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The Witcher 4 soll CDPRs Neustart werden – schnellerer Kurs, mehr Vertrauen

CD Projekt Red will mit The Witcher 4 offenbar nicht nur ein neues Kapitel für das Fantasy-Universum aufschlagen, sondern auch das eigene Image weiter geraderücken. Der holprige Start von Cyberpunk 2077 hängt dem Studio laut aktueller Aussagen weiterhin nach, selbst wenn das Spiel über Jahre mit Patches, Updates und der gefeierten Erweiterung Phantom Liberty deutlich aufgewertet wurde.

In einem Interview mit dem Knowledge-Newsletter erklärte Co-CEO Michał Nowakowski, dass die Aufarbeitung aus seiner Sicht noch nicht bei allen Fans angekommen ist. Die Botschaft dahinter ist klar: The Witcher 4 soll Vertrauen zurückgewinnen, das beim Launch von Cyberpunk 2077 vor allem auf Last-Gen-Konsolen massiv gelitten hat.

Die anhaltenden Folgen des Cyberpunk-Starts

Warum wirkt Cyberpunk 2077 bis heute nach? Nowakowski macht keinen Hehl daraus, dass der Rufschaden nicht einfach verschwindet, nur weil ein Spiel später in einem besseren Zustand ist. Gerade der Release 2020 gilt vielen bis heute als mahnendes Beispiel dafür, wie sehr technische Probleme eine große Veröffentlichung überschatten können.

Besonders hart traf es damals die Versionen für PlayStation 4 und Xbox One, die teils mit so starken Performance-Problemen zu kämpfen hatten, dass Spielspaß kaum möglich war. CD Projekt Red investierte in den Folgejahren massiv in Verbesserungen, bis die Last-Gen-Fassungen zumindest auf ein spielbares Niveau kamen.

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Ich bin überzeugt, dass wir das Vertrauen von einigen Menschen auf unbestimmte Zeit verloren haben, und das ist fair.

Auch finanziell war der Weg zur Rehabilitierung teuer: Nach Einschätzung des Studios lagen die Kosten fürs Reparieren von Cyberpunk 2077 bis zum Start von Phantom Liberty bei rund 126 Millionen US-Dollar. Die Erweiterung erschien Ende 2023 für PC sowie die aktuelle Konsolengeneration und wurde von Kritikern deutlich positiver aufgenommen als das Hauptspiel zum Launch.

The Witcher 4 als Startpunkt eines neuen CDPR-Kurses

Welche Rolle soll The Witcher 4 für CD Projekt Red spielen? Für Nowakowski ist das kommende Rollenspiel der Auftakt eines Plans, der die Produktion großer Spiele langfristig beschleunigen soll, ohne dabei in einen jährlichen AAA-Rhythmus zu rutschen. Das Studio arbeitet demnach mit einer rollierenden Zehn-Jahres-Roadmap, die mit The Witcher 4 beginnt.

Ein zentraler Baustein: CD Projekt Red verabschiedet sich von der eigenen REDengine und setzt bei allen kommenden Titeln auf Unreal Engine 5. Die Idee dahinter ist, weniger Energie in die Entwicklung einer eigenen Engine zu stecken und sich stärker auf Inhalte, Produktion und Release-Qualität zu konzentrieren. Bereits im Juni 2025 zeigte das Studio eine Tech-Demo, die einen Eindruck davon vermittelte, wie The Witcher 4 auf Basis von Unreal Engine 5 aussehen könnte.

Gleichzeitig betont Nowakowski, dass schneller nicht automatisch jährlich heißt. CD Projekt Red wolle weiterhin wenige Marken pflegen, dafür aber große, hochwertige Releases liefern. Genau hier dürfte The Witcher 4 zur Nagelprobe werden: nicht nur spielerisch, sondern als Signal, dass aus den Fehlern rund um Cyberpunk 2077 spürbar gelernt wurde.

Mehr Tempo, aber ohne AAA-Fließband

Wie soll das Tempo bei der neuen Witcher-Trilogie steigen? Konkret wird es bei der Planung für die zweite Witcher-Trilogie: CD Projekt Red möchte die drei Spiele in nur sechs Jahren veröffentlichen, gerechnet von The Witcher 4 bis The Witcher 6. Das wäre ein deutlich höheres Entwicklungstempo als früher und dürfte nur funktionieren, wenn Technik, Pipelines und Asset-Reuse sauber sitzen.

Interessant ist dabei auch der Timing-Aspekt: Wenn über mehrere Jahre ein ähnliches Technik-Ziel angepeilt wird, kann das eine Trilogie konsistenter machen und zugleich Entwicklungszeit sparen. Für viele Fans dürfte am Ende aber nur eines zählen: ein stabiler, runder Launch, der nicht erst durch Monate an Patches zum Wunschzustand wird.

Als weiteres potenzielles Projekt, das die Vertrauensfrage beeinflussen könnte, steht zudem die Cyberpunk-2077-Fortsetzung im Raum. Das Spiel befindet sich seit Ende 2025 in der Vorproduktion und gilt damit als realistischer Kandidat für den Release nach The Witcher 4.

Wie wichtig ist dir bei The Witcher 4 ein technisch makelloser Start, und traust du CD Projekt Red zu, das Vertrauen endgültig zurückzugewinnen? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Luna N.

Ich schaue mehr Anime als gesund ist, kenne jeden Intro-Song auswendig und habe beim Zocken schneller die Tasten im Griff als mein eigener Schatten. Wenn ich nicht gerade mit einem Kaffee bewaffnet über neue Story-Ideen grübel, kämpfe ich mich durch Fantasy-Welten – entweder mit dem Controller oder dem Kugelschreiber. Meine größte Schwäche? Limited Editions und Charaktere mit tragischer Hintergrundgeschichte.
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