Battlefield Studios hat mehrere Spielmodi aus dem regulären Matchmaking von „Battlefield 6“ entfernt. Besonders das Aus für den Serienklassiker Rush sorgt in der Community für deutlichen Unmut. Nun prüfen die Entwickler bereits eine Rückkehr.
Mit dem Update 1.4.1.5 vom 4. August 2026 wurden in „Battlefield 6“ mehrere Playlists aus dem Spiel genommen. Eine große Ankündigung gab es dazu nicht. Erst nachdem Spieler das Verschwinden von Rush, King of the Hill und weiteren Modi bemerkten, äußerten sich die Entwickler zu der Entscheidung.
Demnach sollen die verbliebenen Spieler stärker auf die am häufigsten genutzten Playlists verteilt werden. Battlefield Studios erhofft sich davon besser gefüllte Matches, kürzere Wartezeiten und insgesamt eine höhere Qualität beim Matchmaking.
Rush verschwindet aus dem regulären Matchmaking
Besonders kontrovers wird die Entfernung von Rush aufgenommen. Der Modus gehört seit Jahren zu den bekanntesten Bestandteilen der Battlefield-Reihe und erlangte vor allem mit „Battlefield: Bad Company“ und dessen Nachfolger große Popularität.
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In Rush treten Angreifer und Verteidiger gegeneinander an. Während eine Seite mehrere Kommunikationsstationen zerstören muss, versucht das gegnerische Team, genau das zu verhindern. Die klar verteilten Rollen und die zunehmend enger werdenden Frontlinien unterscheiden den Modus deutlich von den großflächigeren Eroberungsschlachten.
In „Battlefield 6“ war Rush zwar mit einer vergleichsweise niedrigen Spielerzahl vertreten und wurde nicht von allen Fans als optimale Umsetzung des Klassikers angesehen. Dass Battlefield Studios den Modus nun jedoch vollständig aus den offiziellen Playlists und der benutzerdefinierten Suche entfernt hat, geht vielen Spielern zu weit.
Über Battlefield Portal können weiterhin von der Community erstellte Rush-Partien gespielt werden. Eine offizielle Playlist mit regulärem Matchmaking steht derzeit jedoch nicht mehr zur Verfügung.
Entwickler wollen Modi auf die aktivsten Playlists konzentrieren
Battlefield Studios begründet den Schritt mit der Verteilung der Spieler auf zu viele unterschiedliche Angebote. Durch die Konzentration auf die meistgespielten Playlists sollen Partien schneller gefunden und zuverlässiger mit echten Spielern gefüllt werden.
In der Community stößt diese Lösung allerdings auf wenig Verständnis. Einige Spieler berichten, dass sie trotz der reduzierten Auswahl weiterhin in Matches mit Bots landen. Andere kritisieren grundsätzlich, dass Inhalte aus einem Vollpreisspiel nachträglich entfernt werden, nur weil sie weniger häufig gespielt werden.
Ein Spieler mit fast 500 Stunden Spielzeit soll aufgrund der Entfernung von Rush sogar eine Rückerstattung bei Steam beantragt und erhalten haben. Ob dabei ausschließlich das Verschwinden des Modus ausschlaggebend war, lässt sich jedoch nicht unabhängig bestätigen.
Rush könnte in Battlefield 6 zurückkehren
Die deutlichen Reaktionen sind bei Battlefield Studios offenbar angekommen. Das Team räumt ein, dass einige der entfernten Modi innerhalb der Community einen besonderen Stellenwert besitzen – unabhängig davon, wie häufig sie tatsächlich gespielt werden.
Die Entwickler suchen deshalb nach der „besten“ Möglichkeit, diese Spielvarianten wieder in das Matchmaking zu integrieren. Denkbar wären wechselnde Playlists oder zeitlich begrenzte Rotationen. Einen konkreten Termin oder eine verbindliche Zusage für die dauerhafte Rückkehr von Rush gibt es bislang allerdings nicht.
Zunächst möchte Battlefield Studios beobachten, wie sich die Änderungen auf Wartezeiten, Spielerzahlen und die Besetzung der Matches auswirken. Falls nötig, sollen weitere Anpassungen folgen.
Parallel läuft in „Battlefield 6“ derzeit die auf Seekämpfe ausgerichtete vierte Season. Am 18. August 2026 sollen unter anderem Wake Island und eine Kooperation mit „Top Gun“ folgen.
Wie steht ihr zu der Entscheidung? Sollte Rush dauerhaft zu den offiziellen Playlists von Battlefield 6 gehören oder könnt ihr die Konzentration auf stärker frequentierte Modi nachvollziehen?





