Rockstar Games steht erneut unter Druck, kurz bevor Grand Theft Auto 6 im November 2026 für PS5 und Xbox Series X|S erscheinen soll. Der Grund ist nicht ein neuer Trailer oder ein Leak, sondern ein Arbeitskampf, der seit den Entlassungen rund um die QA-Teams im vergangenen Jahr immer größere Kreise zieht. Einer der Betroffenen, der frühere QA-Mitarbeiter Jack Hoxby, sagt jetzt offen, dass ihn der Release des Spiels persönlich eher belasten als begeistern dürfte.
In einem Gespräch mit der BBC erklärte Hoxby, er wisse nicht, ob er das Spiel, an dem er jahrelang mitgearbeitet hat, überhaupt anfassen kann. Für viele Fans wird GTA 6 das große Gaming-Ereignis 2026, für ihn ist es offenbar vor allem mit Erinnerungen an die Zeit bei Rockstar verbunden, die nicht gut geendet hat.
Die Aussagen des entlassenen QA-Mitarbeiters
Wird Jack Hoxby Grand Theft Auto 6 zum Release spielen? Seine Antwort klingt nach innerem Konflikt. Er betont, dass er sehr wahrscheinlich keinen Kauf tätigen wird, auch wenn er grundsätzlich davon ausgeht, dass er irgendwann doch einmal reinschauen könnte.
Ich glaube definitiv nicht, dass ich es kaufen werde. Ich glaube nicht, dass ich es persönlich übers Herz bringe.
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Gleichzeitig sagt er, dass viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen oder Freunde vermutlich ohnehin an Kopien kommen werden, etwa weil sie sie geschenkt bekommen oder weil andere sie kaufen. Für ihn selbst sei es eher eine Frage, ob er überhaupt in der Stimmung sein kann, dieses Spiel zu starten.
Ich werde es wahrscheinlich irgendwann spielen, aber es ist schwer zu sagen. Es könnte einfach zu viel zurückbringen.
Gerade dieser Punkt macht seine Aussagen so bemerkenswert: GTA 6 ist für ihn nicht nur ein Produkt, sondern ein Symbol für einen Arbeitsplatzkonflikt, der noch längst nicht abgeschlossen ist.
Vorwürfe rund um Gewerkschaftsbildung und Entlassungen
Worum geht es bei den Union-Busting-Vorwürfen gegen Rockstar Games? Die Independent Workers‘ Union of Great Britain, kurz IWGB, warf Rockstar Games im Jahr 2025 illegales Union Busting vor. Auslöser waren Entlassungen von rund 30 Entwicklern, verteilt auf Standorte im Vereinigten Königreich und in Kanada. Laut Gewerkschaft sollen Betroffene entweder bereits Mitglieder gewesen sein oder aktiv an Organisierungsgesprächen teilgenommen haben.
Rockstar Games wiederum begründete die Kündigungen mit dem Vorwurf, es seien vertrauliche Informationen nach außen gelangt. Welche Informationen das konkret gewesen sein sollen, wurde öffentlich nicht detailliert gemacht. Die Situation führte in der Folge zu Protesten vor Rockstar-Büros und beschäftigte auch mehrfach das britische Parlament.
- Betroffen waren laut Berichten rund 30 Entwicklerinnen und Entwickler.
- Die Standorte lagen demnach im Vereinigten Königreich und in Kanada.
- Die IWGB spricht von illegalem Union Busting im Zusammenhang mit Gewerkschaftsbestrebungen.
- Rockstar verweist als Grund auf angebliche Weitergabe vertraulicher Informationen.
Gerichtsverfahren und Release-Zeitplan von GTA 6
Wie beeinflusst das Verfahren den Zeitraum vor dem Release von Grand Theft Auto 6? Zuletzt gab es eine relevante Entwicklung vor einem Arbeitsgericht: Ein Tribunal entschied gegen Rockstars Antrag, Vorwürfe zu Blacklisting aus dem anstehenden Verfahren herauszunehmen. Damit bleiben diese Punkte Teil der kommenden Verhandlung.
Der Prozess soll in den Monaten vor dem geplanten Release im November 2026 beginnen. Damit fällt die juristische Aufarbeitung ausgerechnet in die Phase, in der Rockstar normalerweise kommunikativ voll auf Marketing, Previews und Launch-Vorbereitung schalten würde. Für die öffentliche Wahrnehmung kann das ein unangenehmer Schatten über einem der größten Releases des Jahres sein.
Was meinst du dazu: Kannst du die Haltung eines Entwicklers nachvollziehen, der sein eigenes Großprojekt kaum noch spielen möchte, oder trennst du strikt zwischen Spiel und Studio? Schreib es gern in die Kommentare.





