Blizzard hat die Patch Notes für das erste Update von Diablo 4: Lord of Hatred veröffentlicht. Der Patch 3.0.1 steht im direkten Vorlauf zum Release der Erweiterung am 28. April 2026 und nimmt vor allem das Grundspiel sowie die Season of Reckoning ins Visier. Wer auf konkrete Details zu neuen Inhalten der Erweiterung gehofft hat, muss sich allerdings noch gedulden, denn die Notizen drehen sich primär um Systemanpassungen, Lesbarkeit im Kampf und eine große Portion Bugfixes.
Lord of Hatred wurde bei den Game Awards 2025 offiziell angekündigt und soll als Nachfolger von Vessel of Hatred aus dem Jahr 2024 den Age of Hatred-Handlungsbogen abschließen, der bereits mit dem Launch von Diablo 4 im Jahr 2023 begonnen hat. Vorbesteller konnten außerdem bereits einen Blick auf den Paladin werfen, eine der zwei neuen Klassen, die gemeinsam mit dem Warlock in der Erweiterung dazukommen.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Welche Gameplay-Änderungen bringt Patch 3.0.1 für Diablo 4? Im Fokus stehen auffällige Anpassungen für Endgame-Fans: Der Tower wird nicht nur umbenannt, sondern auch deutlich attraktiver gemacht, während Edelsteine in Waffen ab sofort neue, multiplikative Schadensboni liefern. Gleichzeitig verbessert Blizzard die visuelle Kommunikation bestimmter Monster-Affixe, damit ihr in hektischen Situationen schneller erkennt, was gerade passiert.
Der Tower heißt künftig The Artificer’s Tower und die Loot-Rewards aus dieser Aktivität wurden laut Patch Notes übergreifend verbessert. Das ist besonders relevant für alle, die im Endgame gezielt effizient farmen und dabei eine klare Best-in-Slot-Routine aufbauen wollen.
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Ebenfalls riesig für Builds ist die Umstellung bei Sockelsteinen: Alle Gems in Waffen gewähren jetzt multiplikative Boni und wurden in ihren Effekten teils grundlegend neu ausgerichtet. Damit dürften sich einige Meta-Setups verschieben, weil bestimmte Schadensarten künftig deutlich leichter skalieren.
- Amethyst: Schaden über Zeit wurde zu Schattenschaden
- Diamant: Ultimativ-Schaden wurde zu Schaden an allen Quellen
- Smaragd: Kritischer Trefferschaden wurde zu Giftschaden
- Rubin: Überwältigungsschaden wurde zu Feuer- und Heiligschaden
- Saphir: Verwundbarkeits-Schaden wurde zu Kälteschaden
- Schädel: Leben pro Kill wurde zu physischem Schaden
- Topas: Basis-Schaden wurde zu Blitzschaden
Bessere Lesbarkeit, Accessibility und Expansion-Bugfixes
Was ändert sich an Affixen, Einstellungen und Erweiterungs-Fehlern? Blizzard schraubt an mehreren Stellen an der Klarheit im Kampf: Monster mit Shielded-Affix sind nun deutlich sichtbarer, und die Immunität für andere Gegner soll sich leichter entfernen lassen, indem ihr die verursachenden Quellmonster ausschaltet. Auch das Reprisal-Affix wird optisch klarer, zudem ist der reflektierte Schaden jetzt als Wurfprojektil umgesetzt.
Für Accessibility kommt eine neue Option hinzu: Chromatic Aberration lässt sich nun über die Barrierefreiheits-Einstellungen steuern. Dazu kommen etliche Stabilitäts- und UI-Verbesserungen, die im Alltag oft mehr wert sind als ein einzelner großer Feature-Punkt.
Auch ein paar spezifische Expansion-Probleme werden adressiert, etwa zu Controller-Interaktionen, Tooltips und Quest-Blockern. Diese Punkte sind in den Patch Notes explizit unter Expansion-Bugfixes gelistet:
- Heiligschaden, der durch das Reprisal-Monster-Affix reflektiert wurde, verursachte mehr Schaden als beabsichtigt
- Tooltip-Probleme beim Seal of the Second Trumpet, bei dem Judicator’s Oath aktiv sein muss
- Neuwirken von Fortress konnte die Bewegung auf Controller deaktivieren
- Passive in den Mercenary-Skilltrees waren teils nicht per Steuerkreuz auswählbar
- Gegner konnten während In His Footsteps unerreichbar werden
- Ein Tenet of Akarat nahe Sleepless Hollow konnte nicht interaktiv sein
Alle wichtigen Bugfixes für das Basisspiel
Welche Probleme werden im Grundspiel mit Patch 3.0.1 behoben? Neben den Systemänderungen liefert Blizzard eine lange Liste an Fehlerbehebungen quer durch Gameplay, UI, Quests und diverse Nebenbaustellen. Das Ziel ist klar: ein stabileres Erlebnis zum Start von Lord of Hatred und der Season of Reckoning.
Accessibility
- Der Screen Reader kündigte beim ersten Betreten des Spiels falsche Informationen an
Gameplay
- Der legendäre Paragon-Knoten Bone Breaker des Barbaren gewährte mehr Schaden als beabsichtigt
- Der Soulrift des Totenbeschwörers blieb nach dem Aufsitzen bestehen
- Die Verzauberung Flame Shield der Zauberin löste bei Schaden-über-Zeit-Effekten nicht aus
- Das Besiegen von Belial gewährte keine Erfahrung
- Obducite droppte nicht bei allen erwarteten Gegnern in Alptraum-Dungeons
- Erfahrungsbrunnen konnten im lokalen Koop nicht von beiden genutzt werden
- Mehrere Horadrische Portale konnten entstehen, wenn man einen Horadrischen Strongroom in einer Gruppe abschloss
Benutzeroberfläche und Nutzererlebnis
- Einige Gegenstände am Boden zeigten falsche Namen an
- Einige Skills mit sehr hohen Rängen konnten falsche Schadenswerte anzeigen
- Mehrere Boni von Items wurden in Städten teils nicht korrekt im Werte-Panel angezeigt
- Die Barbaren-Glyphe Might zeigte erhöhten Schaden gegen gesunde Gegner an, erhöhte aber tatsächlich den Schaden gegen verletzte Gegner
- Infernal Hordes war im Party Finder nicht als Aktivität auswählbar
- Mehrere Anzeigen rund um Schaden bei Befestigt und Schadensreduktion bei Befestigt waren ungenau
Quests
- Das Ziel Slay the Ghouls konnte nicht fortschreiten, wenn Gegner während By Three They Come zu schnell besiegt wurden
- Die Nebenquest Blood of the Mother war in bestimmten Punkten des ursprünglichen Kampagnenfortschritts nicht zugänglich
- Die Nebenquest Blood Sermon konnte nicht abgeschlossen werden, bevor die Kampagnenquest Light’s Protection beendet wurde
- Man konnte in In Her Wake steckenbleiben, wenn Mobilitätsfähigkeiten wie Leap oder Teleport verwendet wurden
Verschiedenes
- Einige Händler-Items hatten keine Stufenanforderungen
- Einzigartige Fokus-Gegenstände konnten nicht beim Purveyor of Curiosities erhalten werden
- Die Herausforderung Nahantu Folk Hero schaltete sich nicht wie erwartet frei
- Boss-Loot im Crusader’s Monument konnte unerwartet deutlich niedrigere Qualität droppen
- Mehrere Item-Transmog-Freischaltungen funktionierten beim Verschrotten nicht wie erwartet
- Mehrere eigentlich nicht verschrottbare Erscheinungsbilder wurden in der Garderobe als gesperrt angezeigt
- Verschiedene UI-, Grafik-, Audio-, Performance- und Stabilitätsverbesserungen
Was haltet ihr von den Änderungen an Tower, Affixen und den neuen Edelstein-Boni in Waffen, und welche Build-Ideen wollt ihr ab dem 28. April 2026 ausprobieren? Schreibt eure Einschätzung gerne in die Kommentare.





