Mit dem kommenden DLC „Songs of the Past“ kehrt Geralt von Riva noch einmal zurück. Doch die neue Erweiterung für The Witcher 3 bringt nicht nur frische Inhalte mit sich. CD Projekt RED nutzt das Update auch für einen deutlichen technischen Schnitt und verabschiedet sich von mehreren älteren Standards auf dem PC.
CD Projekt RED modernisiert die Anforderungen
Am heutigen Mittwoch hat das Studio überraschend das neue DLC „Songs of the Past“ angekündigt, das 2027 erscheinen soll. Parallel dazu veröffentlichte CD Projekt RED nun aktualisierte Mindestanforderungen für die PC-Version von The Witcher 3: Wild Hunt.
Die Entwickler begründen den Schritt damit, dass sich Hardware und Software seit der letzten Anpassung der Anforderungen deutlich weiterentwickelt haben. Künftig sollen moderne Technologien und technische Verbesserungen effizienter unterstützt werden können.
Besonders auffällig: Windows 10, klassische Festplatten und DirectX 11 werden nicht länger unterstützt.
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Diese neuen Mindestanforderungen gelten künftig
Mit dem nächsten großen Update werden folgende Mindestanforderungen vorausgesetzt:
- Prozessor: AMD Ryzen 5 2600 oder Intel Core i5-8400
- Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 1660 oder AMD Radeon RX 5500 XT (8 GB)
- Videospeicher: 6 GB VRAM
- Arbeitsspeicher: 12 GB RAM
- Speicherplatz: 70 GB auf einer SSD
- Betriebssystem: Windows 11 (64 Bit)
Während die Hardware-Anforderungen nur moderat steigen, sorgen vor allem die neuen technischen Voraussetzungen für Gesprächsstoff.
Windows 10 und HDDs verlieren den Support
Ab dem nächsten Update wird Windows 11 zum Pflichtbetriebssystem für The Witcher 3. Als Grund nennt CD Projekt RED das Ende des offiziellen Supports für Windows 10 durch Microsoft.
Ohne Sicherheitsupdates, offizielle Plattformunterstützung und aktuelle Grafikkartentreiber wolle man die Spiele nicht länger unter Windows 10 testen. Laut dem Studio betrifft diese Entscheidung nicht nur The Witcher 3, sondern künftig auch Cyberpunk 2077.
Auch klassische Festplatten (HDDs) werden nicht länger unterstützt. SSDs seien inzwischen Standard und würden deutlich schnellere Ladezeiten, besseres Asset-Streaming und eine insgesamt stabilere Spielerfahrung ermöglichen.
Zusätzlich wird The Witcher 3 künftig ausschließlich über DirectX 12 laufen. Die Entwickler versprechen sich davon eine bessere Grundlage für zukünftige technische Verbesserungen und moderne Hardware.
Wer die Anforderungen nicht erfüllt, kann zurückwechseln
Spieler mit älterer Hardware müssen The Witcher 3 allerdings nicht komplett aufgeben. CD Projekt RED bestätigt in einem Support-Dokument, dass auf Steam und GOG weiterhin ältere Spielversionen verfügbar bleiben.
Über die Beta-Funktion von Steam oder die Versionsverwaltung in GOG Galaxy lässt sich auf die sogenannte „Classic“-Version zurückwechseln. Diese bleibt auch nach dem Update nutzbar und dürfte weiterhin auf älteren Systemen laufen.
Auf dem Epic Games Store gibt es diese Möglichkeit allerdings nicht. Dort steht ausschließlich die jeweils aktuelle Spielversion zur Verfügung.
Ein ungewöhnlicher Schritt für ein elf Jahre altes Spiel
Dass ein Entwickler die Mindestanforderungen eines bereits veröffentlichten Spiels nachträglich anhebt, kommt zwar gelegentlich vor, ist bei einem Titel aus dem Jahr 2015 aber eher ungewöhnlich. Mit dem neuen DLC und der langfristigen Unterstützung von The Witcher 3 scheint CD Projekt RED jedoch bewusst den Schritt in Richtung moderner PC-Hardware zu gehen.
Für viele Spieler dürfte das kein Problem darstellen. Wer allerdings noch Windows 10 nutzt oder The Witcher 3 von einer klassischen Festplatte startet, muss sich spätestens mit dem Release von „Songs of the Past“ auf Veränderungen einstellen.
Was haltet ihr von der Entscheidung? Sollte CD Projekt RED ein elf Jahre altes Spiel weiterhin für Windows 10 optimieren oder ist der Schritt zu Windows 11 und SSD-Pflicht inzwischen längst überfällig?





