Kaum ein Spiel sorgt seit Jahren für so viele Diskussionen wie Star Citizen. Für die einen ist es die ambitionierteste Weltraumsimulation aller Zeiten, für die anderen das wohl bekannteste Dauerprojekt der Gaming-Geschichte.
Nun hat das Spiel einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Crowdfunding-Einnahmen haben offiziell die Marke von 1 Milliarde US-Dollar überschritten.
Über eine Milliarde Dollar für ein Spiel im Alpha-Stadium
Nach aktuellen Zahlen hat Star Citizen inzwischen mehr als 1 Milliarde US-Dollar von Unterstützern eingesammelt.
Das Projekt von Cloud Imperium Games wurde ursprünglich bereits 2012 über Crowdfunding gestartet. Damals galt das Ziel als revolutionär: eine riesige Online-Weltraumsimulation mit nahtlosen Planetenlandungen, detaillierten Raumschiffen, Handel, Kämpfen und einer dynamischen Spielwelt.
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Heute, fast 14 Jahre später, befindet sich Star Citizen weiterhin in einer Alpha-Version und hat noch immer keinen finalen Releasetermin.
Das erfolgreichste Crowdfunding-Projekt der Spielebranche
Mit über einer Milliarde Dollar hat Star Citizen inzwischen alle bisherigen Crowdfunding-Rekorde pulverisiert.
Zum Vergleich:
- Kingdom Come: Deliverance sammelte 2014 rund 2 Millionen Dollar über Kickstarter.
- Pillars of Eternity erreichte knapp 4 Millionen Dollar.
- Selbst viele große AAA-Spiele verfügen über niedrigere Gesamtbudgets als Star Citizen mittlerweile eingesammelt hat.
Das Projekt finanziert sich dabei bis heute fast vollständig über Verkäufe von Spielpaketen, Schiffen und zusätzlichen Inhalten.
Virtuelle Raumschiffe für mehrere Tausend Dollar
Besonders kontrovers bleibt das Geschäftsmodell.
Viele der Schiffe können zwar später auch im Spiel freigeschaltet werden, dennoch verkauft Cloud Imperium Games regelmäßig neue Modelle für echtes Geld.
Einige Pakete kosten mehrere Hundert Dollar. Besonders luxuriöse Varianten können sogar mehrere Tausend Dollar erreichen.
Zu den bekanntesten Beispielen gehören umfangreiche Sammlerpakete und Großkampfschiffe, die teilweise mehr kosten als ein kompletter Gaming-PC.
Kritiker werfen dem Studio deshalb vor, ständig neue Inhalte zu verkaufen, während die eigentliche Fertigstellung des Spiels immer weiter in die Zukunft rückt.
Fans bleiben dem Projekt trotzdem treu
Trotz aller Kritik besitzt Star Citizen weiterhin eine bemerkenswert aktive Community.
Regelmäßige Updates bringen neue Sternensysteme, Technologien, Missionen, Fahrzeuge und Gameplay-Systeme ins Spiel. Viele Unterstützer betrachten das Projekt inzwischen weniger als klassisches Spiel und mehr als eine langfristige Entwicklung, die sie aktiv begleiten.
Genau das erklärt auch, warum die Finanzierung Jahr für Jahr weiter steigt.
Was ist eigentlich mit Squadron 42?
Parallel zu Star Citizen entwickelt Cloud Imperium Games weiterhin Squadron 42, die storybasierte Einzelspieler-Kampagne im selben Universum.
Das Spiel wurde 2023 offiziell für das Jahr 2026 angekündigt und soll prominente Schauspieler wie Mark Hamill, Gary Oldman und Henry Cavill enthalten.
Viele Beobachter sehen Squadron 42 als wichtigen Gradmesser dafür, ob Cloud Imperium Games nach all den Jahren tatsächlich liefern kann.
Ein einmaliges Phänomen der Spielebranche
Ob man Star Citizen nun bewundert oder kritisch betrachtet: Die Zahlen sind beeindruckend.
Ein Spiel, das über eine Milliarde Dollar einsammelt, mehr als ein Jahrzehnt entwickelt wird und trotzdem weiterhin wächst, ist in der Geschichte der Branche nahezu einzigartig.
Gleichzeitig bleibt die entscheidende Frage unverändert: Wird Star Citizen jemals die Vision erreichen, die den Spielern vor über einem Jahrzehnt versprochen wurde?
Bis heute gibt es darauf keine endgültige Antwort.





