Die jüngste Entlassungswelle bei Bungie sorgt weiter für Nachbeben in der Branche und jetzt meldet sich auch CD Projekt Red öffentlich zu Wort. Paweł Sasko, Associate Game Director von Cyberpunk 2, reagierte auf die Berichte rund um die massiven Jobkürzungen beim Destiny 2 Studio mit ungewöhnlich klaren Worten und einem konkreten Angebot an Betroffene.
Seiner Einschätzung nach steht die Games-Industrie aktuell nicht einfach nur unter Druck, sondern erlebt eine Phase, in der Teams und ganze Projekte in einer Geschwindigkeit verschwinden, die es so bislang kaum gab. Parallel dazu machte Sasko auf offene Stellen bei CD Projekt Red aufmerksam und signalisierte, dass das Studio weiterhin in mehreren Regionen rekrutiert.
Ein Alarmsignal aus der Cyberpunk-2-Entwicklung
Warum spricht Paweł Sasko von einer implodierenden Branche? Auslöser waren die Entlassungen bei Bungie, die in den vergangenen Tagen bekannt wurden. Sasko beschreibt die aktuelle Lage als eine Art Implosion, weil Entlassungen nicht nur häufiger werden, sondern auch immer größere Teile von Studios betreffen und gleichzeitig immer mehr Projekte gestrichen werden.
Es fühlt sich an, als würde die Branche implodieren. Teams und Projekte werden in einem Tempo beendet, das man so noch nie gesehen hat.
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Damit trifft er einen Nerv, denn viele Studios arbeiten seit Jahren in einem Umfeld, in dem Budgets steigen, Erwartungen wachsen und Release-Pläne enger werden. Wenn dann Kürzungen kommen, treffen sie oft nicht nur einzelne Abteilungen, sondern komplette Produktionsstränge.
CD Projekt Red stellt sich sichtbar an die Seite entlassener Entwickler
Welche Jobs bietet CD Projekt Red konkret an? Sasko verknüpfte seine Stellungnahme mit Hinweisen auf aktuelle Stellenausschreibungen innerhalb der CDPR-Studios. Die Botschaft dahinter ist klar: Wer gerade seinen Job verloren hat, soll wissen, dass CD Projekt Red weiterhin einstellt und zwar für mehrere Projekte und an unterschiedlichen Standorten.
Bemerkenswert ist dabei weniger das übliche Recruiting, sondern der Kontext. In einer Zeit, in der viele Publisher Kosten senken und Teams verkleinern, wirkt ein öffentliches Signal aus der Leitung eines großen Projekts wie Cyberpunk 2 fast wie ein Gegenentwurf: Perspektive statt Schweigen, Angebot statt PR-Floskel.
- Öffentliche Solidarität mit Betroffenen nach großen Entlassungsrunden
- Konkreter Verweis auf offene Stellen in mehreren Regionen
- Signal, dass parallel an mehreren Spielen gearbeitet wird
Bungie als jüngstes Beispiel einer harten Entwicklung
Was ist bei Bungie passiert? Bungie soll in der jüngsten Runde rund 50 Prozent der Belegschaft verloren haben. Die Einschnitte folgten auf die Entscheidung, den Support für Destiny 2 zu beenden, was intern offenbar weitreichende Konsequenzen nach sich zog.
Gerade weil Bungie als etablierter Name gilt, wird der Fall in der Community als Warnzeichen gesehen: Wenn selbst ein Studio mit einer der bekanntesten Live-Service-Marken der letzten Jahre so drastisch kürzt, dann kann es theoretisch jedes Team treffen, unabhängig von Bekanntheit oder Vergangenheit.
Ein Monat voller Kürzungen bei großen Namen
Welche weiteren Studios sind betroffen? Sasko deutete an, dass Bungie nicht isoliert dasteht und der Blick auf den Juni 2026 bestätigt das. Genannt werden unter anderem Compulsion Games, wo Entlassungen bereits begonnen haben sollen. Außerdem stehen Berichten zufolge weitere Xbox-Studios unter Druck, darunter auch Ninja Theory, wo sogar Schließungen im Raum stehen.
Das Gesamtbild: selbst große Konzernstrukturen bieten aktuell keine automatische Sicherheit mehr. Projekte können schnell neu priorisiert, zusammengelegt oder beendet werden, wenn sich Strategien ändern oder Budgets schrumpfen.
Auch CD Projekt Red kennt die Schattenseite der Branche
Wie passt das zu CD Projekt Reds eigener Vergangenheit? CD Projekt Red ist selbst nicht völlig frei von Einschnitten. Bereits 2023 trennte sich das Unternehmen von rund 100 Entwicklern. Umso stärker wirkt jetzt die Botschaft, weiterhin Personal aufzubauen, während viele andere Studios in die entgegengesetzte Richtung gehen.
Für die Szene ist das auch ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich Unternehmen mit Krisenphasen umgehen können: Die einen ziehen radikal die Notbremse, die anderen versuchen parallel, neue Teams zu formen und langfristig zu planen.
Wie nehmt ihr die aktuellen Layoffs in der Games-Branche wahr und glaubt ihr, dass sich die Lage 2026 wieder stabilisiert? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.





