen. Bei The Witcher 4 und Cyberpunk 2 muss das Studio beweisen, dass die Lektionen aus Night City wirklich angekommen sind.

Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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