Obsidian Entertainment hat sich erneut zur ewigen Fan-Frage geäußert, ob es jemals eine Fortsetzung zu Fallout: New Vegas geben wird. Auslöser ist ein aktuelles Interview mit Josh Sawyer, der damals als Project Director und Lead Designer maßgeblich für den Rollenspiel-Klassiker verantwortlich war. Seine Botschaft ist dabei weniger ein Teaser als eine realistische Einordnung: Entscheiden würde er es nicht selbst.
Die Diskussion trifft einen Moment, in dem die Fallout-Marke wieder besonders stark im Fokus steht. Während Fallout 5 laut bisherigen Planungen erst nach The Elder Scrolls 6 an der Reihe ist, wächst parallel der Wunsch nach einem Fallout-Projekt, das die Wartezeit verkürzen könnte. Und weil Obsidian und Bethesda inzwischen beide zur Xbox-Familie gehören, landet ein New-Vegas-Nachfolger zwangsläufig immer wieder auf dem Tisch der Community.
Sawyers klare Einordnung zur Sequel-Frage
Wer entscheidet über ein Fallout: New Vegas 2? Josh Sawyer stellt klar, dass die Entscheidung über IPs wie Fallout nicht bei ihm liegt, auch wenn sein Name für viele Fans eng mit New Vegas verbunden ist. Er beschreibt seine Rolle heute als Mischung aus Studio Design Director mit beratender Funktion und Game Director, betont aber zugleich, dass größere Instanzen über die Marke bestimmen.
Das sind Dinge, die über meinem Kopf passieren. Ich bin nur ein Director. Da gibt es Titanen über mir, die entscheiden, was mit IPs und solchen Dingen passiert. Das liegt nicht bei mir.
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Zwischen den Zeilen ist das dennoch ein wichtiges Signal: Ein kategorisches Nein klingt anders. Sawyer wirkt nicht so, als würde er eine Rückkehr grundsätzlich ausschließen, sondern eher so, als würde er sie erst dann ernsthaft in Betracht ziehen, wenn ein entsprechender Auftrag von oben kommt.
Wie könnte Obsidian überhaupt von einem neuen Fallout erfahren? Auf die Frage, ob er eines Tages einfach aufwachen und erfahren könnte, dass er ein neues Fallout macht, antwortete Sawyer sinngemäß, dass genau so auch New Vegas entstanden sei. Das unterstreicht, wie stark solche Projekte von Publisher-Entscheidungen, Zeitplänen und internen Prioritäten abhängen.
So ist es bei New Vegas passiert, also wer weiß?
Warum das Timing gerade jetzt wieder passt
Warum sprechen Fans ausgerechnet 2026 wieder so laut über New Vegas? In der Fallout-Community treffen gerade mehrere Entwicklungen zusammen: Zum einen ist die Erwartungshaltung an Fallout 5 durch den langen Vorlauf enorm. Zum anderen kursieren weiterhin Berichte, dass Remakes zu Fallout 3 und Fallout: New Vegas in Arbeit sein könnten, was das Interesse an der Ära zusätzlich befeuert.
Dazu kommt, dass aus dem Xbox-Umfeld zuletzt immer wieder zu hören war, man wolle zentrale Marken stärker investieren und Produktionen beschleunigen, wobei Fallout ausdrücklich als eine der wichtigen Säulen gilt. In so einem Szenario wäre ein zusätzliches Fallout neben dem Hauptableger zumindest naheliegend, vor allem wenn ein anderes Team als Bethesda Game Studios übernehmen würde.
Welche Rolle spielt Obsidian dabei? Obsidian ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Studios im Xbox-Portfolio geworden. Gleichzeitig steht das Studio auch unter Zugzwang, weil mehrere eigene Projekte intern wohl nicht alle Zielmarken erreicht haben. Ein Fallout-Projekt könnte daher als Prestige-Aufgabe gelten, wäre aber ebenso eine Herausforderung, weil Erwartungen an einen New-Vegas-Nachfolger kaum höher sein könnten.
Welche Richtung eine Fortsetzung einschlagen könnte
Welche Optionen wären für ein neues Obsidian-Fallout denkbar? Sollte Obsidian tatsächlich noch einmal die Chance bekommen, sind zwei Richtungen besonders plausibel: eine direkte Rückkehr nach New Vegas oder ein neuer Schauplatz, der New Vegas nur spirituell folgt. Eine echte Fallout: New Vegas 2-Betitelung wäre marketing-technisch ein Selbstläufer, gerade weil der Ruf des Spiels bis heute außergewöhnlich stark ist.
Gleichzeitig gibt es seit Jahren Gerüchte um einen Ableger, der Fans oft unter dem Stichwort Fallout: New Orleans diskutieren. Der Schauplatz wäre für Fallout prädestiniert, mit einem unverwechselbaren Stil, potenziell frischen Fraktionen und einem Ton, der zwischen Tragik und schwarzem Humor pendeln kann, ohne sich wie eine Kopie bekannter Ödland-Regionen anzufühlen.
Unterm Strich bleibt es aber dabei: Sawyers Statement ist kein Hinweis auf ein bereits laufendes Projekt, sondern eine nüchterne Erinnerung daran, wer die Entscheidungen trifft. Wenn es irgendwann eine Fallout-Rückkehr von Obsidian geben sollte, dann durch eine Ansage von den Verantwortlichen über dem Studio, nicht durch einen Wunschzettel auf Social Media.
Würdet ihr lieber eine echte Rückkehr nach New Vegas sehen oder wäre euch ein komplett neuer Fallout-Schauplatz wie New Orleans lieber? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.





