Im PlayStation Store ist ein neuer Titel aufgetaucht, der auf den ersten Blick wie eine günstige Kopie der WWE-2K-Reihe wirkt: Wrestling Revolution. Besonders dreist: Als Cover-Star dient offenbar eine stark nachgebaute Version von Solo Sikoa, die klar auf Wiedererkennung setzt und so Aufmerksamkeit im Store abgreifen dürfte.
Laut Store-Eintrag soll Wrestling Revolution am 15. Juli 2026 erscheinen. Abgesehen von diesem Datum und dem auffälligen Cover gibt es aktuell nur wenige handfeste Details, doch schon die ersten Screenshots lassen erahnen, in welche Richtung das Ganze geht.
Der PlayStation-Store-Auftritt sorgt für Stirnrunzeln
Was ist Wrestling Revolution im Kern? Der Titel wird als Wrestling-Spiel geführt und stammt von den Publishern GGMUKSINC und NXG Studio, die bislang eher mit sehr kleinen, simpel wirkenden Projekten aufgefallen sind. Auffällig ist dabei, dass bei mehreren ihrer Spiele ein Look genutzt wird, der stark nach KI-generiertem Key Art aussieht.
Wrestling Revolution macht hier keine Ausnahme: Der Cover-Star wirkt wie ein WWE-2K-Abziehbild von Solo Sikoa, ohne offiziell als WWE-Produkt erkennbar zu sein. Genau diese Art von Aufmachung ist ein typischer Köder, um im digitalen Schaufenster neben etablierten Marken geklickt zu werden.
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Dass ein solches Cover nicht dauerhaft im Store bleibt, ist gut möglich. Gerade wenn bekannte Gesichter oder klar wiedererkennbare Anleihen als Werbeeffekt genutzt werden, werden solche Motive nicht selten vor dem Release angepasst oder verschwinden komplett aus dem Auftritt.
Die ersten Screenshots deuten auf Low-Effort-Wrestling hin
Welche Hinweise liefern die Bilder aus dem Store? Insgesamt sind drei Screenshots sichtbar, die eher nach minimalem Funktionsumfang als nach echter Alternative zu WWE 2K aussehen. In einem Bild ist ein Charakterauswahlbildschirm zu sehen, inklusive eines Wrestlers namens Maverick und einem Kader, der auf den ersten Blick auf etwa zehn Figuren begrenzt wirkt.
Darunter finden sich offenbar extrem generische, teils merkwürdig gestaltete Varianten von Wrestlern, die stark an bekannte WWE-Gesichter erinnern. Auch ohne Namensnennung ist der Wiedererkennungsfaktor offensichtlich Teil der Strategie, selbst wenn die Darstellung eher wie ein grober Entwurf wirkt als wie ein lizenziertes Produkt.
- Screenshot 1: Charakterauswahl mit Maverick und einem kleinen Roster, optisch sehr generisch.
- Screenshot 2: Menüansicht mit einer auffällig künstlich wirkenden Charakterdarstellung.
- Screenshot 3: Match zwischen The Hammer und The Hammer, in einem leeren Ring ohne Atmosphäre.
Gerade das letzte Bild wirkt wie ein Paradebeispiel für schnell zusammengebautes Wrestling, bei dem Masse statt Klasse im Vordergrund steht. Wenn dann auch noch doppelte Charaktere gegeneinander antreten, ist das selten ein Qualitätsmerkmal, sondern eher ein Hinweis auf sehr begrenzte Inhalte.
Shovelware und Klon-Spiele werden zum Dauerproblem
Warum tauchen solche Titel immer häufiger auf? Low-Effort-Veröffentlichungen, oft als Shovelware bezeichnet, sind auf digitalen Stores seit Jahren ein Thema. Dazu zählen Spiele, die mit möglichst geringem Aufwand erstellt und schnell veröffentlicht werden, um über Masse und auffällige Store-Optik Verkäufe zu erzielen.
Klone sind dabei ein klassischer Bestandteil: Sie orientieren sich optisch und namentlich an bekannten Marken, um Verwechslungen zu provozieren oder zumindest von der Aufmerksamkeit großer Franchises zu profitieren. Wrestling Revolution passt in dieses Muster, insbesondere durch das Solo-Sikoa-nahe Cover und den WWE-2K-ähnlichen Anstrich.
Währenddessen ist bei der offiziellen Reihe längst die nächste Runde in Sicht: Take-Two hat bereits bestätigt, dass WWE 2K27 in Entwicklung ist, während Visual Concepts parallel die Arbeiten rund um WWE 2K26 abschließt. WWE 2K26 kam zwar nicht bei allen so gut an wie einige der direkten Vorgänger, doch die Serie bleibt für viele das klare Schwergewicht im Wrestling-Genre.
Was meint ihr: Ist Wrestling Revolution nur ein kurioser Store-Fund oder nervt euch diese Art von Clone-Shovelware inzwischen so sehr, dass Plattformbetreiber härter durchgreifen sollten? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.




