Auf dem britischen Konsolenmarkt hat sich im Mai ein ungewöhnliches Bild gezeigt. Während die PlayStation 5 deutlich an Schwung verlor, konnten Xbox Series X|S zulegen. Ganz an Sony vorbei zog Microsoft aber nicht.
Laut aktuellen Marktdaten aus Großbritannien gingen die PS5-Verkäufe im Mai um rund 50 Prozent zurück. Die Xbox Series X|S entwickelte sich dagegen in die entgegengesetzte Richtung und legte im selben Zeitraum um 12 Prozent zu.
Die PS5 blieb zwar weiterhin vor den Xbox-Konsolen, der Abstand soll aber nur noch bei rund 400 verkauften Einheiten gelegen haben. Für Xbox ist das ein bemerkenswertes Signal, da Microsofts Konsolen in den vergangenen Jahren meist deutlich hinter der PlayStation 5 lagen.
Preiserhöhung bremst die PS5 aus
Ein wichtiger Grund für den Rückgang dürfte die jüngste Preiserhöhung der PS5 im Vereinigten Königreich sein. Dort wurde der Preis der Konsole um 90 Pfund angehoben. Der offizielle Preis stieg dadurch von 480 auf 570 Pfund.
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Gerade in einem Markt, in dem Hardware ohnehin teurer wird und viele Spieler stärker auf Angebote achten, kann ein solcher Sprung spürbare Folgen haben. Die neuen Zahlen legen nahe, dass zumindest ein Teil der Käufer im Mai abgewartet oder sich nach Alternativen umgesehen hat.
Für Sony ist das dennoch kein kompletter Einbruch der Marktposition. Die PS5 verkaufte sich weiterhin besser als Xbox Series X|S. Der Vorsprung fiel im Mai aber ungewöhnlich knapp aus.
Forza Horizon 6 hilft Xbox
Auf Xbox-Seite dürfte vor allem „Forza Horizon 6“ geholfen haben. Der neue Rennspiel-Ableger erschien zuletzt als Konsolen-Exklusivtitel für Xbox und scheint zusätzliche Käufer zur Hardware bewegt zu haben.
Das ist aus Microsoft-Sicht ein wichtiger Punkt. In den vergangenen Monaten wurde immer wieder diskutiert, wie stark exklusive Spiele überhaupt noch für Xbox-Hardware werben können, wenn Microsoft viele eigene Titel langfristig auch auf anderen Plattformen veröffentlicht.
Der Mai zeigt zumindest: Ein starkes Spiel zur richtigen Zeit kann weiterhin Konsolen bewegen. Gerade in Großbritannien, wo Rennspiele traditionell gut funktionieren, dürfte „Forza Horizon 6“ ein besonders wirksamer Faktor gewesen sein.
Noch kein großer Marktumschwung
Trotzdem sollte man die Zahlen nicht überbewerten. Ein einzelner Monat macht noch keinen neuen Trend. Die PS5 bleibt insgesamt deutlich vor der Xbox Series X|S, und auch im Mai lag Sony im direkten Vergleich noch knapp vorne.
Für Microsoft sind die Daten aber ein positives Signal vor dem Xbox Games Showcase 2026. Wenn Xbox mit kommenden Spielen wie „Fable“, „Gears of War: E-Day“, „State of Decay 3“ oder „Clockwork Revolution“ weitere starke Argumente liefert, könnte die Hardware zumindest punktuell wieder stärker profitieren.
Der Mai in Großbritannien zeigt vor allem eines: Der Konsolenmarkt reagiert empfindlich auf Preise und gute Exklusivtitel können auch 2026 noch einen spürbaren Unterschied machen.





